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Was tun, wenn nach der Gründung das Geld fehlt?

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Der Schritt in die Selbstständigkeit ist ein gewagter Schritt. Insbesondere in der Anfangszeit fließen die Umsätze oft spärlich. So mancher Gründer hat dann finanzielle Sorgen, muss vielleicht auf einiges verzichten. Da liegt es nahe, sich nach anderen Einkünften umzuschauen, vielleicht ein 400-Euro-Job?

Selbstständig und nebenbei ein 400-Euro-Job – ist das erlaubt?

Eine solche Nebentätigkeit wäre für die finanzielle Absicherung sicherlich nicht verkehrt. Darf man jedoch einen 400-Euro-Job mit einer Selbstständigkeit kombinieren?

Wer einen 400-Euro-Minijob annimmt, braucht dafür nicht die üblichen Lohnsteuern und Sozialabgaben zu zahlen. Versteuert wird pauschal, wobei die Höchstgrenze für den Arbeitgeber bei 30% liegt.

Der 400-Euro-Job ist der Klassiker für Hausfrauen und Studenten, die sich nebenbei ein paar Hundert Euro verdienen wollen. Aber auch Sie als Selbstständiger können einen 400-Euro-Job annehmen und brauchen die Einkünfte daraus nicht über die Pauschalsteuer hinaus zu versteuern.

Die zusätzlichen Einkünfte von maximal 4.800 Euro brauchen Sie also nicht in Ihrer Steuererklärung anzugeben, denn mit der Pauschale wurde ja bereits Lohnsteuer gezahlt.

Für wen ist ein Minijob interessant?

Natürlich eignet sich ein Minijob für Selbstständige, die gerade gegründet haben. Die zusätzliche Einnahmequelle mindert die Existenzängste, die viele Gründer in der Anfangszeit haben. Mit 400 Euro mehr in der Tasche, sieht man die vielleicht laue Auftragslage ein bisschen lockerer.

Ein Minijob kann aber auch für andere Selbstständige interessant sein: Möchten Sie beispielsweise aus Sympathie für ein bestimmtes Unternehmen arbeiten, das sich Ihr Honorar aber eigentlich nicht leisten kann? Zum Beispiel ein Verein oder eine andere soziale Einrichtung? In diesem Fall können Sie Ihre Leistung zeitlich verteilt als Minijobber anbieten. Durch diesen Trick können Sie Ihr Honorar niedriger kalkulieren. Sie zahlen ja keine Einkommenssteuer. Es fallen lediglich eventuell 2% an, die in der Pauschale von 30% enthalten sind. Der Arbeitgeber darf die 2% Ihnen "auf’s Auge" drücken - anders als bei den pauschalen Sozialabgaben.

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