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Entgelterhöhungen gibt das Budget eines Unternehmens nicht immer her – zudem bleibt den Beschäftigten nach Abzug von Lohnsteuer und...

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Wie sieht dieses Jahr die betriebliche Praxis beim Thema Arbeitsessen aus?

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Lohn Gehalt Lohnabrechung 01 S

Von Günter Stein,

Handelt es sich um ein Arbeitsessen mit Ihren Mitarbeitern, das im ganz überwiegenden betrieblichen Interesse Ihrerseits liegt? Dann liegt kein Sachbezug und somit kein geldwerter steuer- und beitragspflichtiger Vorteil vor. Achten Sie aber darauf, dass dies nur der Fall ist, wenn der Wert der Mahlzeit 40 € nicht übersteigt.

Wenn der Arbeitgeber diese Mahlzeiten jedoch als Gegenleistung für die Arbeitskraft seiner Mitarbeiter bezahlt, liegt ein steuer- und beitragspflichtiger Sachbezug vor. Dieser ist dann mit dem tatsächlichen Preis anzusetzen. Dies gilt auch, wenn er Mahlzeiten im Rahmen von unüblichen Betriebsveranstaltungen abgibt. In diesem Fall kann der Arbeitgeber allerdings die Bewirtungskosten in voller Höhe als Betriebsausgaben abziehen.

Arbeitsessen: Mahlzeiten während einer Auswärtstätigkeit

Diese Mahlzeiten sind dem jeweils maßgebenden amtlichen Sachbezugswert nach der SvEV

anzusetzen. Üblich ist in diesem Rahmen auch nur ein Betrag bis maximal 40 Euro.

Die Abgabe von Mahlzeiten muss durch den Arbeitgeber veranlasst sein. Das trifft beispielsweise dann zu, wenn Sie sich vor Beginn der Auswärtstätigkeit direkt schriftlich mit dem Unternehmen in Verbindung setzen, das dem Mitarbeiter die Mahlzeit zur Verfügung stellt. Haben Sie die Abgabe der Mahlzeit so veranlasst, ist es unerheblich, wie die Rechnung beglichen wird.

Arbeitsessen - Ein imaginäres Beispiel:

Sabine Fröhlich ist durch eine Auswärtstätigkeit an einem Kalendertag 16 Stunden abwesend. Ihre betriebliche Reisekostenregelung sieht bei einer 16-stündigen Abwesenheit einen Erstattungsbetrag von 15 Euro vor.

Durch die Gewährung einer Mahlzeit ist der Erstattungsbetrag um 30 % zu kürzen. Frau Fröhlich aus diesem Grund Anspruch auf die Auszahlung von 10,50 Euro.

Für diese Auswärtstätigkeit gewähren Sie ihr eine Mittagsmahlzeit unentgeltlich. Der geldwerte Vorteil dieser Mahlzeit beträgt nach der SvEV 2,80 Euro. Diese 2,80 Euro sind dem steuer- und beitragspflichtigen Arbeitsentgelt zuzurechnen.

Das Entgelt von 2,80 Euro wird Frau Kettenburg allerdings von den 10,50 Euro Reisekostenvergütung einbehalten. Sie erhält nur 7,70 € ausgezahlt. Die Zurechnung eines geldwerten Vorteils zum Arbeitsentgelt entfällt somit.

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