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Für Entgeltabrechner sind die Unübersichtlichkeit und Sperrigkeit des derzeitigen Reisekostenrechts besonders bedauerlich, weil sie so oft damit...

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Mix aus Geschäftsreise und Urlaub: Diese Kosten können Sie abziehen

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Einnahmen-Überschuss-Rechnung

Von Gerhard Schneider,

Für eine steuerlich anzuerkennende Geschäftsreise reicht es aus, dass sie so gut wie ausschließlich beruflich veranlasst ist. „So gut wie“ heißt eben nicht „ausschließlich“ – und das eröffnet Ihnen die Möglichkeit, das Notwendige mit dem Angenehmen zu verbinden. Beachten Sie jedoch ein paar Regeln, damit dabei nichts schiefläuft.

Grundsätzlich können gemischt veranlasste Reisen leichter von der Steuer abgesetzt werden als früher. Das liegt an der aktuellen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs. Dann bleiben die beruflich veranlassten Reisekosten steuerlich abzugsfähig, wenn Sie an eine berufliche Geschäftsreise noch ein paar Urlaubstage anhängen.
Beispiel: Sie unternehmen eine 7-tägige Reise ins Ausland. An 4 Tagen besuchen Sie einen Branchenkongress und nehmen ganztätig an Fachveranstaltungen teil. Die restlichen 3 Tage dienen dem Privatvergnügen.
Hier können Sie nicht nur die Kongressgebühren, die Kosten für 4 Übernachtungen und die Verpflegungsaufwendungen für 4 Tage steuerlich geltend machen. Auch Ihre Aufwendungen für die Hin- und Rückreise bei gemischt beruflich (betrieblich) und privat veranlassten Reisen können Sie grundsätzlich in abziehbare Betriebsausgaben und nicht abziehbare Aufwendungen für die private Lebensführung aufteilen. Dies erfolgt entsprechend der beruflich und privat veranlassten Zeitanteile der Reise.

Voraussetzung ist jedoch, dass die beruflich veranlassten Zeitanteile feststehen und nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Was nun wiederum „untergeordnete Bedeutung“ heißt, hat der Bundesfinanzhof bislang offen gelassen. Auf jeden Fall wird man aber sagen können, dass der berufliche/betriebliche Reiseanteil nicht geringer sein darf als der private. Für diesen Beispielfall bedeutet das: 4/7 der Reisekosten können als Betriebsausgaben abgesetzt werden.
Nach der aktuellen Rechtsprechung des BFH sind mehr Kosten steuerlich abzugsfähig als in der Vergangenheit. Was auf der einen Seite Vorteile bringt, muss mit einem zusätzlichen Aufwand erkauft werden: Ihre Angaben müssen hieb- und stichfest sein. Daher empfehle ich Ihnen Folgendes:

  • Erfassen Sie nur den erkennbar betrieblichen/beruflichen Teil einer Auswärtstätigkeit als Aufwand.
  • Erkennbare Privatveranstaltungen grenzen Sie von vornherein ab. Eine steuerliche Berücksichtigung ist hier ausgeschlossen.
  • Dokumentieren Sie die Zeitanteile, die auf die betrieblichen/privaten Veranstaltungen entfallen, denn dies ist der Dreh- und Angelpunkt für den Aufteilungsmaßstab.

 

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