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Minijobs: Überstunden – Achten Sie auf die Mini-Jobber!

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Von Günter Stein,

Die Zahl der Überstunden ist, wie die aktuelle Statistik zeigt, in Deutschland also relativ hoch. Doch während das Abrechnen der „normalen“ Überstunden für Sie in der Lohn- und Gehaltsbuchhaltung meist kein Problem darstellt, heißt es, bei den 400-Euro-Mini-Jobbern aufpassen!

Übersteigt nämlich das regelmäßige Entgelt eines Mini-Jobbers die 400-Euro-Grenze, wandelt sich das bislang versicherungsfreie Beschäftigungsverhältnis (mit maximal 30 % Pauschalen für Sozialversicherung und Steuern) in ein versicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis.

Minijobs: Wann Überstunden die 400-Euro-Grenze gefährden

Wichtig ist folgende Unterscheidung: Nun können Überstunden aber vorhersehbar anfallen – oder unvorhersehbar. Das macht einen Unterschied! Fallen sie nämlich „unvorhergesehen“ an, führt ihre Bezahlung nicht zu einer Erhöhung des für die 400-Euro-Grenze zu Grunde liegenden Entgelts. Unvorhergesehen bedeutet zum z. B.: Vertretung, wenn ein Arbeitnehmer erkrankt ist, oder eine „Aufholjagd“ nach Produktionsausfall oder wenn unerwartet ein lukrativer, aber terminkritischer Auftrag an Land gezogen wird. Lässt sich eine solche „Unvorhersehbarkeit“ aber nicht begründen – z. B. die typischen Spitzenzeiten im Einzelhandel vor Weihnachten oder weil Überstunden vorhersehbar und regelmäßig anfallen –, müssen Sie diese Bezüge zum regelmäßigen Arbeitsentgelt hinzurechnen. Das gilt übrigens auch, wenn in Ihrem Unternehmen Überstunden pauschal abgegolten werden.

Minijobs: Was heißt also „unvorhergesehen“?

Maximal in 2 Monaten im Jahr können Sie in diesem Fall bei der Betrachtung der 400-Euro-Grenze das Entgelt aus den Überstunden außen vor lassen. Es zählt nicht mit. Wichtig ist, dass Sie dokumentieren, warum die Überstunden unvorhergesehen anfallen. Dazu reicht eine Notiz wie „unerwartete Vertretung der erkrankten Kollegin Frau Müller vom ... bis ...“.

Beispiel: Frau Bettina Müller arbeitet auf 400-Euro-Basis in Ihrem Unternehmen. Ihr monatlicher Verdienst liegt bei 380 Euro. Da auf Grund eines überraschend eingegangenen Auftrags seit April regelmäßig Überstunden anfallen, erhält sie nun zusätzlich jeden Monat eine pauschale Überstundenvergütung von 50 Euro. Folge: Frau Müller ist keine 400-Euro-Kraft mehr, da sie monatlich nun insgesamt 430 Euro verdient. Frau Müller ist – im Rahmen der Gleitzonenregelung – versicherungspflichtig geworden!

Minijobs: Wenn Überstunden nur vorübergehender Natur sind

Tipp: Möglicherweise sind die jetzt anfallenden Überstunden ja nur vorübergehender Natur. Es empfiehlt sich deshalb, in den ersten 2 Monaten auf eine pauschale Überstundenvergütung zu verzichten und die Abrechnung weiterhin nach den 400-Euro-Regeln vorzunehmen. Erst wenn sich abzeichnet, dass die Überstunden auch weiterhin anfallen, besteht Sozialversicherungspflicht, wobei Sie dann die Beitragsberechnung entsprechend der Gleitzonenregelung berücksichtigen müssen.

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