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Lohnsteuer: Abgabenfreie Leistungen für Ihre Mitarbeiter: Die 3 besten für 2011

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Von Günter Stein,

Es gibt sie auch 2011: Die steuer- und abgabenfreien Arbeitgeberleistungen, mit denen Sie Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern steuerfrei etwas Gutes tun können – und ganz nebenbei damit die Lohnnebenkosten senken.Und so funktioniert es:Beispiel:Wichtig:Tipp:Wichtig:Tipp:

Gestaltungstipp Nr. 1: Das steuerfreie Urlaubsgeld

Dieses Gehalts-Extra hat eine hohe Motivationswirkung auf Ihre Mitarbeiter – und kann, sofern Ihr eigener Lebensgefährte im Unternehmen mitarbeitet – sogar zum Auffüllen der eigenen Urlaubskasse beitragen. Sie können es für alle Arbeitnehmer nutzen – egal ob Vollzeit- oder Teilzeitkraft, ob 400-€-Jobber oder Mitarbeiter in der sogenannten Gleitzone (= Gehalt zwischen 400,01 € und 800 € (= Midijob).

Und so funktioniert es:

Dieses kostenlose Urlaubsgeld wird im Finanzamtsdeutsch „Erholungsbeihilfe“ genannt. Verankert ist diese Erholungsbeihilfe in § 40 Abs. 2 Nr. 3 des Einkommensteuergesetzes (EStG). Demnach darf ein Arbeitgeber seinen Mitarbeitern in 2011 maximal folgende Zuwendung zukommen lassen:

  • 156 Euro für die Arbeitnehmerin/den Arbeitnehmer
  • 104 Euro für Ehepartnerin/Ehepartner des Arbeitnehmers/der Arbeitnehmerin
  • 52 Euro für jedes Kind der Arbeitnehmerin/des Arbeitnehmers

Beispiel:

Eine Mitarbeiterin hat zwei Kinder. Dann können Sie in diesem Fall die Urlaubskasse mit 156 Euro plus 104 Euro plus 2 mal 52 Euro für die Kinder, also mit 356 Euro steuer- und abgabenfrei auffüllen.

Wichtig:

Damit das mit der Beitragsfreiheit funktioniert, muss Ihr Unternehmen diese Zahlung mit 25% pauschal versteuern (zuzüglich Solidaritätszuschlag = 5,5 % von der Steuerzahlung plus ggfs. Kirchensteuer).

Tipp:

Die Erholungsbeihilfe dürfen Sie mehrmals im Jahr auch in „Teilen“ gewähren – der jeweilige Höchstbetrag (156 / 104 / 52 Euro) darf aber insgesamt nicht überschritten werden.

Damit das Finanzamt diese Gestaltung anerkennt, müssen Sie lediglich auf folgende 3 Punkte achten:

  1. Zahlen Sie diese Beihilfe zusätzlich zum normalen Gehalt. „Normales“ Gehalt darf dafür nicht umgewandelt werden.
  2. Die Beihilfe muss im Zusammenhang mit einem Urlaub des Arbeitnehmers stehen. Zahlen Sie die Beihilfe deshalb frühestens 3 Monate vor oder spätestens 3 Monate nach dem Urlaub aus.
  3. Die Pauschalsteuer muss Ihr Unternehmen zahlen. Sie können Sie also nicht auf den Arbeitnehmer abwälzen.

 

Gestaltungstipp Nr. 2: Kostenlos Tanken!

2011 dürfen Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern monatlich einen Sachbezug im Wert von maximal 44 Euro zukommen lassen. Der wohl beliebteste Sachbezug ist der Benzingutschein. Mit so einem Gutschein können die Mitarbeiter für maximal 44 Euro pro Monat steuer- und abgabenfrei tanken.

Wichtig:

Bei Benzingutscheinen darf kein Euro-Betrag angegeben sein – und die Art der Ware muss genau bezeichnet sein. Auf dem Gutschein muss also stehen: Gutschein für den Bezug von (zum Beispiel) 25 Liter Super bei der xy-Tankstelle.

Gestaltungstipp Nr. 3: Der Kinderbetreuungszuschuss

Eine besonders beliebte Variante, um den Lohn eines Mitarbeiters brutto für netto zu erhöhen, ist der so genannte Kindergartenzuschuss. Hierfür hat der Gesetzgeber in § 3 Nr. 33 EStG festgelegt, dass die von Ihnen erbrachten Leistungen zur Unterbringung und Betreuung von nicht schulpflichtigen Kindern in einem Kindergarten oder einer vergleichbaren Einrichtung vollkommen steuer- und beitragsfrei ist.

Tipp:

Als vergleichbare Einrichtungen gelten beispielsweise Kindertagesstätten, Kinderkrippen, aber auch Tagesmütter, Wochenmütter und Ganztagspflegestellen.

Und so funktioniert es:

Begünstigt sind Leistungen für Unterbringung und Betreuung von nicht schulpflichtigen Kindern. Dies sind Kinder, die das 6. Lebensjahr noch nicht vollendet haben

Den Kinderbetreuungszuschuss zahlt der Arbeitgeber zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn – zum Beispiel statt einer Gehaltserhöhung. Er kann den Zuschuss an den Mitarbeiter auszahlen (Nachweis über ordnungsgemäße Verwendung nicht vergessen – z.B. Vertragskopie mit Kindergarten) – oder direkt an den Kindergarten oder die vergleichbare Einrichtung zahlen.

Eine Begrenzung der Kosten gibt es – auch bei 400-Euro-Jobbern – nicht. Kostet der Platz beispielsweise 110 Euro/Monat, kann der Arbeitgeber auch 110 Euro (aber natürlich auch weniger zahlen). Eine 400-Euro-Kraft bleibt, obwohl sie dann ja 510 Euro verdient, trotzdem „400-Euro-Kraft“.

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