Gratis-Download

Nutzen Sie jetzt gratis unsere Muster-Arbeitsverträge für Ihre Teilzeitkräfte und Aushilfen, Minijobber, kurzfristig beschäftigte Aushilfen und...

Jetzt downloaden

Arbeitsunfall: Selbst bei nicht genehmigter Nebentätigkeit müssen Sie Entgeltfortzahlung leisten

0 Beurteilungen
Alttext zum Bild

Von Günter Stein,

Das kann vorkommen: Mitarbeiter üben eine weitere Beschäftigung aus, ohne dass dies in Ihrem Unternehmen – dem Hauptarbeitgeber – bekannt wäre oder genehmigt wurde. Doch selbst dann muss Ihr Unternehmen Entgeltfortzahlung für die ersten 6 Wochen leisten, wenn sich während der Nebentätigkeit ein Arbeitsunfall ereignet. Ein entsprechendes Urteil fällte das Landesarbeitsgericht (LAG) Hamm (8.2.2006, AZ: 18 Sa 1083/05).

Das kann vorkommen: Mitarbeiter üben eine weitere Beschäftigung aus, ohne dass dies in Ihrem Unternehmen – dem Hauptarbeitgeber – bekannt wäre oder genehmigt wurde.

Doch selbst dann muss Ihr Unternehmen Entgeltfortzahlung für die ersten 6 Wochen leisten, wenn sich während der Nebentätigkeit ein Arbeitsunfall ereignet. Ein entsprechendes Urteil fällte das Landesarbeitsgericht (LAG) Hamm (8.2.2006, AZ: 18 Sa 1083/05).

Entgeltfortzahlung auch bei Arbeitsunfall

Ein Arbeitsunfall und seine Folgen waren Ursache des Streits zwischen einem Arbeitgeber und einem Unfallversicherungsträger. Das Arbeitgeberunternehmen beschäftigte einen Mitarbeiter, der nebenher einen 400-€-Job im Forstwesen ausübte, ohne dies – vertragswidrig – dem Hauptarbeitgeber anzuzeigen oder von diesem genehmigen zu lassen. Während seiner Nebentätigkeit erlitt der Mitarbeiter einen Arbeitsunfall durch einen umstürzenden Baum.

Der Arbeitgeber des Hauptarbeitsverhältnisses weigerte sich, Entgeltfortzahlung zu leisten, so dass zunächst die Unfallversicherung vollständig einspringen musste. Im Rechtsstreit verlangte sie die Erstattung der Entgeltfortzahlung für die ersten 6 Wochen vom Arbeitgeber und erhielt vom LAG Recht. Die Entgeltfortzahlung hätte das Unternehmen nur verweigern dürfen, so das Gericht, wenn der Mitarbeiter seine Arbeitsunfähigkeit verschuldet hätte. Dies war hier nicht der Fall. Dass er seinem Arbeitgeber die Nebentätigkeit vertragswidrig verschwiegen hat, war nicht Ursache für den Unfall.

Das bedeutet für Sie Entgeltfortzahlung für 6 Wochen müssen Sie immer dann leisten, wenn ein Arbeitnehmer arbeitsunfähig krank ist. Das gilt auch dann, wenn der Mitarbeiter einen Arbeitsunfall während einer Nebentätigkeit erleidet, die nichts mit dem Hauptarbeitsverhältnis in Ihrem Unternehmen zu tun hat.

Die Entgeltfortzahlung entfällt nur dann, wenn der Mitarbeiter seine Arbeitsunfähigkeit selbst verursacht, also nach der Definition des Gerichtes „gröblich gegen das von einem verständigen Menschen im eigenen Interesse zu erwartende Verhalten verstoßen hat“. Bei einem Arbeitsunfall wäre das beispielsweise der Fall, wenn der Mitarbeiter Unfallverhütungsvorschriften (kein Helm auf der Baustelle) grob missachtet.

Lohn und Gehaltsabrechnung aktuell

Vom Anspruch auf Teilzeitbeschäftigung über Mutterschutz und Elternzeit bis hin zu Fragen zu Urlaubsgewährung, Überstunden und Sonderurlaub. Vereinfachen Sie jetzt Ihre Lohnabrechnung!

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Steigern Sie Ihre Erfolgsquote: Vergaberecht & Angebotsstrategien für Bieter

Machen Sie Ihre Lohn- und Gehaltsabrechnung unangreifbar!

Der persönliche 15-Minuten-Coach für erfolgreiche Führungskräfte, Chefs und Vorgesetzte.

Betriebliche Entgeltabrechnung auf dem neuesten Stand der Gesetzgebung und Rechtsprechung

Rechtssichere und professionelle Personalarbeit

Einfach und sicher im Personalbüro – Sozialversicherung | Lohnsteuer | Arbeitsrecht