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Lohnabrechnung: Wer zahlt eigentlich bei Betriebsausfall?

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Lohn Gehalt Lohnabrechung

Von Günter Stein,

Gestern, am 2. Februar, war Lichtmess. Die Nächte werden wieder kürzer, die Tage länger. Nichtsdestotrotz wird sich der Winter noch eine Weile Zeit nehmen, bevor er sich verabschiedet.

Deshalb – passend zur Wetterlage – der heutige Tipp. Schließlich stellt im kalten und in einigen Teilen Deutschlands auch schneereichen die Witterung Sie auch weiterhin auch immer wieder vor arbeitsrechtliche Probleme. Grundsätzlich gilt:

Lohnabrechnung: Nicht zur Arbeit gekommen - kein Lohn

Kommt Ihr Arbeitnehmer auf Grund der Witterung nicht oder nicht rechtzeitig zur Arbeit, können Sie nicht verlangen, dass er die ausgefallene Zeit nacharbeitet. Allerdings kann er auch kein Geld von Ihnen verlangen. Grundsätzlich trägt nämlich der Arbeitnehmer das Wegerisiko. Deshalb: Kommt er nicht zur Arbeit, erhält er keine Vergütung. Witterungsbedingte Gründe können etwa sein:

  • unpassierbare Straßen wegen Schneeverwehungen, Lawinen, Erdrutsch oder Sturmschäden,
  • Glatteis,
  • witterungsbedingter Ausfall oder
  • Verspätungen von öffentlichen Nahverkehrsmitteln.

Lohnabrechnung: Arbeitsausfall aus witterungsbedingten Gründen

Anders sieht das aber hier aus: Können Sie Ihre Mitarbeiter aus witterungsbedingten Gründen nicht beschäftigen, so können Sie ebenfalls nicht verlangen, dass die Ausfallzeit nachgearbeitet wird. Trotzdem müssen Sie die Vergütung zahlen, ohne eine Arbeitsleistung erhalten zu haben. Witterungsbedingte Gründe, die Ihren Betrieb lahmlegen, können z. B. sein:

  • Ausfall der Heizung, Bruch von Rohrleitungen oder Maschinenausfall wegen Kälte
  • Überschwemmung oder Brand
  • Stromausfälle wegen Sturm- oder Blitzschäden

Hier gilt: Das Betriebsrisiko tragen Sie als Arbeitgeber.

Lohnabrechnung: Wenn die Existenz Ihres Betriebes gefährdet ist

Ausnahme: Ist die Existenz Ihres Betriebs und damit das Arbeitsverhältnis durch die Störung bedroht, müssen Sie zumindest nicht den vollen Lohn zahlen.

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