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Lohnabrechnung: Warum Sie jetzt Arbeitszeitkonten einführen sollten

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Von Günter Stein,

Wer rechtzeitig flexible Arbeitszeitkonten in seinem Betrieb eingeführt hat, steht jetzt gut da. In Krisenzeiten machen sich moderne Arbeitszeitmodelle, wie z. B. die Führung von flexiblen Arbeitszeitkonten bezahlt.

Lohnabrechnung: Warum Sie jetzt Arbeitszeitkonten einführen sollten

Und noch ist nichts zu spät: Haben Sie in Ihrem Betrieb noch keine flexiblen Arbeitszeitkonten eingeführt, sollten Sie jetzt verstärkt darüber nachdenken und dies gegebenenfalls schnell nachholen. Der Vorteil: In diesen Tagen haben Sie Ihren Betriebsrat, der nach § 87 Absatz 1 Nr. 2 und 3 BetrVG bei der Einführung eines neuen Arbeitszeitmodells ein Mitbestimmungsrecht hat, auf Ihrer Seite. Denn selbst Arbeitnehmervertreter, die modernen Arbeitsmodellen eher kritisch gegenüberstehen, zeigen sich schnell gesprächsbereit, wenn Sie erklären, dass sich mit einer flexibleren Gestaltung der Arbeitszeit betriebsbedingte Kündigungen weitestgehend vermeiden lassen.

Lohnabrechnung: Arbeitszeitkonten - Hier liegen Ihre Vorteile

Mit der Einführung von Arbeitszeitkonten erhalten Sie als Arbeitgeber nicht nur mehr Spielraum bei der Personalplanung, Sie haben auch gleich weitere Vorteile:

  • Vermeidung zusätzlicher Kosten durch Überstundenvergütungen und Leiharbeit, wenn es viele Aufträge gibt
  • Reduzierung von Leerlaufzeiten während der normalen Arbeitszeit
  • Abbau von Arbeitszeitguthaben, wenn es weniger Aufträge gibt
  • Verbesserung der Kundenzufriedenheit durch schnellere Reaktionszeiten
  • Erhöhung der Motivation und Produktivität Ihrer Mitarbeiter

Das sind die wichtigsten Arbeitszeitmodelle in der Praxis:

  • Gleitzeit mit und ohne Kernarbeitszeit
  • Gleitzeit mit Gleitzeitkonto
  • Jahresarbeitszeit
  • Kurz- und Langzeitkonto
  • Vertrauensarbeitszeit
  • Arbeit auf Abruf

In diesen Tagen ist für Sie als Arbeitgeber aber schnelles Handeln gefragt. So wertvoll ein Jahresarbeitskonto auch ist: Hohe Flexibilität und schnelle Erfolge erreichen Sie am schnellsten mit der Einführung von Kurzzeitkonten. Und das steckt dahinter: In der Regel dürfen Ihre Mitarbeiter an allen Werktagen von Montag bis Samstag nicht länger als 8 Stunden täglich arbeiten. Der gesetzliche Höchstrahmen der wöchentlichen Arbeitszeit beträgt daher 48 Stunden. An Sonn- und Feiertagen ist die Arbeit in der Regel verboten.

Lohnabrechnung: Ab sofort flexiblere Arbeitszeiten

Aber keine Regel ohne Ausnahme: Laut Arbeitszeitgesetz kann die werktägliche Arbeitszeit auch bis zu 10 Stunden täglich verlängert werden. Die dadurch entstehende Mehrarbeit muss allerdings innerhalb von 6 Monaten wieder ausgeglichen werden. Und genau hier spielt das Kurzzeitkonto seine ganzen Stärken aus. Je nach Auftragslage können Sie in Abstimmung mit Ihrem Betriebsrat unterschiedliche Arbeitszeiten anordnen. Gilt in Ihrem Betrieb ein Tarifvertrag, muss dieser allerdings eine entsprechende Öffnungsklausel enthalten. Laufen die Geschäfte gerade schlecht, kann das Ende der Arbeitszeitwoche bereits am Freitag um die Mittagszeit eingeleitet werden. Sind die Auftragsbücher voll, kann dagegen einen Tag länger, also bis zum Samstagmittag gearbeitet werden. Dazu müssen Sie mit Ihrem Betriebsrat quasi nur die Vereinbarung treffen, wie lange die Mitarbeiter durchschnittlich pro Tag bzw. Woche bei Ihnen arbeiten sollen und in welchem Zeitraum dieser Durchschnitt erreicht werden soll. Zur Übersicht richten Sie als Arbeitgeber für jeden Mitarbeiter ein Konto für die Arbeitszeit ein, auf dem festgehalten wird, wie viel mehr oder weniger als die durchschnittliche Arbeitszeit der Kontoinhaber gearbeitet hat. So bauen Ihre Mitarbeiter Arbeitszeitguthaben auf oder machen Schulden. Je nach Lage des Betriebs können Sie mit der Arbeitszeit Ihrer Mitarbeiter sozusagen manövrieren.

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