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Lohnsteuer und Fußball: Warum Sie auch an den Fiskus denken müssen

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Von Günter Stein,

Natürlich fragt sich so mancher Arbeitnehmer während der Fußball-WM, ob es ein Recht auf Sonderurlaub oder Freistellung während der Nachmittagsspiele gibt. Heute sicherlich ein ganz brennendes Thema, schließlich spielt die deutsche Nationalmannschaft.

Doch gerade weil es ein solches Recht auf Freistellung oder Sonderurlaub eben nicht gibt, kann sich für den Arbeitgeber hieraus eine lohnsteuerliche Konsequenz ergeben. Dann nämlich, wenn er beim Verfolgen der Spiele während der Arbeitszeit zu großzügig ist. Denn daraus kann, ob Sie es nun glauben, oder nicht, ein geldwerter Vorteil entstehen.

Die gute Nachricht vorweg:

Bietet der Arbeitgeber eine Übertragung einiger WM-Spiele für die gesamte Belegschaft an, indem er kostenlos Fernsehbildschirme oder eine Großleinwand im Pausenraum zur Verfügung stellt, muss dies noch nicht zwingend zu lohnsteuerrechtlichen Konsequenzen führen.

Doch wie sieht dies mit Snacks und Co. aus?

Das Angebot für die kostenlose Gelegenheit zum gemeinsamen „WM-Feeling“ fällt lohnsteuerlich unter die Rubrik „freiwillige Sachzuwendung“. Aber:

Da es sich hier – ähnlich wie bei den Snacks bei der Arbeitssitzung – um eine steuerfreie Aufmerksamkeit mit einem Vorteil von weniger als 40 Euro handelt, kann diese Großzügigkeit ohne Steuerlast gewährt werden.

Tipp:

Sollte später trotzdem einmal ein Betriebsprüfer kritische Fragen stellen, können Sie mit „eigenbetrieblichem Interesse“ argumentieren. Denn schließlich möchte der Arbeitgeber mit seinem Angebot und der kostenlosen Fernsehmöglichkeit lediglich erreichen, dass die Arbeitsabläufe während der WM möglichst nicht gestört werden.

Vorsicht bei großzügigeren Angeboten!

Geht ein Arbeitgeber allerdings so weit, dass er der Belegschaft nicht nur Fernsehbildschirme und vielleicht kleine Snacks anbietet, sondern etwa für die Spiele am Abend und am Wochenende noch Speisen und Getränke anbietet, überschreitet dies sehr schnell die Grenzen zum steuerpflichtigen geldwerten Vorteil.

Hinweis:

Das ist generell dann der Fall, wenn die Zuwendung pro Person mehr als 110 Euro inklusive Umsatzsteuer beträgt.

Sponsert der Arbeitgeber seinem Arbeitgeber für die QM auch noch einen neuen Fernseher, gibt es eine gute und eine schlechte Variante:

  • Steuerpflichtig wäre ein Geldgeschenk hierfür.
  • Steuerfrei ist ein Arbeitgeberdarlehen bis 2.600 Euro hierfür.

Ist der Arbeitgeber selbst in der Elektrobranche tätig und verkauf üblicherweise Fernseher, kann er die Geräte seinen Mitarbeitern bis zu einem Preis von 1.080 Euro sogar kostenlos überlassen – ohne das Steuern anfallen.

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