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Tschüss Elena – die hässliche Braut stirbt einsam

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ELENA

Von Günter Stein,

ELENA war von Anfang an ein hässliches Konstrukt. Ungeliebt und einsam. Nun stirbt sie. Verbittert und ungeliebt … So etwa lässt sich die Geschichte des Datenmonsters zusammenfassen, das noch im Laufe des Jahres beerdigt wird. Bundeswirtschaftsministerium und Bundesministerium für Arbeit haben entschieden: es ist Zeit, das ungeliebte Kinds zu Grabe zu tragen. Doch Achtung:Merke:

ELENA war von Anfang an ein hässliches Konstrukt. Ungeliebt und einsam. Nun stirbt sie. Verbittert und ungeliebt … So etwa lässt sich die Geschichte des Datenmonsters zusammenfassen, das noch im Laufe des Jahres beerdigt wird. Bundeswirtschaftsministerium und Bundesministerium für Arbeit haben entschieden: Es ist Zeit, das ungeliebte Kind zu Grabe zu tragen. Doch Achtung:

Entgegen anderslautender Meldungen ist ELENA noch nicht ganz am Ende! Denn bislang liegt erst ein Gesetzentwurf zur Aufhebung des ELENA-Verfahrens dem Parlament vor. Beschlossen wird also erst nach der Sommerpause. Deshalb gilt: Melden Sie vorerst weiter.

Warum stirbt ELENA?

Man könnte es als „mangelnde Praxisnähe“ bezeichnen. So verlangt ELENA zwingend für die Meldungen die „qualifizierte elektronische Signatur“ – ein Verfahren, dass umständlich und wenig geliebt ist. (Weshalb das Bundesfinanzministerium jetzt zum Beispiel beschlossen hat, dass für Rechnungen, die Ihnen per E-Mail, also elektronisch, übersandt werden, die Pflicht zur elektronischen Signatur ebenfalls entfällt.) Offiziell heißt das: „Der Datenschutz ist nicht ausreichend gewährleistet.“

Empfehlung für Sie:

Die zentrale Speicherstelle (ZSS) hat zwar bereits bekannt gegeben, dass sie auf die „Sendungsprüfung“ verzichtet, bis das Gesetz beschlossen wird. Aber:

Da das Gesetz noch in Kraft ist, gelten Ihre Meldepflichten im Grunde weiter. Kommen Sie Ihnen deshalb vorläufig weiterhin nach. Denn sollte, was nie ausgeschlossen ist, eine Einigung doch nicht zustande kommen, müssen Sie sonst für Monate nachmelden. Zudem:

Wenn Sie eine Abrechnungssoftware verwenden, werden Sie quasi gezwungen, die Meldung vornehmen. Sie ist dort standardmäßig vorgesehen. Updates gibt es erst, wenn das Gesetz „durch“ ist – also beschlossen wurde.

Merke:

Gerade im Bereich Entgeltabrechnung und Personalwesen gilt: Nie auf die bloße Ankündigung reagieren – sondern erst, wenn das Gesetz da ist. Das ist übrigens ein eisernes Gesetz!

Sorgen über die bereits gemeldeten Daten brauchen Sie sich nicht zu machen: Sobald das Gesetz zum Abschied von ELENA beschlossen ist, sollen die bereits aufgelaufenen 500 Millionen Datensätze umgehend gelöscht werden. Und ganz Schluss ist sowieso nicht, bestenfalls Pause. Denn: Der Gesetzgeber will aus dem mit ELENA erworbenen Know-how zukünftig ein „einfacheres und unbürokratischeres Meldeverfahren zur Sozialversicherung“ entwickeln. Was etwas beunruhigen dürfte. Denn wenn der Staat sagt „Wir machen was Einfaches“, wird es am Ende immer ungeheuer kompliziert. Ähnlich wie bei IKEA. Wenn dort auf einer Verpackung steht „Leicht montieren“, lassen Sie sie liegen. Das Teil bekommen Sie nie zusammen …

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