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Vergütung in der Altersteilzeit: Arbeitsentgelt & Aufstockung

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Vergütung der Altersteilzeit

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Die Vergütung eines Mitarbeiters in Altersteilzeit setzt sich aus 2 Bestandteilen zusammen: zum einen aus der Hälfte des Bruttoentgelts, das ohne Altersteilzeit fällig wäre und zum anderen aus einem Aufstockungsbetrag. Diese Zahlungen müssen Sie kontinuierlich in monatlich gleichbleibenden Beträgen leisten, auch wenn die Arbeitszeit ungleichmäßig verteilt ist (z. B. im Blockmodell).

 

So errechnet sich der Aufstockungsbetrag

Das laufende Arbeitsentgelt eines Mitarbeiters in Altersteilzeit müssen Sie um 20 % des Regelarbeitsentgelts aufstocken (§ 3 Abs. 1 Nr. 1, § 6 Abs. 1 ATG).

Das Regelarbeitsentgelt ist dabei das auf einen Monat entfallende sozialversicherungspflichtige Arbeitsentgelt bis zur Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung (Beitragsbemessungsgrenze 2011: 5.500 €/Monat West, 4.800 €/Monat Ost)

  • einschließlich vermögenswirksame Leistungen, Prämien und Zulagen, Zuschläge für Sonn-, Feiertags- oder Nachtarbeit und Sachbezüge oder geldwerte Vorteile,
  • aber ohne Zahlungen, die einmalig oder nicht regelmäßig geleistet werden (z. B. Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, Mehrarbeitsvergütungen).

Leistungen, die Sie trotz halber Arbeitszeit weiter voll gewähren, brauchen Sie bei der Aufstockung ebenfalls nicht zu berücksichtigen.

Beispiel-Lohnabrechnung für April

Halbierter laufender Monatslohn 2.250 €
Zulage für Rufbereitschaft (schwankend, im April) 320 €
Urlaubsgeld 1.130 €
Mehrarbeitsvergütung (fällt nicht jeden Monat an) 180 €
Vermögenswirksame Leistungen (voller Betrag) 39 €
Regelarbeitsentgelt (2.250 € + 320 €, da neben dem
Lohn nur die Zulage zu berücksichtigen ist)
2.570 €
Mindestaufstockungsbetrag (20 % von 2.570 €) 514 €

Ändert sich das Regelarbeitsentgelt (beispielsweise durch eine Lohnerhöhung, variierende Zulagen etc.), berechnen Sie den Aufstockungsbetrag neu. Im Ergebnis bekommt der Mitarbeiter damit etwa 60 % des letzten Lohns. Die frühere Garantie von mindestens 70 % des letzten Nettolohns gibt es nicht mehr.

Höhere Aufstockungsbeträge sind möglich

Einige Tarifverträge sehen einen höheren als den gesetzlichen Mindestaufstockungsbetrag vor. Auch gibt es Arbeitgeber, die aus freien Stücken mehr zahlen. Der Aufstockungsbetrag ist steuer- und beitragsfrei, solange der Nettolohn des Mitarbeiters zuzüglich Aufstockungsbetrag den Nettolohn, den er bei voller Arbeitszeit erzielt hätte, nicht übersteigt. Demnach können Sie auch Einmalzahlungen oder in voller Höhe gewährte vermögenswirksame Leistungen in die Aufstockung einbeziehen.

 

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