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Vorsicht Falle: Welche Beiträge für Mehrfachbeschäftigte fällig werden

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Urlaubsvertretung

Von Günter Stein,

Es kommt immer wieder vor, dass Minijobber nicht nur einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen. Wird die 400-€-Grenze trotz Zusammenrechnung mehrerer geringfügiger Beschäftigungen nicht überschritten, sind aus dem gezahlten Arbeitsentgelt bloß Pauschalbeiträge an die Kranken- und Rentenversicherung zu entrichten. Das sind 13 bzw. 15 % des Arbeitsentgelts. (Bei Beschäftigten im Haushalt sind sowohl in der Kranken- als auch in der Rentenversicherung jeweils 5 % des Arbeitsentgelts zu zahlen.)

 

Besteht in der Hauptbeschäftigung Versicherungspflicht, ändert sich an Ihrer Verpflichtung, Pauschalbeiträge zu zahlen, nichts (Geringfügigkeits-Richtlinien der Spitzenverbände der Sozialversicherungsträger vom 14.10.2009). Ist Ihre Teilzeitkraft versicherungspflichtig, sind bundeseinheitlich Beiträge von 15,5 % in der gesetzlichen Krankenversicherung zu zahlen.
Solange die Entgelte aus allen Beschäftigungsverhältnissen nicht die Beitragsbemessungsgrenze der Krankenversicherung übersteigen, sind die von Ihnen zu zahlenden Beiträge mittels des Beitragssatzes aus dem von Ihnen gezahlten Arbeitsentgelt zu berechnen.
Die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) der gesetzlichen Krankenversicherung und der Pflegeversicherung beträgt 2012 bundesweit 3.825 € im Monat. In der Renten- und Arbeitslosenversicherung sind 2012 im Monat 5.600 € maßgeblich. In den neuen Bundesländern gelten hier 4.800 €.

 

§ 22 Abs. 2 Sozialgesetzbuch Viertes Buch (SGB IV) regelt den Fall, dass beitragspflichtige Einnahmen aus mehreren Versicherungsverhältnissen zusammentreffen. Übersteigen die Einnahmen die für das jeweilige Versicherungsverhältnis maßgebliche BBG, so vermindern sich die Beiträge von beiden Arbeitgebern anteilig bis zur BBG. Vor der hier durchzuführenden Verhältnisrechnung müssen nach dem seit 1.1.2012 geltenden § 22 Abs. 2 Satz 2 SGB I die beitragspflichtigen Einnahmen aus dem jeweiligen Versicherungsverhältnis auf die maßgebliche Beitragsbemessungsgrenze reduziert werden.
Beispiel:
Ihre Teilzeitkraft erzielt im Jahr 2012 ein monatliches Bruttoarbeitsentgelt von 1.500 €. Bei einem anderen Arbeitgeber erhält sie 5.000 € im Monat. Dies bedeutet, dass sich das Arbeitsentgelt insgesamt auf 6.500 € beläuft. Dadurch wird die BBG der Renten- und Arbeitslosenversicherung überschritten. In der Kranken- und Pflegeversicherung ist der Beschäftigte versicherungsfrei.
Ergebnis:
Die Formel zur Reduzierung des Entgelts auf die maßgebliche BBG lautet:
Entgelt des Mitarbeiters reduziert auf die BBG x BBG Gesamtentgelt = beitragspflichtiges Arbeitsentgelt. Das bedeutet für Sie folgendes beitragspflichtiges Entgelt:
1.500 Euro x 5.600 Euro x 6.500 Euro = 1.292,31 Euro.
Der andere Arbeitgeber ermittelt folgendes beitragspflichtiges Entgelt:
5.000 Euro x 5.600 Euro : 6.500 Euro = 4.307,69 Euro.
Um diese Berechnungen durchführen zu können, benötigen Sie natürlich die Entgelte, die der Mitarbeiter bei anderen Arbeitgebern erhält. Sie erhalten hier entsprechende Informationen von den Krankenkassen.

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