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Entgelterhöhungen gibt das Budget eines Unternehmens nicht immer her – zudem bleibt den Beschäftigten nach Abzug von Lohnsteuer und...

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Mit einer Mitarbeiterbeteiligung sparen Sie Zinsen – und motivieren

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Lohn Gehalt Lohnabrechung

Von Günter Stein,

Die Beteiligung der Mitarbeiter am Gewinn oder Kapital des Unternehmens ist hierzulande noch nicht sonderlich populär. Nur zwei Prozent aller Betriebe beteiligen ihre Mitarbeiter bislang am Kapital und neun Prozent am Gewinn.

Die Bundesregierung bastelt gerade an steuerlichen Anreizen, um mehr Betriebe dazu zu verleiten.

Das Gesetz zur steuerlichen Förderung der Mitarbeiterkapitalbeteiligung soll am 1.4.2009 rückwirkend ab dem Jahresbeginn 2009 in Kraft treten. Dass mehr Unternehmen ihre Mitarbeiter beteiligen, will die Regierung beispielsweise durch Anpassungen bei der Arbeitnehmersparzulage für vermögenswirksame Leistungen erreichen, die in betrieblichen oder außerbetrieblichen Beteiligungen angelegt werden.

Bieten Sie die Beteiligung am besten allen Mitarbeitern an

Als Leiter der Finanzbuchhaltung können Sie sich gegenüber der Geschäftsleitung profilieren, wenn Sie ihr neue Finanzierungsmöglichkeiten aufzeigen. Statt sich Geld bei Banken zu leihen, kann sich Ihr Unternehmen das Geld genauso gut bei den Mitarbeitern leihen. Das hat Vorteile für das Unternehmen und für die Mitarbeiter.

Ihr Unternehmen steigert sein Eigenkapital und verbessert seine Liquidität. Dadurch steht mehr Geld für Investitionen zur Verfügung. Mitarbeiter, die am wirtschaftlichen Erfolg oder Misserfolg Ihres Unternehmens beteiligt werden, sind produktiver. Sie können davon ausgehen, dass Ihre Mitarbeiter sich nun noch mehr anstrengen und verantwortungsbewusster handeln als zuvor. Schließlich arbeiten sie nun zum Teil auf eigene Rechnung. Außerdem binden sich Mitarbeiter mit einer Beteiligung stärker an ihr Unternehmen. Das Wir-Gefühl steigt enorm. Die Fluktuation sinkt - das ist gut für Ihr Unternehmen.

Tipp: Beraten Sie die Geschäftsführung dahingehend, dass Sie das Beteiligungsmodell allen Mitarbeitern anbietet und nicht nur den Führungskräften. Der Neid-Faktor ist dafür zu groß.

Ihre Mitarbeiter arbeiten zumindest teilweise auf eigene Rechnung

Ihre Mitarbeiter wiederum freuen sich über zusätzliche Einnahmen aus Kapitalvermögen. Die Zinserträge werden zusätzlich zum Arbeitslohn gezahlt. Wer seine Kapitalfreibeträge bisher nicht ausschöpft, kassiert sie steuerfrei. Die zusätzlichen Zinserträge können die Mitarbeiter gut zum Auf- oder Ausbau einer zusätzlichen Altersvorsorge verwenden.

Wenn Ihre Mitarbeiter beispielsweise ihre vermögenswirksamen Leistungen in Ihrem Unternehmen anlegen, können sie hierfür die Arbeitnehmersparzulage in Anspruch nehmen – von 2009 an 20 Prozent der vermögenswirksamen Leistung als staatlicher Zuschuss. Auch immateriell werden Ihre Mitarbeiter entlohnt: durch höhere Arbeitszufriedenheit. Sie arbeiten nun nicht mehr nur für einen Fremden, sondern auch für das eigene Portemonnaie.

Fünf Beteiligungsmodelle im Überblick

Für die Beteiligung Ihrer Mitarbeiter am Unternehmen gibt es zahlreiche verschiedene Modelle. Die verschiedenen Beteiligungsmodelle im Überblick.

MitarbeiterdarlehenDas Unternehmen leiht sich Geld von seinen Mitarbeitern. Statt Zinsen an die Bank zu zahlen, fließt das Geld an die Mitarbeiter zurück. In Ihrer Bilanz weisen Sie die Mitarbeiterdarlehen als Fremdkapital aus. Die Kosten können Sie uneingeschränkt als Betriebsausgaben abziehen. Das geliehene Geld müssen Sie nach dem Kreditwesengesetz (KWG) gegen Insolvenz absichern.Alle UnternehmenBelegschaftsaktien / AktienoptionenDie Beschäftigten erhalten in Ihrem Unternehmen das Recht, zu einem bestimmten Zeitpunkt Aktien zu einem bestimmten Kurs zu kaufen oder zu verkaufen. Für Ihre Geschäftsleitung ist das Modell besonders vorteilhaft, weil sie damit langfristig Kapital schafft. Die Aktien können gehandelt, aber nicht gekündigt werden. Das Geld bleibt damit im Unternehmen. Die Belegschaftsaktie eignet sich besonders für die breite Streuung bei Ihren Beschäftigten.AktiengesellschaftenGmbH-AnteileGmbHs können ihre Mitarbeiter zu Gesellschaftern machen – und damit zu Miteigentümern. Mit dem Erwerb sind die Mitarbeiter dann in voller Höhe an Gewinn oder Verlust Ihres Unternehmens beteiligt. Sie sollten von diesem Modell in der Praxis nur in besonders gelagerten Fällen Gebrauch machen.GmbHsGenussrechteDie Ausgabe von Genussrechten ist eine reine Kapitalüberlassung. Die Mitarbeiter verpflichten sich, Kapital zur Verfügung zu stellen und erhalten dafür von ihrer Firma beispielsweise eine gewinnabhängige Vergütung. Der besondere Vorteil dieses Modells: Die Beschäftigten erhalten keine Rechte am Unternehmen.Alle UnternehmenStille BeteiligungHierbei beteiligen sich die Beschäftigten durch eine Vermögenseinlage an Ihrem Unternehmen. Da es sich hierbei um eine rein interne Angelegenheit handelt, können Außenstehende dies nicht erkennen. Die Mitarbeiter erhalten hierbei einen Gewinnanteil – keinen Zins.Eine indirekte Beteiligung der Mitarbeiter ist eine Sonderform der stillen Beteiligung. Die Mitarbeiter sind dabei nur indirekt, zum Beispiel über eine Beteiligungsgesellschaft an Ihrem Arbeitgeber beteiligt.Alle Unternehmen

Tipp : Wollen Sie vor allem die Eigenkapitalquote Ihres Unternehmens mit der Beteiligung verbessern, bieten sich vor allem Belegschaftsaktien, GmbH-Anteile, eine stille Beteiligung oder Genussrechte an. Um die Motivation und Bindung Ihrer Mitarbeiter an Ihr Unternehmen zu erhöhen, kommen vor allem Belegschaftsaktien, GmbH-Anteile oder eine Mitarbeitergesellschaft in Frage.

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