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Fahrtkostenerstattung für Minijobber?

3 1 Beurteilungen
Lohn Gehalt Minijobs

Von Günter Stein,

Arbeitnehmer können ihre Aufwendungen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte erst ab dem 21. Entfernungskilometer wie Werbungskosten geltend machen.

Für Sie bedeutet das: Ihre Fahrtkostenzuschüsse dürfen Sie erst ab dem 21. Entfernungskilometer nach § 40 Abs. 2 Einkommensteuergesetz (EStG) pauschal mit 15 % versteuern und nur in dieser Höhe sind die Zuschüsse dann auch kein Arbeitsentgelt im Sinne der Sozialversicherung. Die Spitzenverbände der Sozialversicherungsträger haben jetzt mit Schreiben vom 15.11.2007 klargestellt, dass dies bis zur endgültigen Klärung der Verfassungsrechtlichkeit der Neuregelung auch weiterhin so bleibt.

Fahrtkosten: Die Belastung für Minijobber ist sehr hoch!

Besonders für Ihre Minijobber ist es eine verhältnismäßig hohe finanzielle Belastung, wenn sie einen weiten Weg zur Arbeit zurücklegen müssen. Möchten Sie den Mitarbeitern deshalb etwas Gutes tun und deren Fahrtkosten zumindest teilweise übernehmen, müssen Sie vorsichtig sein: Sind Ihre Entgeltextras Arbeitsentgelt, ist die 400-€-Grenze schnell überschritten. Bei der Beurteilung, wann es sich bei den Fahrtkostenzuschüssen um Arbeitsentgelt handelt, sollten Sie sich jetzt an dem aktuellen Schreiben der Sozialversicherungsträger orientieren:

  1. Erhalten Mitarbeiter von Ihrem Unternehmen Fahrgeld, handelt es sich dabei grundsätzlich um steuer- und beitragspflichtiges Arbeitsentgelt. Das Fahrgeld dürfen Sie aber nach § 40 Abs. 2 EStG pauschal mit 15 % versteuern.
  2. Die Pauschalierungsmöglichkeit der Fahrtkostenzuschüsse besteht nur in Höhe der abziehbaren Werbungskosten. Da die abzugsfähigen Aufwendungen für den Mitarbeiter aber erst ab dem 21. Kilometer beginnen, ist auch Ihre Möglichkeit zur Pauschalversteuerung auf den entsprechenden Betrag beschränkt.
  3. Nur die nach diesen Regeln besteuerten Fahrtkostenzuschüsse zählen nicht zum Arbeitsentgelt. Sie können diese Zuschüsse also auch 400-€- Kräften oder Mitarbeitern in der Gleitzone (bis 800 € im Monat) zahlen, ohne die Entgeltgrenze im Auge behalten zu müssen. Sie müssen für pauschal besteuerte Zuschüsse keinerlei Sozialversicherungsbeiträge – weder den Arbeitgeber- noch den Arbeitnehmeranteil – abführen.
  4. Sollte das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) das Werkstorprinzip für verfassungswidrig bzw. nichtig erklären, haben Sie bei der Pauschalierung nach der Neuregelung zu viel an Beiträgen entrichtet. Damit sind die von Ihnen für die Fahrtkostenzuschüsse gezahlten Beiträge aber nicht automatisch zu Unrecht gezahlt.
  5. Eine zu Unrecht gezahlte Beitragszahlung liegt nur dann vor, wenn Gesetzgeber oder Finanzverwaltung die rückwirkende Pauschalierung der Fahrtkostenzuschüsse noch zulässt und Sie diese dann auch tatsächlich vornehmen. Dann haben Sie und der betreffende Mitarbeiter einen Anspruch auf die zu viel gezahlten Beiträge.

Fahrtkosten: Neuregelungen seit 2007

Mehrere Finanzgerichte meldeten im vergangenen Jahr verfassungsrechtliche Bedenken gegen die seit 1.1. 2007 geltende Neuregelung an. Bis zur endgültigen Entscheidung durch das BVerfG können sich Arbeitnehmer deshalb an ihr Finanzamt wenden und auf ihrer Lohnsteuerkarte nun doch die vollständige Pendlerpauschale für Fahrten zur Arbeit vom 1. Kilometer an als (vorläufigen) Freibetrag eintragen lassen. Die Pauschalierungsmöglichkeit der gesamten Fahrtkostenzuschüsse lebe dadurch aber trotzdem nicht wieder auf, heißt es im Schreiben der Spitzenverbände der Sozialversicherungsträger.

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