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Lohnsteuer: Was Sie bei der pauschalen Einkommensteuer für Sachzuwendungen beachten müssen

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Von Günter Stein,

Mit § 37b Einkommensteuergesetz (EStG) wurde eine weitere Pauschalbesteuerung geschaffen. Sie können als Zuwendender seit 2007 die Einkommensteuer auf Sachzuwendungen an Arbeitnehmer oder Nichtarbeitnehmer mit einem Steuersatz von 30 % pauschal übernehmen und abführen.

Die pauschale Einkommensteuer melden Sie als Lohn steuer zusammen mit Ihrer übrigen Lohnsteuer bei Ihrem Betriebsstättenfinanzamt an. Ein Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 29.4.2008, Az.: IV B 2 – S 2297 – b/07/0001, regelt dazu Folgendes:

Lohnsteuer: Wahlmöglichkeiten bei der Pauschalsteuer

Zuwendender kann jede natürliche oder juristische Person sein. Machen Sie von der Wahlmöglichkeit der Pauschalsteuer Gebrauch, sind Sie Steuerpflichtiger (§ 33 Abgabenordnung (AO)). Zuwendungsempfänger können Ihre Arbeitnehmer sowie Dritte sein.

Beispiele: AGs, GmbHs, Aufsichtsräte u. a.

Begünstigte Zuwendungen an Ihre eigenen Arbeitnehmer sind nur Sachbezüge, die Sie mit dem üblichen Endpreis am Abgabeort bewerten müssen. Nicht begünstigt sind folgende Zuwendungen:

  • Ihre Arbeitnehmer nutzen ein Firmenfahrzeug privat und für Fahrten zur Arbeit.
  • Ihre Arbeitnehmer erhalten Sachbezüge, die Sie mit amtlichen Sachbezugswerten oder mit Durchschnittssätzen bewerten müssen.
  • Ihre Arbeitnehmer erhalten mit dem Rabattfreibetrag begünstigte Waren oder Dienstleistungen Ihrer Angebotspalette.
  • Sachbezüge, die Sie mit 25% oder 15 % pauschal versteuern dürfen (§ 40 Abs. 2 EStG); das sind z. B. geldwerte Vorteile aus arbeitstäglichen Mahlzeiten, bei Betriebsveranstaltungen, aus der Überlassung von PCs und der Nutzung eines Firmenfahrzeugs oder eines Firmentickets für Fahrten zur Arbeit.

Tipp: Für Sachbe züge, die Sie mit einem individuellen Durchschnittsnettosteuersatz besteuern dürfen (§ 40 Abs. 1 EStG), können Sie stattdessen die Pauschalierung der Einkommensteuer mit 30 % wählen.

Lohnsteuer: Wahlrecht zur Pauschalierung der Einkommensteuer

Sie müssen die Pauschalierung der Einkommensteuer einheitlich für alle innerhalb eines Wirtschaftsjahres gewährten Zuwendungen wählen. Ausnahmen:

  1. Die die Höchstbeträge übersteigenden Zuwendungen versteuern Sie individuell.
  2. Sie können für Zuwendungen an Dritte und an eigene Arbeitnehmer die Pauschalierung der Einkommensteuer jeweils gesondert anwenden.

Wichtig: Ihre Entschei dung zur Pauschalierung der Einkommensteuer können Sie nicht zurücknehmen. Zeitpunkt der Wahl Sie müssen sich bei Zuwendungen an Dritte spätestens in der letzten Lohnsteuer-Anmeldung des Wirtschaftsjahres der Zuwendung für die Pauschalierung der Einkommensteuer entscheiden.

Vorangegangene Lohnsteuer-Anmeldungen nicht berichtigen

Tipp: Sie brauchen die vorangegangenen einzelnen Lohnsteuer- Anmeldungen der Zuflussmonate nicht zu berichtigen. Für Zuwendungen an Ihre Arbeitnehmer müssen Sie sich spätestens bis zum 28.2. des Folgejahres für die Pauschalierung der Einkommensteuer entscheiden. Der Endtermin gilt auch, wenn Ihr Arbeitnehmer während des laufenden Kalender jahres ausscheidet.

Wichtig: Können Sie den Lohnsteuerabzug zum Zeit punkt der Ausübung des Wahlrechts nicht mehr ändern? Dann stellen Sie Ihrem Arbeit nehmer eine Bescheinigung über die Pauschalierung der Einkommensteuer aus (§ 37b Abs. 2 EStG). Die Korrektur beantragt Ihr Arbeitnehmer dann im Veranlagungsverfahren.

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