Gratis-Download

Entgelterhöhungen gibt das Budget eines Unternehmens nicht immer her – zudem bleibt den Beschäftigten nach Abzug von Lohnsteuer und...

Jetzt downloaden

Die 4 wichtigsten Besonderheiten bei der Lohnpfändung in Bezug auf Ehegatten und Kinder

0 Beurteilungen

Von Günter Stein,

Flattert eine Lohnpfändung ins Haus, müssen Sie das pfändbare Entgelt berechnen. Zur Berechnung des gepfändeten Entgelts benötigen Sie die Unterhaltsverpflichtungen des Mitarbeiters. Unterhaltsberechtigt können folgende Personen sein:

 

 

  1. Ehegatten und frühere Ehegatten
  2. Lebenspartner nach dem Lebenspartnerschafts-Gesetz (aber nicht: nichteheliche Lebensgefährten)
  3. Verwandte in gerader Linie (Kinder, Enkelkinder, Eltern, Großeltern)

Wie Sie hierbei die 4 wichtigsten Fälle richtig betrachten, zeigt die folgende Aufstellung:

Besonderheit 1: Der nicht getrennt lebende Ehegatte

Der nicht getrennt lebende Ehegatte des betroffenen Mitarbeiters ist in der Regel der erste Unterhaltsberechtigte, den Sie für die Feststellung des Freibetrages berücksichtigen müssen. Sie/er zählt auch dann zu den unterhaltsberechtigten Angehörigen, wenn sein/ihr eigenes Einkommen sehr viel höher als das des Schuldners ist. Sie dürfen den Ehegatten nur dann unberücksichtigt lassen, wenn der Schuldner aufgrund des hohen Einkommens von Ehefrau/Ehemann nicht zum Familienunterhalt beitragen muss. Dies muss dann aber das Vollstreckungsgericht auf Antrag (in der Regel des Gläubigers) bestimmen.

 

Besonderheit 2: Der getrennt lebende Ehepartner

Erster Unterhaltsberechtigter ist auch ein getrennt lebender Ehepartner, für den der Schuldner unterhaltsverpflichtet ist.

Besonderheit 3: Kinder

Den um den Kinderfreibetrag erhöhten pfändungsfreien Einkommensbetrag berücksichtigen Sie für jeden Elternteil. Das gilt auch dann, wenn gegen beide Elternteile vollstreckt wird und beide ehelichen Kindern Unterhalt gewähren. Ein Kind mit einem eigenen Einkommen kann wiederum auf Gläubigerantrag hin durch Bestimmung des Vollstreckungsgerichts ganz oder teilweise unberücksichtigt bleiben.

Besonderheit 4: Volljährige Kinder

Die Volljährigkeit eines Kindes beendet seine Unterhaltsberechtigung nicht. Schuldet der Mitarbeiter einem volljährigen Kind Unterhalt und leistet er diesen auch, berücksichtigen Sie das Kind als Unterhaltsberechtigten.

Fazit:

Es ist Ihre Aufgabe, das dem Arbeitnehmer verbleibende sowie das pfändbare Einkommen festzustellen und beide Entgeltteile zur richtigen Zeit an die richtige Person auszuzahlen. Das bedeutet eine ganze Menge Zusatzarbeit.

Lohn und Gehaltsabrechnung aktuell

Vom Anspruch auf Teilzeitbeschäftigung über Mutterschutz und Elternzeit bis hin zu Fragen zu Urlaubsgewährung, Überstunden und Sonderurlaub. Vereinfachen Sie jetzt Ihre Lohnabrechnung!

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Steigern Sie Ihre Erfolgsquote: Vergaberecht & Angebotsstrategien für Bieter

Machen Sie Ihre Lohn- und Gehaltsabrechnung unangreifbar!

Der persönliche 15-Minuten-Coach für erfolgreiche Führungskräfte, Chefs und Vorgesetzte.

Betriebliche Entgeltabrechnung auf dem neuesten Stand der Gesetzgebung und Rechtsprechung

Rechtssichere und professionelle Personalarbeit

Einfach und sicher im Personalbüro – Sozialversicherung | Lohnsteuer | Arbeitsrecht