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Entgelterhöhungen gibt das Budget eines Unternehmens nicht immer her – zudem bleibt den Beschäftigten nach Abzug von Lohnsteuer und...

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Lohnsteuer: Phantomlohnfalle: So retten Sie sich vor dieser schlimmsten Waffe bei Betriebsprüfungen

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Lohnsteuer Phantomlohnfalle Betriebsprüfung Sozial

Von Günter Stein,

Gilt für Ihr Unternehmen ein Tarifvertrag, zählt für die Sozialversicherungsträger das laufende Entgelt, das im Tarifvertrag steht – unabhängig davon, was die Beschäftigten tatsächlich erhalten. Wird bei einer Betriebsprüfung festgestellt, dass der Mitarbeiter jahrelang zu wenig Entgelt erhalten hat, werden die Sozialversicherungsbeiträge nachgefordert.

Überdies können Säumniszuschläge fällig werden. Zur sogenannten Phantomlohnfalle können besonders allgemeinverbindliche Tarifverträge werden.

Tipp:

Sehen Sie im neuen Verzeichnis des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) nach, ob Sie sich nach der Entlohnung eines allgemeinverbindlichen Tarifvertrags richten müssen.

Das BMAS hat ein aktualisiertes Verzeichnis der für allgemeinverbindlich erklärten Tarifverträge veröffentlicht. Es gibt zurzeit 460 allgemeinverbindliche Tarifverträge, die in ihrem Geltungsbereich auch auf nicht tarifgebundene Arbeitgeber und Arbeitnehmer Anwendung finden.

Warum Sie einschlägige Tarifvereinbarungen kennen sollten

Für die Höhe der Sozialversicherungsbeiträge zählt beim laufenden Entgelt das Tarifentgelt (nach dem Entstehungsprinzip) und nicht das Entgelt, das Ihr Unternehmen Beschäftigten zahlt (Zuflussprinzip). Bei 400-€-Kräften kann dies außerdem zum Überschreiten der 400-€- Grenze und damit auch rückwirkend zur Sozialversicherungspflicht führen.

Beispiel:

Ihr Unternehmen beschäftigt eine 400-€-Kraft gegen einen Stundenlohn von 7 €. Damit kommt die Mitarbeiterin genau auf 400 € monatlich. Im Rahmen einer Betriebsprüfung stellt sich aber heraus, dass auf das Beschäftigungsverhältnis ein allgemeinverbindlicher Tarifvertrag Anwendung findet, nach dem der Beschäftigten ein Stundenlohn von 8 € zusteht.

Mit diesem Stundenlohn war die Mitarbeiterin von vornherein versicherungspflichtig beschäftigt. Entsprechende Sozialversicherungsbeiträge müssen Sie ggf. nachzahlen.

Achtung:

Der Phantomlohn wird sogar dann berechnet, wenn der Mitarbeiter eigentlich mit einem geringeren Arbeitsentgelt zufrieden wäre und im Vorfeld auf den geschuldeten Lohn verzichten möchte.

Tipp:

Das Entstehungsprinzip gilt seit dem 1.1.2003 nach dem neu gefassten § 22 Abs. 1 Sozialgesetzbuch Viertes Buch (SGB IV) nicht mehr für Einmalzahlungen (z. B. Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld etc.). Für diese Entgeltbestandteile ist jetzt das Zuflussprinzip entscheidend.

Das bedeutet:

Zum regelmäßigen Entgelt zählen Sie nur noch die Einmalzahlungen, die dem Mitarbeiter tatsächlich „zufließen“. Für vorgesehene, aber tatsächlich nicht gezahlte Einmalzahlungen bzw. dadurch bedingte Überschreitungen von Entgeltgrenzen müssen Sie deshalb keine Nachzahlungen mehr befürchten. Machen Sie Mitarbeiter, bei denen es auf Entgeltgrenzen ankommt, darauf aufmerksam. Unter Umständen werden diese freiwillig auf bestimmte Einmalzahlungen verzichten wollen, um z. B. ihren Minijob nicht zu gefährden.

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