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Minijobs: Hier droht Ihren 400-Euro-Kräften mit Mehrfachbeschäftigung Versicherungspflicht

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Von Günter Stein,

Stellen Sie sich vor, Ihr Unternehmen beschäftigt eine Mitarbeiterin mit sehr unregelmäßigen Arbeitszeiten. So kann es vorkommen, dass sie in einem Monat nur zwischen 0 und 50 € verdient, in anderen aber bis 400 €. Was geschieht denn dann, wenn die Beschäftigte in einem weiteren geringfügigen Beschäftigungsverhältnis 320 € monatlich verdient?

Würde eine Beschäftigung in einem Privathaushalt angerechnet werden? Ergeben sich Änderungen, wenn Sie die Beschäftigte in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis übernehmen?

Minijobs: Entgelte werden zusammengerechnet

Fragen über Fragen. Hier sind die Antworten: Die Entgelte aus mehreren geringfügig entlohnten Beschäftigungen werden zusammengerechnet. Das gilt auch für das Entgelt, das Ihre Mitarbeiterin im Rahmen einer Beschäftigung im Privathaushalt verdient. Überschreitet das regelmäßige Arbeitsentgelt die 400-€- Grenze, handelt es sich bei der Mitarbeiterin nicht mehr um eine Minijobberin. Sie befindet sich mit ihrem Entgelt in der so genannten Gleitzone und ist voll sozialversicherungspflichtig (die Mitarbeiterbeiträge berechnen Sie allerdings aus einem nach bestimmten Regeln reduzierten Arbeitsentgelt).

Minijobs: Wann Sie einen Jahresdurchschnitt bilden müssen

Achtung: Um das regelmäßige Arbeitsentgelt feststellen zu können, müssen Sie bei schwankendem Entgelt einen Jahresdurchschnitt bilden. Dabei zählen Sie das gesamte laufende und einmalig gezahlte Entgelt eines Jahres zusammen und teilen es durch 12. Das Ergebnis darf bei einem Minijobber 400 € nicht überschreiten.

Beispiel: Ein Mitarbeiter verdient im Laufe eines Jahres in 4 Monaten 50 €, in 2 Monaten gar nichts und in den übrigen 6 Monaten 600 €. Insgesamt hat er in diesem Jahr also 3.800 € verdient. Geteilt durch 12 erhalten Sie einen Betrag von 316,67 €. Es handelt sich bei dem Beschäftigten also um einen Minijobber.

Minijobs: Wenn eine versicherungspflichtige Hauptbeschäftigung vorliegt

Übt Ihre Mitarbeiterin aber eine versicherungspflichtige Hauptbeschäftigung (wenn Sie sie in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis übernehmen) aus und kommt eine (oder mehrere) weitere geringfügig entlohnte Beschäftigung(en) hinzu, gilt Folgendes:

  1. Die zeitlich zuerst aufgenommene geringfügig entlohnte Beschäftigung bleibt immer versicherungsfrei.
  2. Die zweite und jede weitere geringfügig entlohnte Beschäftigung wird mit der Hauptbeschäftigung zusammengerechnet und dadurch versicherungspflichtig.

Beispiel: Eine Arbeitnehmerin ist in einem Supermarkt beschäftigt und verdient dort 1.000 € monatlich. Nebenher putzt sie in einer Bank und verdient dort 300 €. Schließlich nimmt sie einen weiteren Nebenjob in einer Tankstelle auf und verdient dort 150 €. Die Beschäftigung im Supermarkt und die Beschäftigung in der Tankstelle werden zusammengerechnet (Verdienst insgesamt 1.150 €). Die Beschäftigung in der Bank bleibt als Minijob sozialversicherungsfrei.

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