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Lohnabrechnung: So funktioniert der Kombilohn für ältere Arbeitnehmer

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Lohn Gehalt Lohnabrechung

Von Günter Stein,

Die Frage: Wir überlegen, ältere Arbeitnehmer über 50 einzustellen. Auch, um die Förderung hierfür zu bekommen. Wie funktioniert das mit dem sogenannten Kombilohnmodell?

Lohnabrechnung: Entgeltsicherung für ältere Mitarbeiter

Die Antwort: Eine besondere Form der Entgeltsicherung ist für ältere Mitarbeiter durch den Kombilohn 50plus geschaffen worden, der in § 421j SGB III geregelt ist. Dahinter verbirgt sich Folgendes: Mitarbeiter ab vollendetem 50. Lebensjahr, die eine im Vergleich zur früheren Arbeit geringer bezahlte Beschäftigung aufnehmen, haben Anspruch auf einen teilweisen Ausgleich der Lohneinbuße, der mit dem Arbeitslohn den Kombilohn für die Dauer von 2 Jahren bildet. Der Zuschuss beträgt im 1. Jahr 50 %, im 2. Jahr 30 % der Differenz zwischen dem aktuellen und dem früheren Nettoentgelt. Zusätzlich werden die Rentenversicherungsbeiträge auf 90 % des früheren Bruttoentgelts aufgestockt.

Lohnabrechnung: Voraussetzungen für den Kombilohn

Voraussetzung ist, dass

  • der Mitarbeiter das 50. Lebensjahr vollendet hat,
  • seine Arbeitslosigkeit entweder durch Aufnahme einer versicherungspflichtigen Beschäftigung beendet wird oder
  • seine Arbeitslosigkeit durch den unmittelbaren Übergang aus einer höher bezahlten in eine niedriger bezahlte Beschäftigung vermieden wird,
  • bei Arbeitsaufnahme noch ein Anspruch oder Restanspruch auf Arbeitslosengeld für mindestens 120 Tage besteht,
  • in der neuen Beschäftigung ein tarifliches Arbeitsentgelt oder bei fehlender Tarifbindung ein ortsübliches Arbeitsentgelt beansprucht werden kann und
  • sich eine Nettoentgeltdifferenz zwischen dem früheren und dem aktuellen Verdienst von mindestens 50 € monatlich ergibt.

Lohnabrechnung: Entgeltsicherung für maximal zwei Jahre

Diese Entgeltsicherung wird bei Erfüllung der Voraussetzungen für maximal 2 Jahre gezahlt. Das für die Berechnung jeweils maßgebliche Nettoentgelt wird von den Arbeitsagenturen – wie bei der Arbeitslosengeldberechnung – pauschaliert ermittelt. Der Zuschuss wird unmittelbar an den Arbeitnehmer ausgezahlt.

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