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Entgelterhöhungen gibt das Budget eines Unternehmens nicht immer her – zudem bleibt den Beschäftigten nach Abzug von Lohnsteuer und...

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Lohnabrechnung: Rechnen Sie rechtzeitig, richtig und punktgenau ab!

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Von Günter Stein,

Die Frage: Alles wird immer komplizierter. Gibt es eigentlich gesetzliche Vorgaben, bis wann Arbeitnehmer ein Entgelt zu erhalten haben? Und was ist mit der Abrechnung? Muss sie jeden Monat neu erstellt werden?

Lohnabrechnung und Fälligkeit der Vergütung ist gesetzlich geregelt

Die Antwort: Die Fälligkeit der Vergütung ist tatsächlich gesetzlich geregelt. In § 614 Satz 2 BGB steht, dass es darauf ankommt, ob die Vergütung „nach Zeitabschnitten“ bemessen ist. Ist dies der Fall, so ist jeweils nach Ablauf der einzelnen Zeitabschnitte die Vergütung zu zahlen.

Ein Beispiel: Haben Sie einen Monatslohn vereinbart, ist der Zahlungsanspruch somit am 1. Tag des Folgemonats fällig. Den Lohn für den Monat Dezember 2010 haben Sie somit bis zum 1. Januar 2011 zu zahlen. Da dieser Tag auf einen Feiertag fällt und der 2. Januar ein Sonntag ist, gewährt Ihnen das Gesetz nach § 193 BGB eine Frist bis zum 3. Januar, dem nächsten Werktag. Ab diesem Tag sind Sie dann allerdings auch im Schuldnerverzug, so dass Ihr Arbeitnehmer Zinsen verlangen kann.

Wo die Lohnabrechnung gesetzlich gergelt ist

Achtung: Der § 614 ist abdingbar. Dies bedeutet, dass andere Regelungen in Arbeitsverträgen oder Tarifverträgen möglich sind.

Und nun zur Frage der Entgeltabrechnung: Diese Problematik ist in § 107 und 108 der Gewerbeordnung geregelt. Das Arbeitsentgelt haben Sie in Euro zu berechnen und auszuzahlen. Zum Zeitpunkt der Auszahlung haben Sie dem Arbeitnehmer eine Abrechnung in Textform zu erteilen. Textform bedeutet, dass sie schriftlich vorgelegt werden muss, eine Unterschrift ist jedoch nicht erforderlich. Die Abrechnung muss mindestens Angaben über Abrechnungszeitraum und Zusammensetzung des Arbeitsentgelts enthalten. Auch sind Angaben über Art und Höhe der Zuschläge, Zulagen, sonstigen Vergütungen, Art und Höhe der Abzüge, Abschlagszahlungen sowie Vorschüsse erforderlich.

Wichtig: Sie brauchen keine Abrechnung zu erteilen, wenn sich die Angaben gegenüber der letzten ordnungsgemäßen Abrechnung nicht geändert haben. Das kann insbesondere bei Gehaltsempfängern von großem Interesse sein!

Lohnabrechnung wird für das Personalbüro immer komplizierter

Das Problem: In manchen Bereichen der Lohnabrechnung ist es selbst für Sie als Mitarbeiter des Personalbüros schwierig, Abrechnungen noch zu verstehen. Ich denke hier nur an den Bereich des öffentlichen Dienstes mit seinen Tarifverträgen. Seitenlange Abrechnungen, mit unzähligen Korrekturen machen die Sache schon schwierig. Dabei möchte doch letztendlich sowohl das Personalbüro als auch der Arbeitnehmer einfach nur eine einfach gestaltete Abrechnung erhalten. Das geht aber nicht immer und die Welt wird stets komplizierter. Denken Sie nur an das Bilanzierungsmodernisierungsge<wbr />setz. Das Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts (<wbr />Bilanzrechtsmodernisierungsges<wbr />etz oder auch kurz BilMoG) soll deregulieren und Kosten senken. Vor allen Dingen kleine und mittlere Unternehmen sollen davon profitieren. Ich habe immer das Gefühl, dass das Wortungetüm Bilanzrechtsmodernisierungsges<wbr />etz auch für den Inhalt zutrifft.

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