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Steuern auf Mini-Job zahlt Arbeitnehmer

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Von Günter Stein,

Eine Arbeitnehmerin war als geringfügig beschäftigte Reinigungskraft tätig. Im Arbeitsvertrag war ein „Tariflohn von zurzeit 627 DM monatlich brutto“ vereinbart.

Da die Arbeitnehmerin keine Lohnsteuerkarte vorgelegt hatte, führte der Arbeitgeber von dem Bruttolohn den Pauschalsteuersatz von 2 % ab. Die Mitarbeiterin hielt das für unzulässig und klagte auf Auszahlung der Abzugsbeträge. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) wies die Klage ab. Der Arbeitgeber durfte die Lohnsteuer abziehen, weil die Parteien im Arbeitsvertrag eine Bruttolohnabrede getroffen haben.

BAG, Urteil vom 01.02.2006, Az.: 5 AZR 628/04

Steuerschuld muss Arbeitnehmer tragen Welche Arbeitsvertragspartei die anfallende Lohnsteuer zu tragen hat, richtet sich auch bei geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen nach dem Arbeitsvertrag. Ist dort keine Regelung getroffen, trägt der Arbeitnehmer die Steuer selbst.

Arbeitgeber-Tipp: Um Streitigkeiten von vornherein aus dem Weg zu gehen, sollten Sie gerade im Arbeitsvertrag mit geringfügig Beschäftigten klarstellen, dass sich der vereinbarte Lohn als Bruttobetrag versteht!

Steuerliche Behandlung von Mini-Jobs:

Bei geringfügig Beschäftigten, deren Arbeitsentgelt im Monat 400 € nicht übersteigt, sind folgende Möglichkeiten der Besteuerung zu unterscheiden:

  1. Besteuerung nach Lohnsteuerkarte: Wird die geringfügige Beschäftigung anhand einer vorgelegten Lohnsteuerkarte versteuert, richtet sich die Lohnsteuer nach der Steuerklasse.
  2. Pauschalbesteuerung durch den Arbeitgeber: Daneben können Sie unter Verzicht auf die Vorlage der Lohnsteuerkarte die Lohnsteuer Ihrer geringfügig Beschäftigten pauschal abführen, § 40a Abs. 2 Einkommensteuergesetz (EStG). Die Höhe richtet sich danach, ob Sie den Pauschalbeitrag zur Rentenversicherung entrichten. Führen Sie diesen Pauschalbeitrag ab, beträgt der Pauschalsteuersatz nur 2 %. Haben Sie keinen Pauschalbeitrag zu entrichten, etwa weil eine Zusammenrechnung mit anderen Beschäftigungen erfolgt oder bei Studierenden im Praktikum, beträgt der Pauschalsteuersatz 20 %.

Hinweis: Die einheitliche Pauschalsteuer müssen Sie nicht – wie sonst üblich – an das Betriebsstättenfinanzamt, sondern an die Bundesknappschaft (Minijob-Zentrale) abführen.

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