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Entgelterhöhungen gibt das Budget eines Unternehmens nicht immer her – zudem bleibt den Beschäftigten nach Abzug von Lohnsteuer und...

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Lohnsteuer: So federn Sie den Wunsch nach Gehaltserhöhung steuerlich elegant ab

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Von Günter Stein,

Die Frage: Bei uns stehen wieder die Jahresgespräche mit den Mitarbeitern an? Dass dabei der Wunsch nach einer Gehaltserhöhung geäußert wird – das ist beinahe so sicher wie das Amen in der Kirche. Das Ärgerliche nur: Jede Lohnerhöhung ist teuer. Eigentlich fehlt uns der Spielraum.

Wissen Sie eine elegante Lösung?

Lohnsteuer: Elegante Lösung für eine Gehaltserhöhung

Die Antwort: Mein Vorschlag: Laptop und PC. Das heißt: Wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Ihnen kommen und sich eine Lohnerhöhung wünschen, machen Sie einen Gegenvorschlag: Sie stellen dem Mitarbeiter kostenlos etwas zur Verfügung, z. B. einen PC oder Laptop für zu Hause! Diese Lösung wird auch von der Bundesregierung unterstützt. Selbst das Finanzministerium hat sich zum MPP (Mitarbeiter-PC-Programm) positiv geäußert (BMF-Schreiben vom 10.08.2005, ohne Aktenzeichen).

Lohnsteuer: Den PC nicht verschenken, nur die Nutzung erlauben

Die lohnsteuerlichen Konsequenzen richten sich danach, ob Sie einen PC an Ihre Mitarbeiter verschenken oder ihm lediglich die Nutzung gestatten. Unterscheiden Sie die beiden nachfolgenden Grundfälle:

  1. Wenn Sie die Geräte verschenken, wenden Sie Ihrem Mitarbeiter einen lohnsteuerlichen Vorteil zu, der zu versteuern ist. Die Wertermittlung stelle ich Ihnen weiter unten vor.
  2. Gestatten Sie Ihrem Mitarbeiter lediglich die Nutzung dieser Geräte, fällt weder Lohnsteuer noch Sozialversicherung an. Weiterhin gehören diese Geräte zu Ihrem Betriebsvermögen und Sie können nach wie vor die Abschreibung in Anspruch nehmen.

Tipp deshalb: Machen Sie von dieser zweiten Möglichkeit Gebrauch.

Wie alt der Computer oder der Laptop ist, den Sie Ihrem Mitarbeiter zur Verfügung stellen wollen, ist für die Lohnsteuer vollkommen bedeutungslos. Sie allein entscheiden, ob Ihr Mitarbeiter ein altes oder ein neues Gerät erhält. Ein weiterer Nachweis (z. B. für den Gebrauch des PCs) für dienstliche Zwecke durch den Arbeitnehmer zu Hause ist nicht erforderlich. Schenken Sie oder verkaufen Sie das Gerät verbilligt, ergeben sich naturgemäß Unterschiede bei der Ermittlung des geldwerten Vorteils. Zunächst ermitteln Sie den aktuellen Marktwert des jeweiligen Computers. Orientieren Sie sich dabei an den Preisen in Ihrer Umgebung. Liegt der Marktpreis beispielsweise bei 700 €, gehen Sie von einer Bemessungsgrundlage von 672 € (700 € x 96 %) aus. Da Sie kein gewerblicher Computerhändler sind, erlaubt Ihnen der Gesetzgeber in § 8 EStG, den Wert nur mit 96 % anzusetzen

Lohnsteuer: Steuerfreiheit auch für Internet, Telefon und Co.

Sie haben auch die Möglichkeit, die Kosten für Telefon und Internet für Ihre Mitarbeiter vollständig zu übernehmen. Dies ist steuer- und sozialversicherungsfrei.

Beispiel: Gehaltserhöhung oder Übernahme der Telefonkosten? Sie stehen vor der Wahl, entweder das Gehalt eines Mitarbeiters um 100 € zu erhöhen oder seine privaten Internet- und Telefonkosten zu übernehmen. Die nachfolgende Beispielrechnung zeigt, wie beide profitieren:

Barlohn

Übernahme der Kosten

Gehalt

100 €

Telefon

100 €

Summe

100 €

100 €

Arbeitgeberanteile Sozialversicherung (21 %)

21 €

0 €

Kosten Arbeitgeber

121 €

100 €

Netto verbleibt beim Arbeitnehmer
(bei 30 % Steuern und 21 % Sozialversicherung)

49 €

Sie sehen in dem Beispiel: Von der monatlichen Gehaltserhöhung von 100 € verbleiben beim Mitarbeiter lediglich 49 €. Die Erhöhung kostet Sie monatlich 21 € Sozialabgaben – und damit insgesamt 121 €. Würden Sie die Kosten für Internet und Telefon in Höhe von 100 € im Monat übernehmen, kostet dies keine weitere Sozialversicherung. Der Mitarbeiter profitiert von dieser Regelung doppelt: Um 100 € netto zu erhalten, muss er die Sozialversicherung und den Steuerabzug hinzurechnen. Im Beispielsfall sind dies 51%, so dass sein Gehalt brutto 204 € betragen müsste, um 100 € (204 € – 51 % Abzüge) netto zu erhalten.

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