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Lohnsteuer runter: Wie Sie bei Zuschlägen für Steuer- und Beitragsfreiheit sorgen

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Lohnsteuer

Von Günter Stein,

Erhalten Mitarbeiter Ihres Unternehmens Sonntags-, Feiertags- und/oder Nachtarbeitszuschläge, fallen steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Behandlung auseinander. Beachten Sie aber die geltenden Vorgaben, erhalten Mitarbeiter steuer- und beitragsfreie Zuschläge.

Erhalten Mitarbeiter Ihres Unternehmens Sonntags-, Feiertags- und/oder Nachtarbeitszuschläge, fallen steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Behandlung auseinander. Beachten Sie aber die geltenden Vorgaben, erhalten Mitarbeiter steuer- und beitragsfreie Zuschläge.

Zuschläge für die tatsächlich geleistete Arbeit an Feiertagen, Sonntagen oder nachts sind steuerfrei, soweit das Grundentgelt 50 € pro Stunde nicht übersteigt. Sie sind außerdem beitragsfrei (und zählen nicht zum Arbeitsentgelt), wenn

  • sie steuerfrei sind und
  • das Grundentgelt pro Stunde 25 € nicht überschreitet (§ 1 Nr. 1 Sozialversicherungsentgeltverordnung (SvEV)).

 

Wann Sie von Steuerfreiheit ausgehen

Erste Voraussetzung für die Beitragsfreiheit der Zulagen ist die Steuerfreiheit. Die Zulagen für die Arbeit an Feiertagen, Sonntagen und für Nachtarbeit sind aber wiederum nicht in unbegrenzter Höhe steuerfrei.

1. Diese Beträge dürfen Sie maximal für Sonn- und Feiertagsarbeit zahlen:

  • für Arbeit am Sonntag (0.00–24.00 Uhr) 50 % des Grundlohns
  • für Arbeit am 31.12. (14.00–24.00 Uhr) und an gesetzlichen Feiertagen (0.00– 24.00 Uhr) 125 % des Grundlohns
  • für Arbeit am 24.12. (14.00–24.00 Uhr) und am 25.12., 26.12. sowie am 1.5. 150 % des Grundlohns

Treffen Feiertags- und Sonntagsarbeit zusammen, sind nicht beide Zuschläge nebeneinander steuerfrei möglich. Ihr Unternehmen hat aber die Möglichkeit, den für den Arbeitnehmer günstigeren Feiertagszuschlag zu wählen.

Beispiel: Der 3.10.2010 war gleichzeitig ein Sonntag und ein gesetzlicher Feiertag. Ein Mitarbeiter durfte deshalb 125 % seines Grundlohns zusätzlich steuer- und sozialabgabenfrei verdienen.

2. Folgende Beträge dürfen Sie maximal für Nachtarbeit zahlen:

  • grundsätzlich 25 % des Grundlohns für die Zeit von 20.00 bis 0.00 Uhr und von 4.00 bis 6.00 Uhr
  • für die Zeit von 0.00 bis 4.00 Uhr 40 %

Trifft Nachtarbeit mit Sonn- oder Feiertagsarbeit zusammen, sind beide Zuschlagsarten gleichzeitig steuerfrei möglich.

Beispiel: Ein Mitarbeiter Ihres Unternehmens hat in der Nacht des 1.1.2010 von 0.00 bis 4.00 Uhr gearbeitet. Er kann zusätzlich zu seinem üblichen Entgelt 125 % + 40 % seines Grundlohns verdienen.

Sie sehen: Lohnsteuer und Beiträge sparen ist gar nicht so schwer.

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