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Nutzen Sie den Steuervorteil: Mieten Sie das Arbeitszimmer Ihrer Teilzeitkraft

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Von Günter Stein,

Ihre Teilzeitkräfte nutzen einen Raum in der eigenen Wohnung als Arbeitszimmer (z.B. Heimarbeitsplatz)? Der Bundesfinanzhof (BFH) hat bereits in einem Urteil vom 16.12.2004 ...

Ihre Teilzeitkräfte nutzen einen Raum in der eigenen Wohnung als Arbeitszimmer (z.B. Heimarbeitsplatz)? Der Bundesfinanzhof (BFH) hat bereits in einem Urteil vom 16.12.2004 – IV R 19/03 – präzisiert, unter welchen Voraussetzungen ein Arbeitnehmer seinem Arbeitgeber einen Büroraum vermieten kann.

Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat in einem Schreiben vom 13. 12. 2005 zur Anwendung dieses Urteils Stellung genommen. Danach liegt Arbeitslohn dann vor, wenn ein Vorteil durch das individuelle Arbeitsverhältnis veranlasst ist. Hieran fehlt es, wenn der Arbeitgeber Vorteile aufgrund einer anderen, neben dem Arbeitsverhältnis bestehenden gesonderten Rechtsbeziehung zuwendet – z. B. aufgrund eines Mietverhältnisses. Sie leisten Zahlungen für ein im Haus oder in der Wohnung Ihres Arbeitnehmers gelegenes Büro, das er für seine Arbeit nutzt? Dann grenzen Sie wie folgt ab:

Arbeitslohn

Dient die Nutzung des Raums in erster Linie den Interessen des Arbeitnehmers, liegt Arbeitslohn vor. Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge fallen an.

Mieteinnahmen

Die Mietzahlungen stellen dann Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung dar, wenn das Arbeitszimmer vorrangig im betrieblichen Interesse des Arbeitgebers genutzt wird. Dieses Interesse muss über die Entlohnung des Arbeitnehmers sowie die Erbringung der Arbeitsleistung hinausgehen. Ihr Mitarbeiter kann dann seine Kosten für den häuslichen Arbeitsraum im Gegenzug als Werbungskosten bei seinen Einkünften aus Vermietung und Verpachtung absetzen.

Das müssen Sie beachten

Sowohl die Ausgestaltung der Vereinbarung zwischen Ihnen und dem Arbeitnehmer als auch die tatsächliche Nutzung des angemieteten Raums müssen maßgeblich und objektiv nachvollziehbar von Ihren Bedürfnissen geprägt sein.

Ein betriebliches Interesse nehmen Sie an, wenn beispielsweise folgende Anhaltspunkte vorliegen:

  • Für Ihren Arbeitnehmer sind im Unternehmen keine geeigneten Arbeitszimmer vorhanden. Ihre Versuche, entsprechende Räume von fremden Dritten anzumieten, sind erfolglos geblieben.
  • Sie haben für andere Arbeitnehmer ohne Arbeitszimmer in der eigenen Wohnung entsprechende Verträge mit fremden Dritten begründet. Die Dritten dürfen nicht bei Ihnen beschäftigt sein.
  • Sie haben eine ausdrückliche schriftliche Vereinbarung über die Bedingungen der Nutzung des überlassenen Raums abgeschlossen.

Das spielt keine Rolle: Für das Vorliegen eines betrieblichen Interesses kommt es nicht darauf an, ob

  • ein entsprechendes Nutzungsverhältnis zu gleichen Bedingungen auch mit einem fremden Dritten hätte begründet werden können,
  • die vereinbarte Miete die Höhe der ortsüblichen Miete unterschreitet. Denn das geforderte betriebliche Interesse wird durch eine für den Arbeitgeber günstige Gestaltung der Rechtsbeziehung nicht infrage gestellt.

Weiterer Arbeitsplatz vorhanden Gegen das betriebliche Interesse spricht, wenn Ihr Arbeitnehmer in Ihrem Betrieb über einen weiteren Arbeitsplatz verfügt. Sie gestatten oder dulden die Nutzung des häuslichen Arbeitszimmers lediglich. Dann gehen Sie grundsätzlich von einem vorrangigen Interesse des Arbeitnehmers an der Nutzung des häuslichen Arbeitszimmers aus. Damit stellen Ihre Zahlungen Arbeitslohn dar.

Zur Widerlegung der Annahme muss ein Arbeitnehmer das vorrangige Interesse seines Arbeitgebers am zusätzlichen häuslichen Arbeitsplatz nachweisen. Ein etwa gleichgewichtiges Interesse von Arbeitgeber und Arbeitnehmer reicht nicht aus.

TIPP: Erstatten Sie Ihren Teilzeitkräften nur dann die Kosten für deren häuslichen Arbeitsraum, wenn Ihr betriebliches Interesse im Vordergrund steht. Sonst liegt steuer- und sozialversicherungspflichtiger Arbeitslohn vor. Schließen Sie einen Mietvertrag ab. Dabei ist die zeitliche Kopplung an die Berufs- oder Amtszeit Ihres Arbeitnehmers nicht schädli

 

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