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Neue Pauschale ab 1.1.2013: Wie viel Steuern Sie jetzt bei Ihren Geschäftsreisen sparen können

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Einnahmen-Überschuss-Rechnung

Von Gerhard Schneider,

Wenn Sie auf Reisen sind, ist die Verpflegung teurer als zu Hause, weil Sie Restaurants aufsuchen müssen. Deshalb zählen zu den Kosten einer Ge­schäfts­reise bzw. der Auswärtstätigkeit auch die Ausgaben für Verpflegung.

Sie können leider nicht einfach Ihre Restaurantquittungen nehmen und die Kosten als Betriebsausgabe geltend machen. Der Fiskus gewährt Ihnen lediglich einen pauschalen Betriebsausgabenabzug, wenn Sie mindestens 8 Stunden unterwegs waren.
Diese Pauschale wird jetzt für kurze Geschäftsreisen angehoben:
Diese Pauschalen gelten noch 2012:

Dauer der AbwesenheitPauschale
24 Stunden24 €
Weniger als 24 Stunden, aber mindestens 14 Stunden12 €
Weniger als 14 Stunden, aber mindestens 8 Stunden 6 €


Diese Pauschalen gelten ab 1.1.2013:

Dauer der AbwesenheitPauschale
24 Stunden 24 €
8 bis 24 Stunden12 €


Für Fahrten zu Kunden oder Geschäftspartnern, die zwischen 8 und 14 Stunden dauern, bedeutet dies immerhin eine Verdoppelung der Tagespauschale, die Sie ansetzen können.

So rechnen Sie die Pauschale ab

Die Geschäftsreise beginnt, wenn Sie Ihren Arbeitsplatz bzw. – wenn Sie von zu Hause aus starten – Ihre Wohnung verlassen. Sie endet, wenn Sie erstmals wieder zurückkehren. Wenn Sie also mehrere Geschäftsreisen verbinden, rechnen Sie diese zusammen.
Beispiel: Sie reisen von Ihrem Büro aus am 7.1.2013 um 8 Uhr zum Kunden A. Von dort aus fahren Sie um 14 Uhr direkt weiter zum Kunden B. Um 17 Uhr kehren Sie zurück.
Ergebnis: Die Dienstreise dauerte insgesamt 9 Stunden. Sie können also ab 1.1.2013 12 € statt bisher nur 6 ansetzen.

Das sollten Sie grundsätzlich beachten

Damit Sie die Pauschalen für eine „Auswärtstätigkeit“ (so heißt eine betriebliche Reise im Beamtendeutsch) überhaupt geltend machen oder an Ihre Mitarbeiter auszahlen dürfen, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Hier der Schnellüberblick, was möglich und was nicht möglich ist:

  • Das gilt als Auswärtstätigkeit: Eine Auswärtstätigkeit liegt grundsätzlich immer dann vor, wenn Sie als Selbstständiger außerhalb Ihrer Wohnung und außerhalb Ihrer Betriebsstätte beruflich tätig werden – und zwar für mindestens 8 Stunden. Das heißt: Sie können Kosten für eine Auswärtstätigkeit auch dann geltend machen, wenn Sie an Ihrem Wohnort mehr als 8 Stunden unterwegs sind. Beispiel: Sie können also z. B. auch eine Verpflegungspauschale ansetzen, wenn Sie 8 Stunden eine Messe in Ihrer Stadt besuchen.
  • Das gilt nicht als Auswärtstätigkeit: Nicht als Betriebsausgabe werden Reisekosten anerkannt, wenn es offensichtlich ist, dass die Reise eher privat veranlasst ist. Beispiel: Ein Hobby-Fotograf unternimmt eine Reise durch Südamerika. Um die Reise als betrieblich veranlasst darzustellen, versucht er, die Fotos an Reisemagazine zu verkaufen. In solchen Fällen spielt das Finanzamt garantiert nicht mit.

 

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