Gratis-Download

Nutzen Sie jetzt gratis unsere Muster-Arbeitsverträge für Ihre Teilzeitkräfte und Aushilfen, Minijobber, kurzfristig beschäftigte Aushilfen und...

Jetzt downloaden

Minijob: Wie Sie die 400-€-Grenze nicht durch Zuschläge gefährden

0 Beurteilungen
Lohn Gehalt Teilzeitkraft Aushilfe Minijob

Von Günter Stein,

Gerade Mitarbeiter im Minijob werden häufig zu Zeiten eingesetzt, zu denen andere Mitarbeiter frei haben: an Sonntagen, Feiertagen oder nachts. Zahlen Sie für diese Arbeitszeiten Zuschläge, haben auch Ihre 400-€-Kräfte Anspruch auf die Zusatzentlohnung. Das Problem: Die Zuschläge können hier unter Umständen zum Überschreiten der 400 € monatlich führen, wenn das für die Zuschläge maßgebende Grundentgelt zu hoch ist. Ein aktuelles Besprechungsergebnis der Spitzenverbände der Sozialversicherungsträger (vom 21./22. 11. 2006) zeigt aber, dass die 400-€-Grenze auch bei einem Grundentgelt, das über der zulässigen Grenze liegt, nicht in jedem Fall gefährdet ist.

Gerade Mitarbeiter im Minijob werden häufig zu Zeiten eingesetzt, zu denen andere Mitarbeiter frei haben: an Sonntagen, Feiertagen oder nachts. Zahlen Sie für diese Arbeitszeiten Zuschläge, haben auch Ihre 400-€-Kräfte Anspruch auf die Zusatzentlohnung. Das Problem: Die Zuschläge können hier unter Umständen zum Überschreiten der 400 € monatlich führen, wenn das für die Zuschläge maßgebende Grundentgelt zu hoch ist. Ein aktuelles Besprechungsergebnis der Spitzenverbände der Sozialversicherungsträger (vom 21./22. 11. 2006) zeigt aber, dass die 400-€-Grenze auch bei einem Grundentgelt, das über der zulässigen Grenze liegt, nicht in jedem Fall gefährdet ist.

Welche Grenzen Sie für die Zuschläge einhalten sollten

Zahlen Sie Ihren Mitarbeitern mit Minijob Feiertags-, Nacht- und/oder Sonntagszuschläge, behandeln Sie diese seit dem 1. 7. 2006 folgendermaßen:

1. Die Zuschläge bleiben steuerfrei, soweit der Grundlohn, aus dem sie berechnet werden, 50 € nicht übersteigt.

2. Sie bleiben außerdem beitragsfrei (und zählen dann auch nicht zum Arbeitsentgelt, das zur Überschreitung der 400-€-Grenze führen könnte), soweit der Grundlohn, aus dem sie berechnet werden, 25 € nicht übersteigt.

3. Sie bleiben darüber hinaus nur dann steuer- und beitragsfrei, wenn folgende Prozentsätze nicht überschritten werden:

  • für Arbeit am Sonntag (0.00 – 24.00 Uhr) 50 % des Grundlohns
  • für Arbeit am 31.12. (14.00 – 24.00 Uhr) und an gesetzlichen Feiertagen (0.00 – 24.00 Uhr)125% des Grundlohns
  • für Arbeit am 24. 12. (14.00 – 24.00 Uhr) und am 25.12., am 26. 12. sowie am 1. 5. 150% des Grundlohns
  • für Nacharbeit in der Zeit von 20.00 bis 0.00 Uhr und von 4.00 bis 6.00 Uhr 25 % des Grundlohns
  • für Nachtarbeit für die Zeit von 0.00 bis 4.00 Uhr 40 % des Grundlohns

Auch bei mehr als 25 €/Stunde beitragsfrei

Nach dem Besprechungsergebnis können die Zuschläge aber auch bei einem Grundlohn von über 25 € beitragsfrei bleiben. Sie müssen aber dafür den Prozentsatz, de für den konkreten Zuschlag gilt, entsprechend reduzieren, so dass der Zuschlag im Ergebnis nicht höher ausfällt, als er ausfallen würde, wenn Sie die vorgegebenen Höchstgrenzen ausschöpfen.

Beispiel: Ein Mitarbeiter im Minijob erhält einen Nachtarbeitszuschlag in Höhe von 20 % aus einem Grundlohn von 30 €. Das ergibt 6 €. Diesen Zuschlag dürfen Sie beitragsfrei belassen, denn es kommt nur darauf an, wie hoch der Zuschlag im Ergebnis ausfällt. Würden Sie nämlich einen Nachtarbeitszuschlag von 25 % (zulässiger Höchstprozentsatz) aus einem Grundlohn von 25 € zahlen, ergäbe das 6,25 €. Der Zuschlag aus 30 € Grundlohn bleibt also durch Reduzierung des Prozentsatzes auf 20 % noch unter dem Zuschlag aus 25 €.

