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Minijobs: Worauf Sie bei Zuschlägen für Arbeiten an Feiertagen, Sonntagen und für Nachtarbeit achten müssen

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Von Günter Stein,

Zahlen Sie Ihren Mitarbeitern Sonntags-, Feiertags- und/oder Nachtarbeitszuschläge, fallen die steuerliche und die sozialversicherungsrechtliche Behandlung auseinander. Das wissen Sie. Aber: Darauf müssen Sie besonders dann achten, wenn Sie durch diese Zusatzleistung die Entgeltgrenzen Ihrer Mini-Jobber nicht überschreiten wollen.

Zahlen Sie Ihren Mitarbeitern Sonntags-, Feiertags- und/oder Nachtarbeitszuschläge, fallen die steuerliche und die sozialversicherungsrechtliche Behandlung auseinander. Das wissen Sie. Aber: Darauf müssen Sie besonders dann achten, wenn Sie durch diese Zusatzleistung die Entgeltgrenzen Ihrer Mini-Jobber nicht überschreiten wollen.

Minijobs: Zuschläge grundsätzlich steuerfrei

Grundsätzlich gilt ja: Zuschläge für die tatsächlich geleistete Arbeit an Feiertagen, Sonntagen oder nachts sind steuerfrei, soweit das Grundentgelt 50 € pro Stunde nicht übersteigt. Sie sind aber nur dann auch beitragsfrei (und zählen nicht zum Arbeitsentgelt), wenn

a) sie steuerfrei sind und

b) das Grundentgelt pro Stunde 25 € nicht überschreitet (§ 1 Nr. 1 Sozialversicherungsentgeltvero<wbr />rdnung (SvEV)).

Beispiel: Sie haben in der EDV-Abteilung einen Rentner auf 400-€-Basis beschäftigt. Da dieser hochqualifizierte Arbeit leistet, erhält er einen Stundenlohn von 30 €. Als er wegen eines Serverausfalls für eine Nachtschicht eingeteilt wird, erhält er auch die entsprechenden Nachtarbeitszuschläge. Diese sind für ihn zwar steuerfrei, aber nicht mehr beitragsfrei. Sie zählen zum regelmäßigen Arbeitsentgelt und können zur Überschreitung der 400-€-Grenze führen

Minijobs: Achten Sie unbedingt auf die Grenzen

Erste Voraussetzung für die Beitragsfreiheit der Zulagen ist die Steuerfreiheit. Die Zulagen für die Arbeit an Feiertagen, Sonntagen und für Nachtarbeit sind aber nicht in unbegrenzter Höhe steuerfrei.

1) Diese Beträge dürfen Sie 2009 und 2010 maximal für Sonn- und Feiertagsarbeit bezahlen:

  • für Arbeit am Sonntag (0.00–24.00 Uhr) 50 % des Grundlohns
  • für Arbeit am 31.12. (14.00 –24.00 Uhr) und an gesetzlichen Feiertagen (0.00–24.00 Uhr) 125% des Grundlohns
  • für Arbeit am 24. 12. (14.00–24.00 Uhr) und am 25. 12., am 26. 12. Sowie am 1. 5. 150% des Grundlohns

Wichtig: Treffen Feiertags- und Sonntagsarbeit zusammen, sind nicht beide Zuschläge nebeneinander steuerfrei möglich. Ihr Unternehmen hat aber die Möglichkeit, den für den Arbeitnehmer günstigeren Feiertagszuschlag zu wählen.

2) Folgende Beträge dürfen Sie maximal für Nachtarbeit zahlen:

  • grundsätzlich 25 % des Grundlohns für die Zeit von 20.00 bis 0.00 Uhr und von 4.00 bis 6.00 Uhr
  • für die Zeit von 0.00 bis 4.00 Uhr 40%

Minijobs: Wenn Nachtarbeit mit Feiertagsarbeit zusammenfällt

Wichtig: Trifft Nachtarbeit mit Sonn- oder Feiertagsarbeit zusammen, sind beide Zuschlagsartengleichzeitig steuerfrei möglich.

Beispiel: Ein Mitarbeiter Ihres Unternehmens arbeitet in der Nacht des 1. 1. 2010 von 0.00 bis 4.00 Uhr gearbeitet. Er kann zusätzlich zu seinem üblichen Entgelt 125% + 40% seines Grundlohns verdienen.

Bitte beachten: Unabhängig von ihrer Höhe sind Zuschläge, die Ihr Unternehmen Mitarbeitern für die Arbeit an Feier- oder Sonntagen oder für Nachtarbeit zahlt, in der Unfallversicherung immer Arbeitsentgelt (§ 1 Abs. 2 SvEV). Daran müssen Sie vor allem denken, wenn Sie den in Ihrem Unternehmen verdienten Gesamtlohn an die Berufsgenossenschaft melden. Danach richten sich die Beiträge, die Ihr Betrieb für die Unfallversicherung der Mitarbeiter abführen muss.

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