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Minijobber: Hoppla, haben Sie an diese wichtigen Meldungen gedacht?

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Minijobber Meldung Entgeltabrechnung Minijob Arbei

Von Günter Stein,

Bei der Entgeltabrechnung haben Sie endlich mal was zu melden. Doch neben den häufig auftretenden Meldungen, gibt es einige Sachverhalte, die eine Meldepflicht auslösen – in der Praxis aber gerne übersehen werden. Die wichtigsten habe ich heute für Sie zusammengestellt:Achtung:

Arbeitsentgelt in der Gleitzone

Beschäftigen Sie Arbeitnehmer mit einem Arbeitsentgelt innerhalb der Gleitzone, also mit einem Arbeitsentgelt über 400 bis 800 Euro, müssen Sie das auch in der Meldung kenntlich machen. Folgende Schlüssel gelten:

0

kein Arbeitsentgelt innerhalb der Gleitzone

1

Arbeitsentgelt durchgehend innerhalb der Gleitzone

2

Arbeitsentgelt sowohl innerhalb als auch außerhalb der Gleitzone

Meldung von einmalig gezahltem Arbeitsentgelt

Einmalig gezahltes Arbeitsentgelt, z. B. Weihnachts- und Urlaubsgeld, Abfindung oder ähnliche Bezüge, wird grundsätzlich mit dem beitragspflichtigen laufend gezahlten Arbeitsentgelt gemeldet. Das kann im Rahmen einer Abmeldung, Jahres- oder Unterbrechungsmeldung sein. Das laufend gezahlte beitragspflichtige Arbeitsentgelt des Kalenderjahres erhöht sich dann um das einmalig gezahlte beitragspflichtige Arbeitsentgelt.

Achtung:

Sie müssen einmalig gezahltes Arbeitsentgelt gesondert melden, wenn

  • eine Jahres-, Unterbrechungs- oder Abmeldung für das Kalenderjahr, dem das Arbeitsentgelt zuzuordnen ist, nicht mehr erfolgt. Das ist der Fall, wenn aufgrund der bei der Beitragsberechnung zu beachtenden „Märzklausel“ die Einmalzahlung dem Vorjahr zuzuordnen ist und die Meldungen des Vorjahres bereits erstattet wurden oder
  • die folgende Jahres-, Unterbrechungs- oder Abmeldung kein beitragspflichtiges laufend gezahltes Arbeitsentgelt enthält oder
  • für das beitragspflichtige laufend und einmalig gezahlte Arbeitsentgelt unterschiedliche Beitragsgruppen gelten.

Für den Fall, dass Sie im laufenden Jahr bereits eine Unterbrechungsmeldung erstattet haben, können Sie die Einmalzahlung ebenfalls gesondert melden.

Fällig wird die Meldung mit der ersten folgenden Entgeltabrechnung, spätestens aber sechs Wochen nach der Zahlung.

Berichtigung und Stornierung einer Meldung

Zur Berichtigung einer Meldung müssen Sie die bisherige Meldung stornieren. Durch die Übermittlung einer neuen Meldung werden die richtigen Daten an die Einzugsstelle und den Rentenversicherungsträger weitergeleitet.

Meldung einer Namensänderung

Namensänderungen, Änderungen der Staatsangehörigkeit oder der Anschrift Ihrer Mitarbeiter werden mit der nächsten Entgeltabrechnung fällig.

Meldungen bei Insolvenz

Durch ein Insolvenzverfahren wird ein Beschäftigungsverhältnis grundsätzlich nicht berührt. Das Beschäftigungsverhältnis bleibt über den Tag des Insolvenzereignisses hinaus bestehen. Es endet allerdings mit der Aufnahme einer anderen Beschäftigung. Auch bei Ablehnung des Insolvenzantrags mangels Masse endet die Beschäftigung im arbeitsrechtlichen Sinn nicht.

Meldungen aus Anlass einer Insolvenz müssen von der Krankenkasse und vom Rentenversicherungsträger unbedingt als solche erkannt werden können. Es wird unter Umständen Arbeitsentgelt gemeldet, auf das der Mitarbeiter Anspruch hatte, ohne dass daraus eine Beitragszahlung erfolgte.

Ob und in welcher Höhe Insolvenz- oder Arbeitslosengeld vom Arbeitsamt gezahlt wurde oder ob der Insolvenzverwalter das Beschäftigungsverhältnis vor oder nach der Betriebsstilllegung kündigt und die Arbeitnehmer bis zum Ablauf der Kündigungsfrist von der Arbeit freistellt, ist unerheblich.

  • Meldung zum Tag vor dem Insolvenztag
    Als Arbeitsentgelt wird das bis zum Insolvenztag gezahlte Arbeitsentgelt zuzüglich des noch nicht ausgezahlten Arbeitsentgelts eingetragen. Grund der Abgabe 71.
  • Abmeldung zum Ende der Beschäftigung nach Ablauf der Kündigungsfrist.
    Grund der Abgabe 72.
  • Jahresmeldung
    Grund der Abgabe 70.

Die vom Insolvenzverwalter weiterbeschäftigten Arbeitnehmer sind vor dem Insolvenztag abzumelden (Abgabegrund: 30). In die spätere Abmeldung ist deren tatsächlich erzieltes Arbeitsentgelt einzutragen. Sofern ein Arbeitnehmer dann vor dem rechtlichen Ende der Beschäftigung freigestellt wird, ist eine weitere Meldung mit dem Abgabegrund 71 zum Tag der Freistellung erforderlich.

Gesonderte Meldung bei Rentenantrag

Stellt Ihr Mitarbeiter einen Rentenantrag, ist auf sein Verlangen eine Meldung bezüglich der beitragspflichtigen Einnahmen zu übermitteln. Die Meldung erfolgt frühestens drei Monate vor Rentenbeginn. Mittels dieser Daten errechnet der Rentenversicherungsträger bei Anträgen auf Altersrente die voraussichtlichen beitragspflichtigen Einnahmen für den verbleibenden Beschäftigungszeitraum bis zum Rentenbeginn. Als Grund der Abgabe geben Sie 57 an.

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