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Die neuen Minijobber aus Osteuropa

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Lohn Gehalt Minijob

Von Günter Stein,

Seit 1.5.2011 haben auch die Menschen aus den acht osteuropäischen Beitrittsländern von 2004 freien Zutritt zu den europäischen Arbeitsmärkten. Das heißt: Arbeitskräfte aus diesen Ländern brauchen keine Arbeitserlaubnis mehr, um nach Deutschland zu ziehen.

Es handelt sich um folgende Länder:

  • Estland
  • Lettland
  • Litauen
  • Polen
  • Slowakei
  • Slowenien
  • Tschechien
  • Ungarn

Arbeitgeber hoffen auf neue Minijobber aus Osteuropa

Manch einer befürchtet, dass der Arbeitsmarkt nun überschwemmt wird. Viele Arbeitgeber freuen sich jedoch darüber, weil sie auf Erleichterung bei der Mitarbeitersuche hoffen und zum Beispiel Minijobs mit den Kräften aus den osteuropäischen Ländern schneller besetzen können. Doch was ist dabei zu beachten? Die Minijob-Zentrale hat in aktuellen Schreiben klargestellt, wie Sie vorgehen sollten, wenn Sie einen Mitarbeiter aus diesen Ländern jetzt als Minijobber einstellen wollen.

In welchem Land sind Minijobber aus Osteuropa sozialversichert?

Die entscheidende Frage: In welchem Land ist der Mitarbeiter sozialversichert? Als Grundsatz gilt auch hier für alle Beschäftigten aus der EU, dass immer nur das Sozialversicherungsrecht eines Staates für den betreffenden Mitarbeiter anzuwenden ist. Welches Recht im konkreten Fall gilt, entscheiden Sie. Dabei können Sie sich an den Vorgaben der Minijob-Zentrale orientieren:

Schnellübersicht Sozialversicherungspflicht für Minijobber

Minijobber wohnt nicht in Deutschland.Für Arbeitnehmer, die nicht in Deutschland wohnen, trifft der zuständige Sozialversicherungsträger im jeweiligen Wohnstaat die Entscheidung über die anzuwendenden Rechtsvorschriften und stellt die erforderliche Bescheinigung aus. Ist der Mitarbeiter im Ausland sozialversichert, entrichten Sie die Beiträge an den (die) zuständigen Sozialversicherungsträger dort.
Minijobber wohnt in Deutschland.Für Arbeitnehmer, die in Deutschland wohnen, trifft die Entscheidung über die anzuwendenden Rechtsvorschriften die Krankenkasse, bei der der jeweilige Arbeitnehmer krankenversichert ist. Ist der Arbeitnehmer nicht in Deutschland gesetzlich krankenversichert, prüft der zuständige Träger der Deutschen Rentenversicherung den Sachverhalt. Wenn der Arbeitnehmer als Mitglied einer berufsständischen Versorgungseinrichtung von der Rentenversicherungspflicht befreit und nicht gesetzlich krankenversichert ist, kümmert sich die Arbeitsgemeinschaft Berufsständischer Versorgungseinrichtungen e. V., Postfach 08 02 54, 10002 Berlin, um die Klärung.
Wann Sie eine Anmeldung bei der Minijob-Zentrale vornehmen müssen.Wohnt und arbeitet eine Person ausschließlich in Deutschland, gilt in den meisten Fällen das deutsche Sozialversicherungsrecht. In diesen Fällen melden Sie den Mitarbeiter bei der Minijob-Zentrale an, wenn er eine geringfügige Beschäftigung ausübt.
Wann eine Anmeldung im Ausland nötig ist.Gilt für den Mitarbeiter das Sozialversicherungsrecht eines anderen Staates, müssen Sie die Beschäftigung der ausländischen Sozialversicherung melden. Der Mitarbeiter sollte unbedingt bei seinem Sozialversicherungsträger im Heimatstaat nachfragen, ob die Aufnahme eines Minijobs in Deutschland sich nachteilig auf seine soziale Absicherung auswirkt. Durch die Ausübung eines Minijobs in Deutschland entsteht keine Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung. Deshalb sollten ausländische Minijobber immer vorher klären, ob ein ausreichender Krankenversicherungsschutz besteht.
Minijobber ist in mehreren Staaten beschäftigt.Wenn ein Arbeitnehmer im Ausland eine weitere Beschäftigung ausübt, sollten Sie ebenfalls klären lassen, ob das deutsche Sozialversicherungsrecht gilt. Nur so können nachträgliche Forderungen ausländischer Sozialversicherungsträger vermieden werden. Die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung – Ausland (www.dvka.de) ist immer für die Entscheidung über die anzuwendenden Rechtsvorschriften zuständig, wenn ein Arbeitnehmer Beschäftigungen in mehreren europäischen Mitgliedstaaten gleichzeitig ausübt.

 

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