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Mini-Job: Große Hilfe zum kleinen Preis: Die Vorteile von geringfügig beschäftigten Mitarbeitern

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Lohn und Gehalt Mini-Job

Von Günter Stein,

Es kann für viele Betriebe tödlich sein, wenn in Erwartung großer Umsätze teures Personal eingestellt wurde, das auf Grund unerwarteter Ereignisse nicht benötigt wird und...

Es kann für viele Betriebe tödlich sein, wenn in Erwartung großer Umsätze teures Personal eingestellt wurde, das auf Grund unerwarteter Ereignisse nicht benötigt wird und anschließend nur schwer entlassen werden kann. Deswegen ist gerade in der Gastronomie (z. B. Biergärten im Sommer) der flexible Mini-Job beliebt.

Doch auch als Arbeitgeber eines anderen Betriebs kann die geringfügige Beschäftigung von Arbeitnehmern ein gutes Mittel sein, um einfache oder nicht umfangreiche Arbeiten kostengünstig erledigen zu lassen. Nutzen Sie deswegen die Chance der geringfügigen Beschäftigung! In diesem Beitrag lesen Sie kurz und knapp, worauf Sie bei den Mini-Jobs achten sollten.

Gesetzliche Voraussetzungen für den Mini-Job

Die gesetzlichen Voraussetzungen für die geringfügige Beschäftigung, die Ihnen unter Mini-Job besser bekannt sein wird, finden Sie in § 8 Sozialgesetzbuch (SGB) IV.

Für den Mini-Job gilt: 400 € und nicht mehr

Demnach darf ein geringfügig beschäftigter Mitarbeiter im Rahmen seines Mini-Jobs regelmäßig nicht mehr als 400 € im Monat verdienen. Bevor Sie einen geringfügig beschäftigten Mitarbeiter einstellen, sollten Sie durchrechnen, wie der voraussichtliche Jahresverdienst sein wird. In der Höchstgrenze von monatlich 400 € müssen nämlich das Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie andere Sonderzahlungen enthalten sein. Ausnahmsweise kann Ihr geringfügig beschäftigter Mitarbeiter mehr als 400 € monatlich verdienen, so lange dies nur ausnahmsweise der Fall ist oder die Verdienstgrenze auf Grund eines unvorhersehbaren Ereignisses überschritten wurde.

Beispiel: Ausnahmsweise mehr
Im Call-Center Ihres Reisebüros beschäftigen Sie Iris O. als geringfügig beschäftigte Telefonistin. Im Juni hat Iris O. wegen vieler Last-Minute-Buchungen 5 Stunden mehr als gewöhnlich gearbeitet und deswegen 480 € verdient. Folge: Einmal ist keinmal! Solange Iris O. nicht auch noch in anderen Monaten über der Höchstgrenze von 400 € liegt, ist der einmalige Mehrverdienst unschädlich.

Mini-Job: Auch mehr als 15 Stunden möglich

Die 2. Einschränkung, nach der ein geringfügig Beschäftigter nicht mehr als 15 Stunden pro Woche beschäftigt werden durfte, ist ebenfalls durch die Gesetzesreform mit Wirkung zum 01.04.2003 weggefallen.

Beispiel: Viel Arbeit, wenig Geld

In Ihrer Gärtnerei beseitigt Franziska I. das Unkraut in den Gewächshäusern. Sie arbeitet 18 Stunden pro Woche und erhält dafür 400 €. Folge: Franziska I. ist trotz der recht hohen Stundenzahl immer noch eine Mini-Jobberin.

Kurzer Mini-Job

Die Verdienstgrenze von 400 € pro Monat spielt keine Rolle, wenn der Arbeitnehmer nur kurzfristig, und zwar höchstens - 2 Monate oder - 50 Arbeitstage innerhalb eines Kalenderjahres bei Ihnen beschäftigt ist. In diesem Fall gilt der Mitarbeiter als geringfügig beschäftigt, wenn die Beschäftigung nicht berufsmäßig ausgeübt wird, die Beschäftigung also für den Mitarbeiter lediglich von untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung ist.

Nicht berufsmäßig tätig sind regelmäßig Schüler, Studenten in den Semesterferien, Rentner oder Hausfrauen.

Mini-Job in der Freizeit

Jeder Arbeitnehmer hat neben seiner Hauptbeschäftigung einen Mini-Job in Höhe von 400 € "frei".

Beispiel: Kassieren in der Freizeit
Ute J. ist hauptberuflich als Sekretärin tätig. Abends arbeitet Sie 2-mal in der Woche als Kassiererin im Supermarkt. Folge: Der Nebenjob im Supermarkt ist versicherungsfrei. Nimmt Ute J. noch einen 2. Mini-Job an und übersteigt der Verdienst aus beiden Beschäftigungen die 400 €-Grenze, sind beide Jobs allerdings versicherungspflichtig.

Mini-Job als Haushaltshilfe

Für Putzfrauen und andere Hilfen im Privathaushalt müssen Sie als Arbeitgeber nach § 8a Sozialgesetzbuch (SGB) IV nur noch ermäßigte pauschale Beitragssätze in Höhe von jeweils 5% für die Kranken- und Rentenversicherung abführen. Auch der Lohnsteuersatz liegt nur bei 2%.

Pauschalbeiträge für den Mini-Job

Ansonsten müssen Sie für Ihre Mini-Jobber pauschale Beiträge in Höhe von 13% an die Krankenversicherung (§ 249b SGB V) und 15% in die Rentenversicherung abführen (§ 168 Absatz 1 Nr. 1b SGB VI) zahlen. Für die Lohnsteuer gilt ebenfalls ein Pauschalsatz in Höhe von 2%, in dem Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag enthalten sind. Melden müssen Sie den Mini-Job bei der: Bundesknappschaft Essen Mini-Job-Zentrale 45115 Essen Telefon: 0 80 00 - 20 05 04.

Gleitzone zwischen 400,01 € und 800 €

Beschäftigen Sie einen Mitarbeiter, der regelmäßig zwischen 400,01 € und 800 € verdient, steigen die Beiträge Ihres Arbeitnehmers von 4% bei 400,01 € allmählich auf etwa 21% bei 800 € an. Für Ihre Arbeitgeberbeiträge gilt dies nicht. Sie zahlen ab 400,01 € in jedem Fall den vollen Beitragssatz in Höhe von 21%. Mehrere Mini-Jobs werden dabei zusammengerechnet.

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