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Lohnsteuer: Diese drei Steuerfallen bei Tank-Gutschein & Co sollten Sie kennen

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Lohn Gehalt Lohnsteuer

Von Günter Stein,

Angesichts der immer noch hohen Benzinkosten stellen viele Firmen ihren Mitarbeitern Benzin-Gutscheine zur Verfügung. Diese sind bis zu einem Wert von 44 € pro Monat und Mitarbeiter lohnsteuerfrei (§ 8 Abs. 2 Einkommensteuergesetz) – und deshalb bei den Mitarbeitern außerordentlich beliebt.

Gerade jetzt, da die Benzinpreise in letzter Zeit wieder gestiegen sind.

Lohnsteuer: Zwei Fallen bei Gutscheinen

Lohnsteuerfrei bleiben diese Gutscheine allerdings nur dann, wenn sie auf eine bestimmte Liter-Zahl und nicht auf einen konkreten Euro-Betrag lauten. Doch genau hier schnappt die Steuerfalle immer wieder zu:

  1. Entweder geben die Tankstellen nur Benzin-Gutscheine mit Euro-Beträgen ab oder
  2. die Blanko-Gutscheine werden von den Firmen falsch ausgestellt.

Fatale Folge in beiden Fällen: Der Wert der Gutscheine ist in voller Höhe als Barlohn steuerpflichtig.

Lohnsteuer-Falle Nummer 3: Tankkarte statt Gutschein

Um keinen Haftungsbescheid über Lohnsteuernachzahlungen zu riskieren, statten manche Unternehmen ihre Mitarbeiter anstelle mit einem Benzin-Gutschein mit einer Tankkarte aus. Damit können die Mitarbeiter dann bei der Vertrags-Tankstelle des Unternehmens tanken. Meist handelt es sich um eine elektronische Karte, auf der ein Höchstbetrag gespeichert ist (in der Regel 44 €). Diese Vorgehensweise verspricht ebenso Ärger mit dem Fiskus, wie ein kürzlich bekannt gewordenes Urteil des Finanzgerichts Baden-Württemberg zeigt (Az. 13 K 2626/07).

Der Fall: In dem Fall erhielten die Mitarbeiter Tankkarten, die weder die zu tankende Kraftstoffmenge noch die zu tankende Kraftstoffart angaben. Fest stand lediglich der maximale Gesamtwert des Kraftstoffs, den die Mitarbeiter mit der Tankkarte jeweils tanken durften. Die Finanzrichter werteten die Tankkarte als Firmenkreditkarte. Mit der Aushändigung der Tankkarte, so die Finanzrichter, floss den Mietarbeitern eine Einnahme in Geldeswert zu. Die Tankkarten hatten in ihrer wirtschaftlichen Bedeutung Bargeldcharakter und für die Mitarbeiter Bargeldfunktion.

Lohnsteuer: So umgehen Sie die Fallen

Geben Sie ausschließlich Benzin-Gutscheine über eine bestimmte Menge eines bestimmten Kraftstoffs aus, den Ihre Mitarbeiter dann bei Ihrer Vertrags-Tankstelle einlösen können.

Beispiel: „Dieser Gutschein berechtigt zum Bezug von 30 Litern Diesel bei der Tankstelle …“

Das bedeutet: Die 44-€-Grenze ist anwendbar. Der Bezug des Diesels ist lohnsteuerfrei – vorausgesetzt der Preis für 30 Liter Diesel ist nicht teurer als 44 €.

So sichern Sie sich gegen Preissteigerungen ab: Bei der Berechnung der 44-€-Grenze kommt es auf den Literpreis zum Zeitpunkt der Ausstellung des Gutscheins an. Übersteigt der zu zahlende Gesamtbetrag aufgrund einer Preissteigerung die 44-€-Grenze, so ist dies steuerlich unschädlich.

Das sollten Sie daher tun: Nehmen Sie deshalb die Preisübersichten zu den Lohnunterlagen, die in der Regionalpresse regelmäßig veröffentlich werden, oder beispielsweise auch einen Internetausdruck über einen Online-Preisvergleich vom Tage der Aushändigung der Benzin-Gutscheine.

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