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Entgelterhöhungen gibt das Budget eines Unternehmens nicht immer her – zudem bleibt den Beschäftigten nach Abzug von Lohnsteuer und...

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Lohnsteuer: Warum Sie wieder an die März-Klausel denken müssen

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Lohn Gehalt Lohnsteuer

Von Günter Stein,

Wenn Arbeitnehmer Einmalzahlungen erhalten, werden diese in Bezug auf Lohnsteuer und Sozialabgaben immer in dem Monat berücksichtigt, in dem sie ausgezahlt werden.

Für diese Regel gilt jetzt – in den ersten 3 Monaten des Jahres – aber eine Ausnahme:

Einmalzahlungen, die zusammen mit dem laufenden Jahresarbeitsentgelt die anteilige Beitragsbemessungsgrenze (BBG) überschreiten, zählen zum letzten Entgeltabrechnungszeitraum des Vorjahres.

Einmalzahlungen: Wann Sie die Märzklausel beachten müssen

Diese Besonderheit, Märzklausel genannt, müssen Sie jetzt wieder beachten, wenn folgende Voraussetzungen vorliegen:

  1. Es geht um einen Mitarbeiter, der bereits im Jahr 2008 in Ihrem Unternehmen versicherungspflichtig gearbeitet hat.
  2. Dieser erhält im Zeitraum vom 1.1. bis 31.3.2009 einmaliges Arbeitsentgelt ausgezahlt (wie z. B. eine Prämie).
  3. Die Einmalzahlung überschreitet zusammen mit dem laufenden Arbeitsentgelt die anteilige Jahresbeitragsbemessungsgrenze<wbr />, die von Januar 2009 bis zum Auszahlungsmonat gilt.

Einmalzahlungen: Wann die Märzklausel zum Tragen kommt

Berechnungsbeispiel: Ein Mitarbeiter ist in Ihrem Unternehmen seit 2 Jahren versicherungspflichtig beschäftigt und erhält ein laufendes Arbeitsentgelt von 4.000 Euro monatlich. Im Februar 2009 bekommt er außerdem eine Gratifikation in Höhe von 2.000 Euro. Um feststellen zu können, ob hier die Märzklausel zum Tragen kommt, gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Schritt: Bilden Sie zunächst alle anteiligen Jahresbeitragsbemessungsgrenze<wbr />n
  2. Schritt: Berechnen Sie das beitragspflichtige Gesamtentgelt des Mitarbeiters bis einschließlich Februar 2009 ohne Einmalzahlung. Dieses beträgt 4.000 Euro x 2 Monate = 8.000 Euro.
  3. Schritt: Stellen Sie fest, ob die Märzklausel Anwendung findet

Die Differenz zwischen der anteiligen Jahresbeitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung und dem Gesamtarbeitsentgelt entscheidet nun über die Zuordnung bei krankenversicherungspflichtige<wbr />n Mitarbeitern.


Einmalzahlungen: Bei Einmalzahlungen steckt der Teufel im Detail

Im Berechnungsbeispiel übersteigt das Gesamtarbeitsentgelt die anteilige BBG in der KV/PV. Ist die Einmalzahlung höher als dieser Betrag (das ist hier der Fall), ordnen Sie die Einmalzahlung dem Vorjahr, also dem Jahr 2009, zu. Das gilt dann auch für die Renten- und Arbeitslosenversicherungsbeitr<wbr />äge. Ist der Mitarbeiter dagegen krankenversicherungsfrei, ziehen Sie zur Beurteilung die anteilige Jahres-BBG aus der Rentenversicherung heran.

Sie sehen: Auch bei Einmalzahlungen steckt der Teufel im Detail. Sie können sich die ganze Rechenarbeit aber auch sparen: Warten Sie mit der Auszahlung bis April. Dann geht es einfach – und schnell!

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