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Minijobs: Wie auch Ihre Minijobber Entgelt für die Altersvorsorge umwandeln können

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Minijobs

Von Günter Stein,

Unter bestimmten Umständen können sogar Ihre Minijobber die Möglichkeit der Entgeltumwandlung für die betriebliche Altersvorsorge nutzen.

Minijobs: So funktioniert die Entgeltumwandlung

Bei der Entgeltumwandlung verzichtet der betreffende Mitarbeiter auf einen Teil seiner zukünftigen Entgeltansprüche zu Gunsten des Erwerbs von Anwartschaften auf die betriebliche Altersvorsorge. Das schöne: Die umgewandelten Beträge sind für ihn steuer- und abgabenfrei. Interessant ist das also vor allem, wenn Ihr Minijobber bei Ihnen eine Zweitlohnsteuerkarte abgegeben hat und Sie nicht die pauschale Lohnsteuer abführen, sondern er individuell wird.

Minijobs: Minijobber haben keinen automatischen Anspruch

Der Anspruch auf Entgeltumwandlung aus § 1a des Betriebsverfassungsgesetzes (BetrAVG) steht nur Mitarbeitern zu, die in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert und beitragspflichtig sind. Ausgenommen vom Anspruch sind also beispielsweise:

  • Mitarbeiter, die sich von der gesetzlichen Rentenversicherung haben befreien lassen oder eben
  • geringfügig Beschäftigte.

Das bedeutet: Grundsätzlich hat Ihr Minijobber keinen Anspruch.

Minijobs: Wer seine Rentenversicherungsbeiträge aufstockt, darf Entgelt umwandeln

Anders liegt der Fall, wenn Ihr Minijobber auf die Versicherungsfreiheit in der Rentenversicherung verzichtet. Diese Möglichkeit steht ihm nach § 5 Abs. 2 Satz 2 Sozialgesetzbuch Sechstes Buch. Er würde hierfür die Möglichkeit nutzen, die für seinen Minijob anfallenden pauschalen Rentenversicherungsbeiträge. Nur so würde er auch Ansprüche aus seinen Einzahlungen erwerben. Und dann kann Ihr Mitarbeiter auch die Möglichkeit der Entgeltumwandlung nutzen.

Achtung: Auf diese Möglichkeit der Aufstockung müssen Sie als Arbeitgeber laut Minijobzentrale alle neuen Minijobber hinweisen. Die haben dann zwei Wochen Zeit, Ihnen eine Verzichtserklärung vorzulegen. Hat Ihr Minijobber bislang noch nicht auf die Versicherungsfreiheit in der Rentenversicherung verzichtet und interessiert sich für die Möglichkeit einer Entgeltumwandlung, sollten Sie ihn erneut auf die Möglichkeit hinweisen.

So läuft die Aufstockung konkret: Arbeitnehmer, die ihre Rentenversicherungsbeiträge aufstocken, zahlen seit 1. Januar 2007 einen Eigenanteil von 4,9 Prozent am Arbeitsentgelt. Sie übernehmen damit die Differenz des von Ihnen als Arbeitgeber gezahlten Pauschalbeitrags zur Rentenversicherung (15 Prozent) und dem allgemeinen Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung von 19,9 Prozent.

Das muss Ihr Minijobber für die Aufstockung tun: Ihr Minijobber muss Ihnen als Arbeitgeber schriftlich mitteilen, dass er auf die Rentenversicherungsfreiheit verzichtet. Die Aufstockung beginnt nach Angaben der Minijobzentrale sofort am Tag nach der Verzichtserklärung – es sei denn, Ihr Arbeitnehmer wünscht einen späteren Beginn. Eine rückwirkende Aufstockung ist nicht möglich.

Minijobs: So müssen Sie als Arbeitgeber auf die Verzichtserklärung reagieren

Ihre Aufgabe ist es, alle übrigen etwaigen Arbeitgeber über die Verzichtserklärung Ihres Minijobbers zu informieren.

Der Grund: Die Verzichtserklärung bezieht sich auf alle zum Zeitpunkt der Erklärung bestehenden und auch zukünftig aufgenommenen Beschäftigungsverhältnisse. Der Verzicht wird erst unwirksam, wenn Ihr Mitarbeiter kein 400-Euro-Minijob mehr ausübt.

Das sollte Ihr Minijobber über den Verzicht wissen: Ihr Minijobber kann seine Verzichtserklärung nicht widerrufen. Sie erlischt, wenn alle Minijobs aus der Zeit seiner Erklärung beendet sind.

Das bedeutet für ihn: Will Ihr Arbeitnehmer dann weiter seine Rentenversicherungsbeiträge aufstocken, muss er die Verzichtserklärung erneuern.

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