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Vorsicht bei Fahrtkostenzuschüssen für Mini-Jobber

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Lohn Gehalt Minijob

Von Günter Stein,

Sind in Ihrem Unternehmen geringfügig entlohnte Mini-Jobber versicherungsfrei beschäftigt, dürfen diese keinen Cent mehr als 400 € verdienen. Anderenfalls droht die Versicherungspflicht.

Dabei können auch Fahrtkostenzuschüsse zum Überschreiten der 400-€-Grenze führen, wie ein aktuelles Urteil des Bayerischen Landessozialgerichts (LSG) zeigt (26.6.2008, AZ: L 5 KR 482/07).

Minijobs: Geringfügigkeitsgrenze durch Fahrtkostenzuschuss überschritten

Im Streitfall hatte ein Unternehmen eine Putzfrau als Mini-Jobberin versicherungsfrei beschäftigt und ihr zusätzlich Fahrgeld gezahlt. Dieser Fahrtkostenzuschuss führte allerdings zum Überschreiten der Geringfügigkeitsgrenze und damit nach einer Betriebsprüfung zur Nachzahlung von Sozialversicherungsbeiträgen. Das Unternehmen wehrte sich gegen die Nachzahlung, hatte damit aber keinen Erfolg. Fahrtkostenzuschüsse zählten zum Arbeitsentgelt und müssten damit berücksichtigt werden, wenn es um Entgeltgrenzen geht, so die Begründung des Sozialgerichts (SG) Bayreuth. Das LSG bestätigte diese Begründung.

Minijobs: Pauschalieren Sie die Fahrtkostenzuschüsse möglichst!

Nach § 40 Abs. 2 Einkommensteuergesetz (EStG) dürfen Sie Fahrtkostenzuschüsse pauschal mit 15 % versteuern. Voraussetzung ist, dass der Mitarbeiter den Zuschuss zusätzlich zu seinem Arbeitsentgelt erhält. Entscheidender Vorteil dieser Pauschalierung: Pauschal besteuerte Fahrtkostenzuschüsse zählen nicht zum Arbeitsentgelt. Sie können diese Zuschüsse also auch 400-€-Kräften oder Mitarbeitern in der Gleitzone (800 € im Monat) zahlen, ohne die Entgeltgrenze im Auge behalten zu müssen.

Minijobs: Pauschalversteuerung der Fahrtkostenzuschüsse erst ab dem 21. Kilometer

Aber Achtung: Die Pauschalierungsmöglichkeit der Fahrtkostenzuschüsse besteht nur in Höhe der abziehbaren Werbungskosten. Da seit dem 1.1.2007 die abzugsfähigen Aufwendungen für den Mitarbeiter erst ab dem 21. Kilometer beginnen, ist auch Ihre Möglichkeit zur Pauschalversteuerung auf den entsprechenden Betrag beschränkt. Das Bundesverfassungsgericht wird voraussichtlich noch im Jahr 2008 entscheiden, ob diese Beschränkung verfassungsgemäß ist.

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