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Entgelterhöhungen gibt das Budget eines Unternehmens nicht immer her – zudem bleibt den Beschäftigten nach Abzug von Lohnsteuer und...

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Lohnsteuer: Wie Sie Ihre Mitarbeiter trotz magerer Zeiten belohnen können

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Von Günter Stein,

Gehaltserhöhungen werden zurzeit in den meisten Unternehmen nicht gern genehmigt. Die wirtschaftliche Entwicklung ist für die nächste Zeit kaum prognostizierbar. Da schalten viele Unternehmenslenker einen Gang runter.

Und: Wenn Sie einem Mitarbeiter 100 €Gehaltserhöhung geben, hat er letztendlich 40 €auf der Hand. Ihr Unternehmen zahlt für diese 40 €mit Lohnnebenkosten aber tatsächlich 120 €. Wie aber können Sie die Leistungen Ihrer starken Mitarbeiter auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zusätzlich honorieren? Hier einige Möglichkeiten, die für Ihre Mitarbeiter steuer- und sozialabgabenfrei sind:

Lohnsteuer: Wie Sie Ihre Mitarbeiter belohnen können

1. Erholungsbeihilfe. Damit können Sie Ihren Leistungsträgern eine zusätzliche Finanzspritze zum Urlaub gewähren. Und zwar: bis zu 156 € für jeden Mitarbeiter, noch einmal 104 € für seinen Ehepartner und 52 € für jedes Kind. Ihr Unternehmen muss die Summe mit 25 % pauschal versteuern. Der Mitarbeiter muss Ihnen aber die Rechnungen aus seinem Urlaub vorlegen.

2. Kinderbetreuungskosten. Diese Variante ist sowohl für Ihren Mitarbeiter als auch für Ihr Unternehmen völlig steuer- und abgabenfrei. Wenn Ihr Mitarbeiter Kinder hat, die noch nicht im schulpflichtigen Alter sind, kann Ihr Unternehmen die Kosten für den Kindergarten, die Kinderkrippe oder die Tagesmutter übernehmen.

Lohnsteuer: Benzingutscheine ohne expliziten Geldbetrag

3. Benzin- oder Warengutscheine. Als sogenannte Sachbezüge erhält Ihr Mitarbeiter Gutscheine für Benzin oder Waren. Auf den Gutscheinen darf kein Geldbetrag stehen und die Summe der Leistung darf im Monat den Gegenwert von 44 € nicht übersteigen. Liegt der Gegenwert nur 1 Cent über dieser steuerlichen Freigrenze, fällt für den Gesamtbetrag die volle Steuerpflicht an.

4. Essensmarken. Ihr Unternehmen kann jedem Mitarbeiter einen steuerund beitragsfreien Zuschuss zum täglichen Mittagessen z. B. in einer Gasstätte gewähren. Allerdings: Der Verrechnungswert der Essensmarke darf 5,83 € nicht überschreiten. An diesem Betrag muss sich der Mitarbeiter seit 1.1.09 mit 2,73 €aus seinem Nettoentgelt beteiligen. Der Gegenwert der Essensmarke setzt sich also zusammen aus 3,10 € (Arbeitgeberzuschuss) + 2,73 € (Mitarbeiteranteil). Ist der Verrechnungswert der Essensmarke größer als 5,83 €, muss er voll als geldwerter Vorteil versteuert werden.

5. Geschenke. Wenn Sie Ihren Mitarbeitern eine kleine Aufmerksamkeit zukommen lassen wollen, wie z. B. einen Blumenstrauß, ein Parfum oder Ähnliches, ist dies bis zu einem Betrag von 40 € pro Jahr steuerfrei.

Lohnsteuer: Erhöhte Arbeitnehmersparzulage

6. Mitarbeiterkapitalbeteiligung – neu seit 2009: Die Arbeitnehmersparzulage wurde von bisher 18 auf 20 % erhöht und die Einkommensgrenze, bis zu der die Sparzulage gezahlt wird, von 17.900 auf 20.000 € (für Ledige) angehoben. Bei Verheirateten gilt eine doppelt so hohe Einkommensgrenze. Der steuer- und sozialversicherungsfreie Höchstbetrag für die Überlassung von Mitarbeiterbeteiligungen am Unternehmen wurde zudem von 135 auf 360 € angehoben.

7. Weiterbildung. Berufliche Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen sind immer dann steuerfrei, wenn die Maßnahmen im überwiegenden Interesse des Arbeitgebers durchgeführt werden und die Einsatzfähigkeit des Mitarbeiters im Betrieb erhöhen.

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