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Echter Minijobber oder nicht? Jetzt prüfen - bevor es der Betriebsprüfer tut

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Urlaubsvertretung

Von Günter Stein,

Minijobber sind beliebte Mitarbeiter für zeitlich geringfügige Tätigkeiten. Es existieren zwei Varianten der Minijobs, für die jeweils andere sozialversicherungsrechtliche Besonderheiten gelten: Kurzfristig beschäftigte Aushilfen sind vollständig sozialversicherungsfrei, für 400-€-Kräfte führen Sie nur Pauschalen ab. Betriebsprüfer nehmen diese Mitarbeiter deshalb besonders gern unter die Lupe. Prüfen Sie gleich zu Beginn einer Beschäftigung besonders sorgfältig, ob Sie es mit einem Minijobber zu tun haben, werden die Prüfer bei Ihnen keinen Grund zur Beanstandung finden.

 

Kurzfristig beschäftigte Aushilfen

Überschreitet die Dauer einer kurzfristig beschäftigten Aushilfe bestimmte Zeitgrenzen nicht, bleibt das Beschäftigungsverhältnis vollständig sozialversicherungsfrei. Es fallen nur die Umlagen U2, ggf. U1 sowie die Insolvenzgeldumlage an. Das gilt unabhängig davon, wie viele Stunden der Mitarbeiter täglich und wöchentlich arbeitet und wie viel er verdient

Tipp:
Wenn Sie alle Punkte abhaken können, liegt eine sozialversicherungsfreie
kurzfristige Beschäftigung vor:

  • Die Beschäftigung ist von vornherein befristet.
  • Die Tätigkeit ist im Kalenderjahr auf 50 Arbeitstage oder 2 Monate begrenzt.
  • Der Mitarbeiter hat innerhalb des Kalenderjahres auch bei anderen Arbeitgebern keine andere kurzfristige Beschäftigung ausgeübt, die zur Überschreitung dieser 50 Arbeitstage/2 Monate führt.
  • Der Mitarbeiter übt genau diese Tätigkeit nicht wiederholt und auch nicht für länger als ein Jahr aus (= es liegt keine Regelmäßigkeit vor).
  • Der Mitarbeiter übt die Beschäftigung nicht im Anschluss an einen 400-€-Job mit derselben Tätigkeit aus.
  • Falls der Verdienst 400 € übersteigt: Der Mitarbeiter übt die Beschäftigung nicht berufsmäßig aus. Berufsmäßigkeit heißt: Zur überwiegenden Bestreitung seines Lebensunterhalts. (Berufsmäßigkeit liegt beispielsweise bei als arbeitslos gemeldeten Personen, Arbeitnehmern während eines unbezahlten Urlaubs oder bei Beschäftigten während der Elternzeit vor.)

Bei kurzfristigen Beschäftigungen existiert keine Entgeltgrenze. Daher wird das Entgelt hier grundsätzlich ganz regulär individuell besteuert. Sie haben alternativ jedoch die Möglichkeit, auf die Vorlage der Lohnsteuerkarte zu verzichten und einen Pauschalsteuersatz in Höhe von 25 % zu erheben. Dazu kommen noch der Solidaritätszuschlag und alternativ die Kirchensteuer.
Wenn Sie folgende Punkte abhaken können, dürfen Sie bei Ihrer Aushilfe die Lohnsteuer pauschalieren:

  • Die Beschäftigung überschreitet 18 zusammenhängende Arbeitstage nicht.
  • Der Stundenlohn übersteigt 12 € nicht.
  • Der Arbeitslohn pro Tag ist nicht höher als 62 €.
  • Der Tageslohn kann 62 € aber dann übersteigen, wenn Ihr Unternehmen die Aushilfe unvorhergesehen zu Mehrarbeit heranziehen muss.

So stellen Sie fest, ob ein Mitarbeiter eine 400-€-Kraft ist

Handelt es sich bei einem Beschäftigten um einen 400-€-Minijobber, führen Sie keine Sozialversicherungsbeiträge, sondern monatlich Pauschalen in Höhe von maximal 30 % ab (15 % Rentenversicherung, 13 % Krankenversicherung, 2 % pauschale Steuer). Hinzu kommen die Umlagen U2, ggf. U1 und die Insolvenzgeldumlage.
Derzeit liegt die monatliche Entgeltgrenze für geringfügig entlohnte Minijobber bei 400 €. Diese Grenze sollten Sie bei Einstellung einer geringfügig entlohnten Teilzeitkraft prüfen.

 

Tipp: Wenn Sie alle die folgenden Punkte abhaken können, liegt ein 400-€-Job vor

  • Ein Minijob ist nicht ausgeschlossen. Auszubildende, Teilnehmer an einem freiwilligen ökologischen oder sozialen Jahr oder am Bundesfreiwilligendienst können keine Minijobber sein, auch wenn ihr Verdienst unter 400 € monatlich liegt.
  • Die Entgeltgrenze wird eingehalten. Das regelmäßige monatliche Entgelt Ihres Mitarbeiters überschreitet bei vorausschauender Betrachtung im Laufe eines Zeitjahrs nicht 4.800 €. Auch Einmalzahlungen wie beispielsweise Weihnachts- und Urlaubsgeld sind bei der Berechnung zu addieren.
  • Bei Mehrfachbeschäftigung: Kein Überschreiten der Entgeltgrenze. Der Mitarbeiter übt gleichzeitig keine weitere geringfügig entlohnte Beschäftigung aus, deren Entgelt mit dem aus der bei Ihnen ausgeübten Beschäftigung die 400-€-Grenze übersteigt.
  • Das Entgelt von maximal 400 € ist nicht durch Kurzarbeit begründet. Es handelt sich nicht um einen Arbeitnehmer, dessen Entgelt aufgrund von Kurzarbeit unter 400 € monatlich liegt (bei Neueinstellungen kaum relevant).

 

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