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Sachbezüge 2010: Wie großzügig der Fiskus doch sein kann

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Von Günter Stein,

Wenn Arbeitnehmer vom Arbeitgeber Waren oder Dienstleistungen erhalten, sind diese lohnsteuerpflichtig. Schließlich hält der Fiskus nun mal gerne die Hand auf. Da macht er bei diesen sogenannten Sachbezügen keine Ausnahme!

Auch 2010 wird Sie dieses Thema beschäftigen. Denn eigentlich ist die Lage doch klar:

Wenn Arbeitnehmer vom Arbeitgeber Waren oder Dienstleistungen erhalten, sind diese lohnsteuerpflichtig. Schließlich hält der Fiskus nun mal gerne die Hand auf. Da macht er bei diesen sogenannten Sachbezügen keine Ausnahme!

Allerdings will er auch im kommenden Jahr die Arbeitnehmer nicht ganz im Regen stehen lassen, und gewährt „großzügige“ Nachlässe auf die Steuerlast. Im Klartext:

Wenn der Arbeitnehmer Waren erhält, die der Arbeitgeber selber liefert, erbringt oder herstellt (zum Verkauf an Kunden) – dann wird zur Berechnung des lohnsteuerpflichtigen Teils dieses Sachbezugs auch 2010 wieder nicht der volle Preis herangezogen, sondern nur 96% des Preises, zu dem die Ware ansonsten an einen Fremdkunden verkauft würde.

Beispiel:

  • Ware kostet 100 Euro.
  • Grundlage für Lohnsteuerberechnung sind damit 100 Euro minus 4 Euro Rabatt = 96 Euro
  • Bei einem persönlichen Steuersatz von 30 Prozent müssen Sie für den Arbeitnehmer damit also nicht 30 % von 100 Euro = 30 Euro für die Sachzuwendung abführen, sondern lediglich 30 % von 96 Euro, also nur 28,80 Euro. Da lässt sich der Fiskus nicht lumpen…

Natürlich führt dieses äußerst großzügige Entgegenkommen in der Praxis hin und wieder zu Streitigkeiten – wie auch das ganz neue Urteil des Bundesfinanzhof (Urteil vom 1.10.2009, Az. VI R 22/07) zeigt:

Gestritten wurde um die Frage: „Wann gilt denn eine Ware als selbst hergestellt, geliefert oder erbracht?“ Muss der Arbeitgeber die nun ganz herstellen, oder reicht es, wenn er sie nur teilweise herstellt, damit die Mitarbeiter diesen großzügigen Steuervorteil nutzen können.

Die BFH-Richter kommen in ihrem Urteil zumindest zur Auffassung, dass der Arbeitgeber die Ware nicht unbedingt selbst produzieren oder für einen Dritten nach dessen Vorgaben und Plänen produzieren lassen muss. Das heißt:

Es reicht schon aus, wenn er „wichtige Beiträge zur Herstellung der Ware“ bringt. Was nach Meinung der Richter bedeutet: „Dem Arbeitgeber muss der Herstellungsprozess zugerechnet werden können. Ein Handschlag reicht da nicht aus.“

Im Klartext:

Solange mit halbwegs gutem Gewissen den Arbeitgeber als „Hersteller“ bezeichnen kann, geht der 4%-Rabatt in Ordnung.

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