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Auf den Frohsinn – so klappt es mit den Kurzzeitjobbern

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Lohn Gehalt Minijob

Von Günter Stein,

Anders als bei den Minijobbern, den sogenannten 400-Euro-Kräften, müssen Sie für kurzfristig Beschäftigte keine Pauschalbeiträge an die Sozialversicherung zahlen. Dennoch müssen Sie einiges beachten, wenn Sie kurzfristig Mitarbeiter einstellen.

Das fängt schon bei der Frage an, wen Sie kurzfristig beschäftigen dürfen. Im Grunde jeden. Nur nicht Mitarbeiter, die gerade in Elternzeit sind oder Arbeitslose. Bei denen würde der Job sofort als berufsmäßig eingestuft werden. Sie bekommen diese Mitarbeiter nur regulär, als Minijobber. Auch Arbeitnehmer während des Urlaubs dürfen Sie nicht kurzzeitig einsetzen – auch wenn der Urlaub unbezahlt ist. Ansonsten dürfen sie jeden Bewerber kurzfristig beschäftigen.

Kurz und viel oder längerfristig weniger einsetzen

Die eine Möglichkeit dafür ist, wie jetzt zu Karneval, dass Sie Ihren Mitarbeiter für eine befristete Zeit ausgiebig einsetzen. In dem Fall rechnen Sie mit einem Beschäftigungszeitraum von maximal zwei Monaten für die kurzfristige Beschäftigung.

Beispiel:

Sie engagieren eine Hausfrau zu Karneval als Kellnerin. Sie soll nur während der dollen Tage bei Ihnen arbeiten – dann aber praktisch nonstop. Da feststeht, dass die Beschäftigung nur von Weiberfastnacht bis Veilchendienstag, also insgesamt sechs Tage dauert, ist die Tätigkeit in jedem Fall kurzfristig.

Einsätze zu Karneval, Ostern und Weihnachten sind kurzfristig

Vielleicht sind Sie ja mit der Mitarbeiterin zufrieden. Dann können Sie sie auch zu Ostern und anderen besonderen Anlässen wieder kurzfristig für sich arbeiten lassen. Voraussetzung ist, dass sie insgesamt auf nicht mehr als 50 Arbeitstage im Jahr kommt. Achtung: Bei Nachtdiensten – die in der Karnevalszeit ja nicht so selten vorkommen sollen – zählen beide Kalendertage als Arbeitstag!

Tipp: Wenn Sie in Fällen dieser Art eine Vereinbarung mit Ihrem Arbeitnehmer treffen, beschreiben Sie dabei präzise die Dauer der Arbeit. Damit vermeiden Sie Missverständnisse und vor allem Ärger mit Betriebsprüfern.

Vielleicht sind Sie ja sogar so zufrieden mit Ihrer Mitarbeiterin, dass Sie sie am liebsten gleich regelmäßig einsetzen wollen, beispielsweise an vielen auch nicht-jecken Wochenenden im Jahr. Auch das geht mit der 50-Tage-Regelung. Allerdings müssen Sie hier nun sehr gut aufpassen, damit nicht aus Ihrer Kurzfristkraft unversehens eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigte wird.

Tipp: Begrenzen Sie einen Rahmenarbeitsvertrag zunächst auf ein Jahr und vereinbaren darin Arbeitseinsätze, die pro Kalenderjahr 50 Arbeitstage nicht übersteigen. Sie brauchen den aber auch nicht unbedingt – Hauptsache Sie überschreiten die Zeitgrenze von 50 Arbeitstagen im laufenden Kalenderjahr nicht.

Achtung: 400-Euro-Grenze

Wenn Sie die kurzfristige Beschäftigung auf Dauer anlegen, achten Sie unbedingt auf den Verdienst. Denn auch wenn Ihre Mitarbeiterin insgesamt auf nicht mehr als 50 Tage kommt, wird sie bei einer solchen Dauerbeschäftigung versicherungspflichtig, wenn ihr Verdienst die 400-Euro-Grenze übersteigt.

Achtung! Wenn sich bereits im Lauf der Beschäftigung herausstellt, dass Sie den Mitarbeiter an mehr als 50 Tagen einsetzen werden, beginnt die Versicherungspflicht mit dem Tag, an dem Sie erkennen, dass es mehr sein wird. Also nicht erst nach Ablauf der 2 Monate oder der vollen 50 Arbeitstage – allerdings dann auch erst ab dann und nicht schon für die Zeit davor.

Vereinbaren Sie Kündigungsfristen und Probezeit

Wenn Sie einen Mitarbeiter dauerhaft einsetzen wollen und er bereits einen Hauptjob hat, in dem er mehr als 400 Euro verdient, dann gilt auch er nicht mehr als kurzfristig Beschäftigter, sondern der Job gilt als berufsmäßig. Sie können ihn dann höchstens als Minijobber einsetzen. Dann müssen Sie Pauschalabgaben zahlen.

Tipp: Falls das Arbeitsverhältnis nicht automatisch abläuft, weil die Zeit um oder die vorgesehene Arbeit getan ist, sollten Sie mit Ihrer Aushilfskraft vertraglich eine Kündigungsfrist vereinbaren. Auch Regelungen über eine Probezeit können Sie treffen.

Die sozialversicherungsrechtlichen Meldevorschriften gelten auch für Ihre kurzfristig Beschäftigten – mit einer Ausnahme: Sie müssen keine Jahresmeldung vornehmen. Die Meldung erstatten Sie an die zuständige Minijobzentrale. Die Adresse lautet:

Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See

Minijob-Zentrale

45115 Essen

Info-Telefon: 0181/214504

www.minijob-zentrale.de

Gerade in der Wirtschaftskrise werden Sie wahrscheinlich öfter in die Lage kommen, einen Arbeitslosen als Minijobber einzusetzen. Wenn Sie das falsch machen, kann Sie das viel Geld kosten. Worauf Sie achten sollten, erfahren Sie nun.

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