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Das kostet Sie ein Streit um Teilzeit vor Gericht

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Von Günter Stein,

Wünscht ein Mitarbeiter die Reduzierung seiner Arbeitszeit, sollten Sie die rechtliche Lage genau prüfen, bevor Sie den Teilzeitwunsch ablehnen. Kommt es nämlich auf Grund Ihrer Ablehnung zum Streit vor Gericht, beläuft sich der Streitwert nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Köln (LAG) auf 3 Bruttomonatsgehälter der Vollzeitstelle des Mitarbeiters (Beschluss vom 5. 4. 2005, AZ: 3 Ca 1165/03).

Wünscht ein Mitarbeiter die Reduzierung seiner Arbeitszeit, sollten Sie die rechtliche Lage genau prüfen, bevor Sie den Teilzeitwunsch ablehnen. Kommt es nämlich auf Grund Ihrer Ablehnung zum Streit vor Gericht, beläuft sich der Streitwert nach einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Köln (LAG) auf 3 Bruttomonatsgehälter der Vollzeitstelle des Mitarbeiters (Beschluss vom 5. 4. 2005, AZ: 3 Ca 1165/03).

Bekommt der Mitarbeiter Recht, müssen Sie die Gerichtsgebühren und Ihren Anwalt bezahlen. Sämtliche Gebühren werden dabei aus dem Streitwert berechnet. Die Auseinandersetzung wurde teuer Im Streitfall wünschte eine Flugbegleiterin die Reduzierung ihrer Arbeitszeit auf 25 % der Vollzeit. In der 1. Instanz setzte das Arbeitsgericht den Streitwert auf 2.700 € fest. Auf die Beschwerde der Arbeitnehmerin hin hob das LAG die Festsetzung wieder auf. Der Streitwert belaufe sich auf 3 Bruttomonatsgehälter der Mitarbeiterin und damit auf 11.700 €.

Achtung:
Den gegnerischen Anwalt müssen Sie im Arbeitsgerichtsprozess auch dann nicht bezahlen, wenn Sie unterliegen.

Beispielrechnung
Bei einem arbeitsrechtlichen Streit mit einem Streitwert von 11.700 € beträgt eine Anwaltsgebühr 526 € und eine Gerichtsgebühr 219 €. Kommt es zu einem Urteil in der 1. Instanz, kommen folgende Kosten auf die unterliegende Partei zu:

2,5 Anwaltsgebühren:2,5 x 526 € =1.315,00 €
Auslagenpauschale:20,00 €
16 % MwSt.:213,60 €
3 Gerichtsgebühren:3 x 219 € = 657,00 €
Gesamtkosten:2.205,60

Überprüfen Sie rechtzeitig, ob Sie ein Teilzeitbegehrenablehnen dürfen
Gemäß § 8 Teilzeit- und Befristungsgesetz dürfen Sie einen Teilzeitwunsch ablehnen, wenn:

1. Sie regelmäßig 15 oder weniger Arbeitnehmer beschäftigen (Auszubildende zählen nicht mit) oder

2. der betreffende Arbeitnehmer noch keine 6 Monate am Stück bei Ihnen arbeitet oder

3. betriebliche Gründe gegen den Wunsch sprechen, wenn also die Organisation, die Sicherheit oder die Arbeitsabläufe in Ihrem Unternehmen wesentlich durch die Teilzeit beeinträchtigt werden.

Liegt jedoch keiner der 3 Gründe gegen die Teilzeit des Arbeitnehmers vor, sind Sie verpflichtet, dem Wunsch Ihres Mitarbeiters nachzukommen.

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