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So überprüfen Sie, was Ihre 450-€-Kräfte sonst so treiben

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Urlaubsvertretung

Von Gerhard Schneider,

Leserfrage: Eine meiner Aushilfen, die ich als 400-€-Kraft angestellt habe, hat sich heute verplappert und durchblicken lassen, dass sie sich noch einen weiteren 400-€-Job suchen will. Ist das überhaupt möglich? Was muss ich jetzt tun?

 

Antwort: Es ist durchaus möglich, dass ein Mitarbeiter neben dem bei Ihnen ausgeübten einen weiteren Minijob hat. Voraussetzung: Der Lohn, aus allen geringfügigen Beschäftigungen zusammengenommen, überschreitet nicht die Geringfügigkeitsgrenze von 450 € pro Monat.
Beispiel: Eine 450-€-Aushilfe übt folgende Beschäftigungen aus:

  • Bei Ihnen: 200 € monatlich
  • Bei Arbeitgeber X: 150 € monatlich
  • Bei Arbeitgeber Y: 100 € monatlich

Weil es sich, einzeln betrachtet, um geringfügig entlohnte Beschäftigungen handelt, werden die Lohnzahlungen aller 3 Jobs addiert. Die Summe beträgt 450 €. Damit wird die Grenze nicht überschritten und alle 3 Beschäftigungen bleiben versicherungsfrei. Alles in Ordnung!

Trotzdem gibt es eine Gefahr:

Ein weiterer Job kann unangenehme Folgen haben – nämlich dann, wenn Ihr
450-€-Jobber heimlich noch einen oder mehrere andere Minijobs hat, mit denen er zusammen mehr als 450 € verdient. Dann drohen Ihnen teure Nachzahlungen. Plötzlich werden Steuern und Sozialabgaben fällig – auch dann, wenn Sie nichts von dem Job gewusst haben.
Beispiel: Der Minijobber aus dem Beispiel oben kündigt bei Arbeitgeber Y und beginnt am 1.5.2013 bei Arbeitgeber Z:

  • Bei Ihnen: 200 € monatlich
  • Bei Arbeitgeber X: 150 € monatlich
  • Bei Arbeitgeber Y: 200 € monatlich

Folge jetzt: Die Summe aus den 3 Minijobs liegt nun bei 550 € und damit über der Grenze von 450 €. Ab dem Tag, an dem die Aushilfe den Job angetreten hat, der zur Überschreitung führt, tritt Versicherungspflicht in allen Beschäftigungen ein.

 

So gehen Sie vor, um keinen Ärger zu riskieren

Als Arbeitgeber sind Sie verpflichtet, die sozialversicherungsrechtliche Beurteilung der Arbeitnehmer vorzunehmen und die Beiträge zu berechnen und abzuführen: Das heißt: Sie sind verpflichtet zu überprüfen, ob der Mitarbeiter andere Jobs hat und dadurch gegebenenfalls die Grenze überschreitet. Gehen Sie dabei so vor:

  • Lassen Sie 450-€-Jobber bereits vor Aufnahme ihrer Tätigkeit eine Erklärung über alle aktuell ausgeübten weiteren Tätigkeiten unterzeichnen.
  • Nehmen Sie in die Erklärung eine Belehrung darüber auf, dass der Mitarbeiter verpflichtet ist, Ihnen auch später aufgenommene (oder bereits im Kalenderjahr ausgeübte) Tätigkeiten sofort anzuzeigen.
  • Erläutern Sie den Mitarbeitern in der Erklärung die Folgen von möglichen Überschreitungen der 450-€-Grenze. Stellen Sie außerdem klar, dass Sie im Fall von wahrheitswidrigen Angaben und dadurch bedingten Nachzahlungen Rückgriff beim Mitarbeiter nehmen werden.
  • Wichtig bei Mitarbeitern, die nicht so gut Deutsch sprechen: Vergewissern Sie sich, dass der Beschäftigte alle Punkte verstanden hat, bevor er die Erklärung unterschreibt.

 

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