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Lohnabrechnung: Bei Arbeitgeber-Darlehen alles richtig machen

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Lohn Gehalt Lohnabrechung

Von Günter Stein,

In vielen Unternehmen ist es üblich, seinen Mitarbeitern Darlehen zur Verfügung zu stellen.

Hierbei erzielen Ihre Mitarbeiter immer dann einen lohnsteuerlichen Vorteil, wenn bestimmte Betragsgrößen oder Zinssätze überschritten sind. Wie Sie diese Vorteile steuerlich zutreffend behandeln, ist Gegenstand des BMF-Schreibens vom 1. 10. 2008,Az. IV C 5- S 2334/07/0009.

Lohnabrechnung: Bis zu welcher Höhe Zinsvorteile steuerfrei sind

Sofern der Darlehensbetrag zum Ende des Lohnzahlungszeitraums (z. B.November 2008) einen Betrag von 2.600 € nicht übersteigt, sind die Zinsvorteile in voller Höhe steuerfrei. Lohnsteuerfreiheit besteht auch in all den Fällen, in denen Sie mit Ihren Mitarbeitern ein Darlehen vereinbaren, das einem marktüblichen Zinssatz (Maßstabszins) entspricht. Hier ist es auch zulässig, dass Sie als Vergleich auf eine Direktbank verweisen. Der lohnsteuerpflichtige Zinsvorteil ist der Unterschiedsbetrag zwischen dem marktüblichen Zinssatz und dem mit Ihrem Mitarbeiter vereinbarten Zins.

Lohnabrechnung: Vergleichszinssatz gilt für den gesamten Zeitraum

Bei Darlehensverträgen, die über mehrere Jahre laufen, gilt der Maßstabszins zu Beginn der Laufzeit, für das gesamte Darlehen. Aus Vereinfachungsgründen können Sie auch die von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Effektivzinssätze als Maßstabszins zugrunde legen. Von diesem Effektivzinssatz können Sie dann noch einen Abschlag von 4% vornehmen.

Beispiel: Sie gewähren im Juni 2008 Ihrem Mitarbeiter ein Darlehen über 16.000 €, das mit 2 % verzinst wird.Die Laufzeit beträgt 4 Jahre und es wird monatlich getilgt. Der von der Deutschen Bundesbank im Juni veröffentlichte Effektivzinssatz für Darlehen mit einer Zinsbindung zwischen einem und 5 Jahren beträgt 5,68% (Erhebungszeitraum April 2008). Sie rechnen jetzt wie folgt:

5,68 % vermindert um 4 % ergibt einen Maßstabszinssatz von 5,45 %. Der Zinsvorteil für Ihren Mitarbeiter beträgt 3,45 % (5,45 % – 2 Prozentpunkte). Für den Monat Juni beträgt der steuerpflichtige geldwerte Vorteil aus dem Darlehen 46 € (3,45 % x 16.000 € x 1/12). Für November gehen Sie von einem Darlehenstand aus, der sich um 5/48 gemindert hat, da Ihr Mitarbeiter die Raten für Juni bis Oktober von jeweils 333 €getilgt hat. Der geldwerte Vorteil beträgt 41,20 € (3,45 % x 14.333 € x 1/12).

Lohnabrechnung: 44-Euro-Freigrenze gilt für alle Zuwendungen

Nach § 8 Abs. 2 Satz 9 EStG kommt die 44-€-Freigrenze zur Anwendung, sofern Sie nicht durch andere Zuwendungen bereits überschritten ist. Dies hat z. B. Für den Monat November 2008 zur Folge, dass der eigentliche geldwerte Zinsvorteil von 41,20 € steuerfrei vereinnahmt werden kann. Wenn der Mitarbeiter ausscheidet In der Praxis treten immer wieder Fälle auf, in denen Ihr Mitarbeiter Ihr Unternehmen verlässt und das Darlehen noch nicht getilgt ist. Kommt es in diesen Fällen weiterhin zu geldwerten Vorteilen, für die Sie keine Lohnsteuer mehr einbehalten können, sind Sie verpflichtet, das Betriebsstättenfinanzamt darüber zu informieren (§ 41c Abs. 4 Nr. 2 EStG). Für alle Lohnsteuerfragen rund um die Behandlung eines Arbeitgeberdarlehens steht Ihnen die so genannte „Anrufungsauskunft“ der Finanzverwaltung kostenfrei zur Verfügung (§ 42e EStG).

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