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Urlaubsgeld für Minijobber?

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Urlaubsvertretung

Von Gerhard Schneider,

Leserfrage: Einer meiner 400-€-Jobber hat gesagt, dass er Urlaubsgeld von mir haben will. Er meinte er hätte einen Anspruch darauf. Im Arbeitsvertrag ist nichts dazu vereinbart. Muss ich ihm trotzdem Urlaubsgeld zahlen?

 

Antwort: Ein gesetzlicher Anspruch auf Urlaubsgeld, das heißt eine zusätzlich zum Urlaubsentgelt gezahlte Zuwendung, besteht nicht. Diese Leistung können Ihre Mitarbeiter nur verlangen, wenn der Anspruch entweder in einem Tarifvertrag, in einer Betriebsvereinbarung oder im Arbeitsvertrag festgelegt ist oder aufgrund einer betrieblichen Übung besteht (wenn Sie es also vorbehaltlos mindestens 3 Jahre hintereinander gezahlt haben).

Es gibt eine interessante Alternative

Wenn Sie Ihre Mitarbeiter durch eine steuergünstige Extra-Zahlung motivieren wollen, gibt es eine interessante Alternative zum Urlaubsgeld:
Ein beliebtes, aber oft vergessenes Gehalts-Extra ist immer die sogenannte Erholungsbeihilfe, die Sie auch in diesem Sommer gut einsetzen können, um Ihre Mitarbeiter mit einem Extra zu motivieren. Das Schöne an dieser Idee:
Sie können Ihren Mitarbeitern quasi abgabenfreies Urlaubsgeld gewähren.
Geregelt ist diese Möglichkeit in § 40 Abs. 2 Nr. 3 des Einkommensteuergesetzes. Voraussetzung ist lediglich, dass Sie die Zahlung mit 25 % pauschal versteuern (zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer).

 

Halten Sie diese Höchstgrenzen ein

Die Erholungsbeihilfe dürfen Sie mehrmals im Jahr gewähren. Allerdings gelten jährliche Höchstgrenzen, die nicht überschritten werden dürfen:

  • 156 € je Arbeitnehmer
  • 104 € für den Ehepartner des Arbeitnehmers
  • 52 € für jedes Kind des Arbeitnehmers

Beispiel: Eine Mitarbeiterin ist verheiratet und hat zwei Kinder. In diesem Fall können Sie ihr 364 € netto als Erholungsbeihilfe auszahlen (156 € für die Mitarbeiterin, 104 € für ihren Ehemann, 104 € für die beiden Kinder). An das Finanzamt überweisen Sie 96 € (25 % pauschale Lohnsteuer plus Solidaritätszuschlag, ohne Kirchensteuer).

Die Bedingungen

Damit das Finanzamt die Erholungsbeihilfe anerkennt, beachten Sie Folgendes:

  • Zahlen Sie diese Beihilfe zusätzlich zum normalen Gehalt. Sie dürfen keine regulären Lohnzahlungen dafür umwandeln.
  • Die Beihilfe muss im Zusammenhang mit einem Urlaub des Mitarbeiters stehen. Zahlen Sie die Beihilfe deshalb frühestens drei Monate vor oder spätestens drei Monate nach dem Urlaub aus.
  • Die Pauschalsteuer müssen Sie als Arbeitgeber zahlen. Wälzen Sie diese auf den Mitarbeiter ab, handelt es sich um Arbeitslohn. Auf diesen Betrag würde dann die individuelle Lohnsteuer anfallen.

Achten Sie darauf, dass Sie eine solche Beihilfe nicht nur einzelnen Mitarbeitern geben können, sondern wenn, dann allen.

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