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Entgelterhöhungen gibt das Budget eines Unternehmens nicht immer her – zudem bleibt den Beschäftigten nach Abzug von Lohnsteuer und...

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Wann Sie bei der Lohnsteuer-Pauschalierung Kinderfreibeträge außer Acht lassen

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Von Günter Stein,

In bestimmten Fällen dürfen Sie nach § 40 Abs. 1 Einkommensteuergesetz (EStG) das Arbeitsentgelt von Mitarbeitern mit besonderen Steuersätzen pauschalieren, und zwar a) bei sonstigen Bezügen in einer größeren Zahl von Fällen und b) im Fall der Nacherhebung von Lohnsteuer, wenn Sie die Lohnsteuer nicht vorschriftsmäßig einbehalten haben.

Dabei findet hier aber keine Pauschalierung mit festen Sätzen statt. Vielmehr ermitteln Sie (bzw. ermittelt das Finanzamt) den Steuersatz nach den Verhältnissen Ihres Unternehmens. Die auf den Lohnsteuerkarten der Mitarbeiter eingetragenen Kinderfreibeträge dürfen Sie nicht berücksichtigen (Bundesfinanzhof, Urteil vom 26.7.2007, AZ: VI R 48/03).

Eine Pauschalversteuerung von sonstigen Bezügen in einer größeren Zahl von Fällen können Sie nur vornehmen, wenn Sie dies beim Finanzamt beantragen. Sie sind verpflichtet, Ihrem Antrag auf die Pauschalbesteuerung eine Berechnung hinzuzufügen. Aus dieser muss sich der auf den Betrieb bezogene durchschnittliche Steuersatz ergeben unter Zugrundelegung

  1. der durchschnittlichen Jahresarbeitsentgelte
  2. und der durchschnittlichen Jahreslohnsteuer in jeder Steuerklasse für diejenigen Mitarbeiter, die die Bezüge erhalten.

Was Sie bei der Nacherhebung beachten sollten

Wird Ihr Unternehmen für zuwenig erhobene Lohnsteuer in Anspruch genommen, kann die nachzuerhebende Lohnsteuer ebenfalls mit einem Pauschsteuersatz berechnet werden. Voraussetzung ist allerdings, dass Sie dies beantragen. Daraufhin ergeht dann kein Haftungs-, sondern ein Nachforderungsbescheid. Die Nacherhebung mit einem Pauschsteuersatz ist für laufendes Arbeitsentgelt sowie für sonstige Bezüge möglich. Auch hier muss es sich um eine größere Zahl von Fällen handeln (s. o.).

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