Gratis-Download

Entgelterhöhungen gibt das Budget eines Unternehmens nicht immer her – zudem bleibt den Beschäftigten nach Abzug von Lohnsteuer und...

Jetzt downloaden

Lohnsteuer: Neue Anweisungen zu Arbeitgeberdarlehen

0 Beurteilungen
Lohn Gehalt Lohnsteuer

Von Günter Stein,

Sind Sie nicht im Kreditgewerbe tätig und gewähren Ihrer Teilzeitkraft ein zinsgünstiges Arbeitgeberdarlehen?

Dann berechnen Sie den geldwerten Vorteil nach dem Unterschiedsbetrag zwischen dem marktüblichen Zins und dem Zins, den Ihnen Ihr Arbeitnehmer tatsächlich zahlt. Durch die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) hat sich hier ein Wechsel von der jahresweisen , veranlagungsbezogenen Betrachtungsweise hin zu einer Betrachtung für die gesamte Vertragslaufzeit nach den Verhältnissen im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses ergeben (Urteil vom 4.5.2006; Az.: VI R 28/05). Das bedeutet, dass Sie auch bei Bestandsdarlehen mit festem Zinssatz , die Sie mit dem üb- lichen Endpreis bewerten müssen, grundsätzlich für die gesamte Vertragslaufzeit den Zinssatz bei Vertragsabschluss heranziehen. Wichtig: Sie müssen wegen der geänderten Rechtslage ab dem Jahr 2008 auch bei Bestandsdarlehen mit einem festen Zinssatz die Berechnung des geldwerten Vorteils neu vornehmen. Dabei gehen Sie wie folgt vor: Sie vergleichen den vereinbarten Zinssatz mit dem Maßstabszinssatz bei Vertragsabschluss . Danach ermitteln Sie auf dieser Basis den geldwerten Vorteil für die verbleibende Vertragslaufzeit des Darlehens ab dem Kalenderjahr 2008 .

Beispiel: Ihr Arbeitnehmer hat von Ihnen ein Darlehen zu einem festen Effektivzinssatz von 2 % erhalten. Der Maßstabszinssatz betrug für ein vergleichbares Darlehen bei Ver tragsabschluss im Kalenderjahr 1999 7 %. Er beträgt im Kalenderjahr 2008 8 %. Für 2007 ermittelten Sie einen geldwerten Vorteil in Höhe von 3 %. Sie gingen von dem in den Lohn steuer-Richtlinien festgeschriebenen Maßstabszinssatz von 5 % aus. Den geldwerten Vorteil ermitteln Sie ab dem Veranlagungszeitraum 2008 dagegen mit 5 % (7 % – 2 %), und zwar für die gesamte verbleibende Vertragslaufzeit.

Vereinfachungsregelung bei Vertragsabschluss ab 2003

Nach dem Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 13.6.2007, Az.: IV C 5 – S 2334/ 07/0009, dürfen Sie aus Vereinfachungsgründen wie folgt vorgehen: Für die Feststellung des marktüblichen Zinssatzes ziehen Sie die bei Vertragsabschluss von der Deutschen Bundesbank zuletzt veröffentlichten Effektivzinssätze heran (gewichtete Durchschnittszinssätze). Diese sind auf der Internetseite der Deutschen Bun desbank unter www.bundesbank.de/statistik/ statistik_zinsen_tabellen.php (Rubrik „EWU-Zinsstatistik [Bestände, Neugeschäft]“) veröffentlicht. Den Effektivzinssatz , den Sie aus der Statistik der Deutschen Bundesbank ableiten, dürfen Sie noch um einen Abschlag von 4 % mindern. Sie setzen als marktüblich somit nur 96 % des ermittelten Zinssatzes an.

Vereinfachungsregelung bei Vertragsabschluss vor 2003

Für alle noch laufenden Arbeitgeberdarlehen, die vor dem Jahr 2003 abgeschlossen wurden, können Sie auf die frühere Bundesbank- Zinsstatistik „Erhebung über Soll- und Habenzinsen ausgewählter Kredit- und Einlagearten“ zurückgreifen. Die finden Sie unter www.bundesbank.de/statistik/statistik_ zeitreihen.php (Rubrik „Zinsen, Renditen“). Diese Zeitreihen reichen bis Juni 1967 zurück. Zur Bestimmung des üblichen Endpreises am Abgabeort legen Sie hier die Untergrenze der Streubreite der statistisch erhobenen Zinssätze zu Grunde. Von dem sich danach ergebenden Zinssatz dürfen Sie jedoch keinen Abschlag von 4 % vornehmen.

Lohn und Gehaltsabrechnung aktuell

Vom Anspruch auf Teilzeitbeschäftigung über Mutterschutz und Elternzeit bis hin zu Fragen zu Urlaubsgewährung, Überstunden und Sonderurlaub. Vereinfachen Sie jetzt Ihre Lohnabrechnung!

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Steigern Sie Ihre Erfolgsquote: Vergaberecht & Angebotsstrategien für Bieter

Machen Sie Ihre Lohn- und Gehaltsabrechnung unangreifbar!

Der persönliche 15-Minuten-Coach für erfolgreiche Führungskräfte, Chefs und Vorgesetzte.

Betriebliche Entgeltabrechnung auf dem neuesten Stand der Gesetzgebung und Rechtsprechung

Rechtssichere und professionelle Personalarbeit

Einfach und sicher im Personalbüro – Sozialversicherung | Lohnsteuer | Arbeitsrecht