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Minijobber – schriftliche Arbeitsverträge lohnen sich doch nicht, oder?

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Urlaubsvertretung

Von Arno Schrader,

Die Frage: Wir haben nur ein kleines Unternehmen mit sieben Mitarbeitern. Ständig beschäftigen wir auch Minijobber bis zur Geringfügigkeitsgrenze. Unser Steuerberater rät uns, nur schriftliche Arbeitsverträge abzuschließen. Natürlich machen wir das nicht, da es uns viel zu umständlich ist. Im Schnitt ist ein Minijobber nur 3-6 Monate bei uns. Was soll der ganze Quatsch eigentlich?

 

Die Antwort: Eine deutliche Frage verdient eine deutliche Antwort. Nicht jedes Unternehmen schließt mit seinen Minijobbern schriftliche Arbeitsverträge. Dabei gibt es hierfür eine Vielzahl guter Gründe. Denken Sie stets daran, dass Ihren Minijobbern die gleichen Rechte zukommen, wie sämtlichen anderen Arbeitnehmern auch. Nur bei der Abrechnung des Entgelts gibt es Besonderheiten.
Das Nachweisgesetz verpflichtet Sie

  1. spätestens 1 Monat nach dem vereinbarten Beginn eines Arbeitsverhältnisses
  2. die wesentlichen Vertragsbedingungen
  3. schriftlich niederzulegen,
  4. die Niederschrift zu unterzeichnen und
  5. Ihrem Minijobber auszuhändigen.

Da Sie diesen Nachweis sowieso zu erstellen haben, ist es für Sie im Regelfall einfacher, gleich einen schriftlichen Arbeitsvertrag zu schließen. Falls Sie eine Befristungsabrede treffen wollen, bedarf diese ohnehin zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform (§ 14 Abs. 4 TzBfG).

Außerdem ist es in jedem Fall für Sie wichtig, den richtige Vertragstyp zu finden. Arbeitsvertrag ist nämlich nicht gleich Arbeitsvertrag.

Hier die wichtigsten Vertragsarten für Minijobber, die Sie unter Umständen auch miteinander kombinieren können:

  1. unbefristete Arbeitsverträge
  2. befristete Verträge
  3. kurzfristige Verträge
  4. Arbeitsverträge für Abrufarbeitsverhältnisse

 

 

Nehmen Sie auf jeden Fall in den Vertrag eine Formulierung auf, die Sie für den Fall der Mehrfachbeschäftigung Ihres Minijobbers absichert. Überschreitet dieser nämlich mit mehreren anderen Minijobs zusammen die Geringfügigkeitsgrenze, werden alle Tätigkeiten sozialversicherungspflichtig.

Bis zum 31.12.2012 gilt folgendes: Da Ihr Minijobber keine eigenen Beiträge an Kranken- und Rentenversicherung abführt, ist er aufgrund der Beschäftigung nicht pflichtversichert. Er kann jedoch auf eigene Kosten seinen Rentenversicherungsbeitrag um 5% bis zur Summe von 19,6 % aufstocken und erreicht auf diese Weise, dass die Beschäftigungszeiten vollwertig auf die Wartezeit in der Rentenversicherung angerechnet werden.

Sie sind verpflichtet, den Mitarbeiter auf diese Möglichkeit aufmerksam zu machen und sollten eine entsprechende Formulierung mit in den Arbeitsvertrag aufnehmen.
Ab dem 01.01.2013 gilt: Neu eingestellte Minijobber sind rentenversicherungspflichtig. Auf Antrag können sich Minijobber davon befreien lassen. Weisen Sie darauf mit folgender Formulierung hin:

„Der Minijobber wird darauf hingewiesen, dass er auf Antrag von der Versicherungspflicht in der Rentenversicherung befreit werden kann. Der Antrag ist dem Arbeitgeber schriftlich zu übergeben.“
Und jetzt sagen Sie mir einmal, wie Sie das alles in einem mündlichen Vertrag später beweisen wollen?

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