Wie Sie das Grundentgelt berechnen

Bei der Berechnung des Grundentgelts gehen Sie folgendermaßen vor:

1. Schritt: Gehen Sie vom laufenden Arbeitsentgelt des Mitarbeiters für eine Arbeitsstunde aus. Neben dem regulären Entgelt berücksichtigen Sie außerdem folgende Zahlungen:

  • laufende geldwerte Vorteile, Sachbezüge
  • Zulagen (z. B. wegen Schmutz)
  • vermögenswirksame Leistungen

Nicht zum Entgelt zählen dagegen:

  • Vergütungen für Überstunden
  • steuerfreie Bezüge (z. B. Aufwendungserstattungen)
  • Einmalzahlungen wie z.B. Weihnachtsgeld

2. Schritt: Trennen Sie die einzelnen Entgeltbestandteile in

  • das Basisgrundentgelt, das sind alle gleichbleibenden Zahlungen wie z. B. das Entgelt pro Stunde und die vermögenswirksamen Leistungen und
  • Grundentgeltzusätze, also Bestandteile, deren Höhe nicht im Voraus feststeht wie z. B. Zulagen

3. Schritt: Errechnen Sie den aus diesen Bestandteilen zusammengesetzten Gesamtentgeltanspruch pro Monat und daraus dann das Stundenentgelt, das der regelmäßigen Arbeitszeit des Monats entspricht. Für das Basisgrundentgelt ermitteln Sie dabei aus der vereinbarten Wochenarbeitszeit die Monatsarbeitszeit mit dem Faktor 4,35. Die Grundentgeltzusätze werden dagegen in der tatsächlich entstandenen Höhe berücksichtigt.

Beispiel: Sie beschäftigen eine Reinigungskraft in einem Minijob mit 10 Stunden pro Woche. Entgelt: 7,50 € pro Stunde, in bestimmten Fällen 0,50 € Schmutzzuschlag pro Stunde. Berechnung, wenn die Schmutzzulage in diesem Monat für 5 Std. fällig wurde:

7,50 € x 10 Std. x 4,35 = 326,25 €

Grundentgeltzusätze:

0,5 € x 5 Std. = 2,50 €

Gesamt 328,75 €

Das Grundentgelt, das Sie für die Berechnung der steuerfreien Zuschläge zu Grunde legen, beträgt damit:

328,75 : 10 : 4,35 = 7,56 €

Das gilt bei mehreren Zuschlägen

Treffen Feiertags- und Sonntagsarbeit zusammen, sind nicht beide Zuschläge nebeneinander steuerfrei möglich. Sie haben aber die Möglichkeit, den für den Arbeitnehmer günstigeren Feiertagszuschlag zu wählen.

Beispiel: Der Ostersonntag ist gleichzeitig ein Sonntag und ein gesetzlicher Feiertag. Ein Arbeitnehmer darf deshalb 125% seines Grundlohns zusätzlich steuer- und sozialabgabenfrei verdienen.

Trifft dagegen Nachtarbeit mit Sonn- oder Feiertagsarbeit zusammen, sind beide Zuschlagsarten gleichzeitig steuerfrei möglich.

Beispiel: Ihr Mitarbeiter arbeitet am Ostersonntag (8. 4. 2007) nachts von 0.00 bis 4.00 Uhr. Er kann zusätzlich zu seinem üblichen Entgelt 125% + 40 % seines Grundlohns verdienen.

Nach dem oben genannten Besprechungsergebnis müssen Sie diese Prozentsätze entsprechend reduzieren, wenn ein Mitarbeiter seine Zuschläge aus einem Grundentgelt erhält, das 25 € übersteigt, und die Zuschläge beitragsfrei bleiben sollen.

Lohn und Gehaltsabrechnung aktuell

Vom Anspruch auf Teilzeitbeschäftigung über Mutterschutz und Elternzeit bis hin zu Fragen zu Urlaubsgewährung, Überstunden und Sonderurlaub. Vereinfachen Sie jetzt Ihre Lohnabrechnung!

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Steigern Sie Ihre Erfolgsquote: Vergaberecht & Angebotsstrategien für Bieter

Machen Sie Ihre Lohn- und Gehaltsabrechnung unangreifbar!

Der persönliche 15-Minuten-Coach für erfolgreiche Führungskräfte, Chefs und Vorgesetzte.

Betriebliche Entgeltabrechnung auf dem neuesten Stand der Gesetzgebung und Rechtsprechung

Rechtssichere und professionelle Personalarbeit

Einfach und sicher im Personalbüro – Sozialversicherung | Lohnsteuer | Arbeitsrecht