Gratis-Download

Entgelterhöhungen gibt das Budget eines Unternehmens nicht immer her – zudem bleibt den Beschäftigten nach Abzug von Lohnsteuer und...

Jetzt downloaden

Lohnabrechnung: Zuschläge für Sonntagsarbeit auch bei Krankheit

0 Beurteilungen

Von Günter Stein,

Besonders Ihre Aushilfen arbeiten häufig an Sonn- und Feiertagen. Zahlen Sie für die Arbeit an diesen Tagen generell Zuschläge, müssen Sie das auch bei Ihren Aushilfskräften tun. Das gilt sogar dann – wie ein aktuelles Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) zeigt –, wenn die Mitarbeiter an fraglichem Sonn- oder Feiertag krank sind (BAG, 14.1.2009, AZ: 5 AZR 89/08).

Besonders Ihre Aushilfen arbeiten häufig an Sonn- und Feiertagen. Zahlen Sie für die Arbeit an diesen Tagen generell Zuschläge, müssen Sie das auch bei Ihren Aushilfskräften tun. Das gilt sogar dann – wie ein aktuelles Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) zeigt –, wenn die Mitarbeiter an fraglichem Sonn- oder Feiertag krank sind (BAG, 14.1.2009, AZ: 5 AZR 89/08).

Lohnabrechnung: Mitarbeiterin war sonntags oft arbeitsunfähig

Das höchste deutsche Arbeitsgericht hatte einen Fall zu entscheiden, in dem eine Beschäftigte häufig sonntags und an Feiertagen eingesetzt wurde. Hierfür erhielt sie zusätzlich zu ihrem monatlichen Entgelt pauschale Zuschläge in Höhe von 50 % ihres Grundstundenlohns für Sonntagsarbeit und 125 % für Feiertagsarbeit. An mehreren Sonn- und Feiertagen war die Mitarbeiterin zwar zur Arbeit eingeteilt, aber arbeitsunfähig krank. Die Arbeitgeberin zahlte ihr das Entgelt weiter, ließ dabei aber Sonntags- und Feiertagszuschläge unberücksichtigt.

Lohnabrechnung: Arbeitgeber verweigerte Fortzahlung der Zuschläge

Die Begründung: Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall umfasse keine Zuschläge für Sonntags- und Feiertagsarbeit. Es handle sich dabei um reinen Aufwendungsersatz, der nicht fortzuzahlen sei.

Die Mitarbeiterin sah dies aber anders und klagte. Sie bekam in allen Instanzen, zuletzt vor dem BAG, Recht: Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall funktioniere nach dem Entgeltausfallprinzip, so die Begründung des BAG. Das Entgeltausfallprinzip sichere dem Arbeitnehmer grundsätzlich die volle Vergütung inklusive etwaiger Zuschläge.

Lohnabrechnung: So ermitteln Sie die Entgeltfortzahlung

Alle Mitarbeiter, die bereits mindestens 4 Wochen ununterbrochen in Ihrem Unternehmen beschäftigt sind, haben Anspruch auf Entgeltfortzahlung. Diese beträgt bei Arbeitsunfähigkeit nach § 4 Abs. 1 Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) 100 % des Gesamtarbeitsentgelts inkl. aller Zuschläge und der Sonderleistungen. Bei der Ermittlung der Arbeitstage stellen Sie auf die individuelle Arbeitszeit des jeweiligen Arbeitnehmers ab. Bei schwankender Arbeitszeit dürfen Sie vom Durchschnitt der vergangenen 3 Monate ausgehen.

Achtung: Bei Akkordlohn legen Sie der Berechnung den in der für den Beschäftigten maßgebenden regelmäßigen Arbeits - zeit erzielbaren Durchschnitts ver dienst zugrunde (§ 4 Abs. 1a Satz 2 EFZG). Folgende Leistungen dürfen Sie aber außen vor lassen:

  • freiwillige Trinkgelder
  • Arbeitsentgelt und Zuschläge für Überstunden
  • Aufwendungsersatz, soweit Ihr Unternehmen diese Leistung für tatsächliche Aufwendungen zahlt. Diese entstehen dem Mitarbeiter im Krankheitsfall nicht.
  • Einmalzahlungen

 

Lohn und Gehaltsabrechnung aktuell

Vom Anspruch auf Teilzeitbeschäftigung über Mutterschutz und Elternzeit bis hin zu Fragen zu Urlaubsgewährung, Überstunden und Sonderurlaub. Vereinfachen Sie jetzt Ihre Lohnabrechnung!

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Steigern Sie Ihre Erfolgsquote: Vergaberecht & Angebotsstrategien für Bieter

Machen Sie Ihre Lohn- und Gehaltsabrechnung unangreifbar!

Der persönliche 15-Minuten-Coach für erfolgreiche Führungskräfte, Chefs und Vorgesetzte.

Betriebliche Entgeltabrechnung auf dem neuesten Stand der Gesetzgebung und Rechtsprechung

Rechtssichere und professionelle Personalarbeit

Einfach und sicher im Personalbüro – Sozialversicherung | Lohnsteuer | Arbeitsrecht