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Rezession, Finanzkrise, Aktiencrash: Bevor Sie den Gürtel enger schnallen …

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Lohn Gehalt Minijob

Von Günter Stein,

Rezession, Finanzkrise, Aktiencrash … wenn man in diesen Tagen die Zeitung liest, kann man es schnell mit der Zukunftsangst zu tun bekommen.

Kein Wunder, dass immer mehr Selbstständige den Gürtel enger schnallen und auch bei den privaten Ausgaben sparen. Aber muss das wirklich sein? Verzicht wegen der ungewissen wirtschaftlichen Aussichten?

Ich finde nicht. Denn es gibt einen wunderbaren Weg, mit dem Sie als Selbstständiger Ihren Angehörigen viel Gutes tun können. Und das mit kräftiger finanzieller Beteiligung des Finanzamts! Bevor ich Ihnen genau erkläre, wie es funktioniert, hier nur zwei Beispiele, die Ihnen zeigen, was möglich ist:

  • Sie können Ihrem Ehepartner regelmäßig das Benzin fürs Auto zahlen – und die Kosten dafür als Betriebsausgaben absetzen!
  • Sie können Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter das Handy mit allen Gebühren finanzieren – und auch diese Kosten Steuer mindernd als Betriebsausgaben ansetzen.

Wenn Sie sich jetzt fragen wie das funktioniert, dann verrate ich Ihnen gern das Zauberwort. Es heißt schlicht und einfach:

Mini-Job.

Wenn Sie es noch nicht getan haben, dann stellen Sie spätestens jetzt Ihren Lebenspartner oder andere Angehörige als Mini-Jobber bzw. 400-€-Kraft ein. Das eröffnet Ihnen ungeahnte Möglichkeiten, die bisher viel zu wenig genutzt werden. Denn, was viele nicht wissen:

Auch bei 400-€-Kräften – und natürlich auch bei Angehörigen, die Sie so angestellt haben – können Sie die 400-€-Grenze durchbrechen. Ganz legal. Und das geht so:

Sie zahlen Ihren Mini-Jobbern Zusatzleistungen, die das Finanzamt steuerfrei akzeptiert. Für Sie sind die Ausgaben Steuer mindernde Betriebsausgaben. Und Ihre Teilzeitkraft bleibt so unter der wichtigen 400-€-Grenze und hat trotzdem mehr Geld auf dem Konto. Ich kenne Selbstständige, die ihren 400-€-Kräften bis zu 800 € und mehr im Monat zukommen lassen!

Wenn Sie heute damit beginnen wollen, dann sind Benzingutscheine ein guter Start.

Beispiel: Benzingutscheine

Angesichts der hohen Spritpreise ist diese Zuwendung besonders beliebt. Zusätzlich zum Lohn können Sie Ihren Mitarbeitern (und ich sage es noch einmal: natürlich auch Ihren Angehörigen, die Sie z. B. als 400-€-Jobber angestellt haben) einen Benzingutschein im Wert bis maximal 44 € pro Kalendermonat und Mitarbeiter zukommen lassen. Das bleibt lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei.

Vorsicht aber! Der Gutschein darf keinen konkreten Euro-Betrag enthalten. Mit folgender Formulierung lässt sich diese Falle leicht umgehen:

„Gutschein für Herrn/Frau … über 25 Liter Benzin, einzulösen bei der Tankstelle xyz“.

Noch eine gute Nachricht:

Es gibt insgesamt 33 Zugaben, die Sie an Ihre Angestellten und Mini-Jobber auszahlen können! Möglich sind zum Beispiel:

  • Arbeitskleidung zur Verfügung stellen
  • Aufmerksamkeit (z.B. Geschenke zum Geburtstag)
  • Kindergartenzuschüsse
  • Übernahme der Kosten für Mobiltelefon und Internet
  • Rabatte u.v.m.

Und wo ist der Haken bei der Sache?

Die einzige Gefahr ist: Den Finanzämtern ist das alles natürlich ein Dorn im Auge. Bei Betriebsprüfungen werden die Arbeitsverhältnisse mit Angehörigen deshalb besonders genau unter die Lupe genommen. Hier sollten Sie für eine gute Aktenlage sorgen, damit Ihnen niemand unterstellen kann, das Arbeitsverhältnis würde rein aus steuerlichen Gründen nur auf dem Papier bestehen.

Fünf einfache Maßnahmen reichen aus, um auf der sicheren Seite zu sein:

  1. Schließen Sie deshalb stets einen schriftlichen Arbeitsvertrag und achten Sie darauf, dass er hinsichtlich der Lohnhöhe, der Arbeitsbedingungen und der Abwicklung wie mit jedem beliebigen Dritten gestaltet ist, also dem so genannten Fremdvergleich standhält.
  2. Sorgen Sie dafür, dass Ihr angestellter Angehöriger einen Arbeitsplatz hat und tatsächlich einer sinnvollen Beschäftigung nachgeht.
  3. Zeichnen Sie die geleisteten Stunden auf – das geht z. B. ganz einfach, wenn Sie die Stunden auf einem Jahreskalender oder einem Stundenzettel eintragen.
  4. Überweisen Sie den Lohn auf ein Konto des Angehörigen.
  5. Melden Sie den Angehörigen korrekt zur Sozialversicherung oder als Mini-Jobber an.

Halten Sie sich an diese Regeln, sind Sie auf der sicheren Seite. Und Ihre Angehörigen genießen Ihren Zugaben – während andere den Gürtel enger schnallen müssen.

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