Gratis-Download

Entgelterhöhungen gibt das Budget eines Unternehmens nicht immer her – zudem bleibt den Beschäftigten nach Abzug von Lohnsteuer und...

Jetzt downloaden

Was mit dem Mindestlohn auf Sie zukommt – Denken Sie auch an Aufzeichnungspflichten!

0 Beurteilungen
Urheber: Nomad_Soul | Fotolia

Von Gerhard Schneider,

Zum 1. Januar 2015 tritt das Mindestlohngesetz (MiLoG) in Kraft. Damit sind Sie als Arbeitgeber verpflichtet, Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit Ihrer Mitarbeiter innerhalb einer Woche aufzuzeichnen!

Zudem müssen Sie diese Aufzeichnungen zwei Jahre lang aufbewahren. Geregelt ist dies in § 17 MiLoG. Das heißt, für alle Beschäftigten müssen Sie spätestens ab dem 1. Januar 2015 solche Aufzeichnungen führen.
Ab dem 1. Januar 2015 gilt auch der neue Mindestlohn von 8,50 Euro. Prüfen Sie schon jetzt, ob Ihr Betrieb bei der Vergütung seiner Mitarbeiter damit nicht plötzlich gegen das MiLoG verstößt!
Beispiel: Michaela Mustermann arbeitet bei Ihnen im Büro als Aushilfe. Sie arbeitet an zwei Tagen in der Woche jeweils für vier Stunde, um regelmäßig auftauchende Büroarbeiten zu erledigen. Zudem bearbeitet sie von zu Hause aus die Beantwortung von Kunden-Mails. Dafür benötigt sie rund sechs Stunden im Monat. Sie haben mit ihr eine pauschale Vereinbarung getroffen: Sie erhält 300 Euro im Monat.
Ihre Pflicht jetzt: Sie errechnen den Stundenlohn, um zu überprüfen, ob Ihre Mitarbeiterin auch den neuen Mindestlohn erreicht. Rechnen Sie dazu so:

Arbeitszeit Susanne Michaela Mustermann:
Arbeit in Ihrem Büro: 2 Tage/Woche je 4 Stunden = 8 Stunden/Woche
Hochrechnung auf einen Monat: 8 x 4,35* = 35 Stunden/Monat
plus Arbeit zu Hause = 6 Stunden/Monat
Summe Stunden = 35 + 6 = 41 Stunden/Monat
Summe Lohn: 300 €
Stundenlohn: 300 € : 41 Stunden = 7,32 €
*Im Durchschnitt rechnet man mit 4,35 Wochen pro Monat
Wenn die Rechnung bei Ihnen ähnlich aussieht, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als den Lohn Ihrer Mitarbeiter anzuheben. Der Stundenlohn im Beispiel beträgt 7,32 Euro und liegt damit unter dem gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro. Wer hier den Lohn nicht erhöht, riskiert Bußgelder.

Achten Sie auch auf Überstunden!

Selbst wenn Sie das Gehalt anpassen, ist es damit noch nicht getan. Aus den Stundenzetteln muss sich klar ergeben, dass aufgrund der geleisteten Arbeitszeit von Ihrem Betrieb mindestens der Stundenlohn gezahlt wurde. Was heißt das für Überstunden? Hier haben Sie einen Handlungsspielraum. Denn von der Mitarbeiterin oder dem Mitarbeiter geleistete Überstunden können Sie im Folgemonat ausbezahlen oder in Freizeit ausgleichen.

Lohn und Gehaltsabrechnung aktuell

Vom Anspruch auf Teilzeitbeschäftigung über Mutterschutz und Elternzeit bis hin zu Fragen zu Urlaubsgewährung, Überstunden und Sonderurlaub. Vereinfachen Sie jetzt Ihre Lohnabrechnung!

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Steigern Sie Ihre Erfolgsquote: Vergaberecht & Angebotsstrategien für Bieter

Machen Sie Ihre Lohn- und Gehaltsabrechnung unangreifbar!

Der persönliche 15-Minuten-Coach für erfolgreiche Führungskräfte, Chefs und Vorgesetzte.

Betriebliche Entgeltabrechnung auf dem neuesten Stand der Gesetzgebung und Rechtsprechung

Rechtssichere und professionelle Personalarbeit

Einfach und sicher im Personalbüro – Sozialversicherung | Lohnsteuer | Arbeitsrecht