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Neuregelung 2010: So funktioniert das Faktorverfahren beim Lohnsteuerabzug

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Lohnsteuer Ehegatte Lohnsteuerabzug

Von Günter Stein,

Ab dem Kalenderjahr 2010 können sich Arbeitnehmer-Ehegatten auf ihren Lohnsteuerkarten anstelle der Steuerklassenkombination III/V die Steuerklassenkombination IV-Faktor/IV-Faktor eintragen lassen (§ 39f Einkommensteuergesetz – EStG). Voraussetzung: Es muss sich ein Faktor ergeben, der kleiner als 1 ist.

Ab dem Kalenderjahr 2010 können sich Arbeitnehmer-Ehegatten auf ihren Lohnsteuerkarten anstelle der Steuerklassenkombination III/V die Steuerklassenkombination IV-Faktor/IV-Faktor eintragen lassen (§ 39f Einkommensteuergesetz – EStG). Voraussetzung: Es muss sich ein Faktor ergeben, der kleiner als 1 ist.

Durch das Faktorverfahren wird erreicht, dass beim jeweiligen Ehegatten mindestens die ihm persönlich zustehenden tariflichen Freibeträge berücksichtigt werden. Das sind insbesondere der Grundfreibetrag, die Vorsorgepauschale und die Kinderermäßigungen.

Lohnsteuer - Finanzämter:

Die Finanzämter berechnen zu diesem Zweck auf Antrag der Ehegatten unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Einkommensteuer und der Summe der Lohnsteuerabzugsbeträge einen Faktor. Sie als Arbeitgeber berücksichtigen diesen Faktor bei der Lohnsteuerberechnung nach der Steuerklasse IV.

Lohnsteuer - Ehegatten:

Die Ehegatten müssen die Eintragung des Faktors im Rahmen des Lohnsteuer-Ermäßigungsverfahrens beantragen. Mit dem Faktor „X : Y“, dargestellt als Null mit 3 Nachkommastellen, wird dann die Lohnsteuer der Steuerklasse IV erhoben, jedoch gemindert entsprechend der Wirkung des Splittingverfahrens. „Y“ ist die Einkommensteuer für beide Ehegatten nach dem Splittingverfahren. „X“ ist die Summe der Lohnsteuer bei Anwendung jeweils der Steuerklasse IV.

Ihre Arbeitnehmer können auch über die tariflichen Freibeträge hinausgehende steuermindernde Beträge berücksichtigt erhalten. Das ist grundsätzlich im Rahmen der dafür vorgesehenen Eintragung eines Frei- oder Hinzurechnungsbetrags auf der Lohnsteuerkarte möglich.

In Verbindung mit dem Faktorverfahren werden die Freibeträge aber schon bei der Ermittlung der Gesamtsteuer nach dem Splittingverfahren (Y) einbezogen. Sie werden damit bereits über den Faktor beim Lohnsteuerabzug berücksichtigt. Daher ist die Eintragung eines Freibetrags neben dem Faktor für denselben Zeitraum ausgeschlossen.

Lohnsteuer - So funktioniert es in der Praxis – ein Beispiel:

  • Ehemann 30.000 €, Lohnsteuer Steuerklasse IV: 4.608 €.
  • Ehefrau 10.000 €, Lohnsteuer Steuerklasse IV: 0 €.
  • Summe Gesamtsteuer IV/IV: 4.608 € (X).

Das Finanzamt rechnet eine Gesamtsteuer im Splittingverfahren von 4.000 € aus (Y). Es trägt als Faktor (4.000/ 4.608 =) 0,868 auf den Lohnsteuerkarten der Ehegatten jeweils neben „Steuerklasse IV“ ein.

Sie wenden auf den Arbeitslohn des Ehemanns von 30.000 € die Steuerklasse IV an und ermitteln die Jahreslohnsteuer mit 4.608 € x 0,868 = 3.999,74 €.

Der Arbeitgeber der Ehefrau wendet auf den Arbeitslohn von 10.000 € ebenfalls die Steuerklasse IV an: 0 € x 0,868 = 0 €.

Die Summe der Lohnsteuer für die Ehegatten beträgt im Steuerabzugsverfahren (3.999,74 € + 0 € =) 3.999,74 €. Sie entspricht in etwa der Gesamtsteuer für die Arbeitslöhne im Splittingverfahren.

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