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Das müssen Sie bei Fahrtkosten des Azubis beachten

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Lohn und Gehalt Auszubildende

Von Günter Stein,

Zahlt Ihr Unternehmen dem zur Berufsausbildung Beschäftigten Zuschüsse zu den Kosten für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, sind diese wie bei allen anderen Arbeitnehmern auch...

Zahlt Ihr Unternehmen dem zur Berufsausbildung Beschäftigten Zuschüsse zu den Kosten für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, sind diese wie bei allen anderen Arbeitnehmern auch lohnsteuerpflichtig.

Sie haben die Möglichkeit, die Zuschüsse mit 15% pauschal zu versteuern, wenn diese zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Entgelt gezahlt werden. Die Pauschalbesteuerung ist aber auf die Entfernungspauschale von 0,30 € je Entfernungskilometer begrenzt.

Im Übrigen müssen Sie Folgendes beachten:

1) Der zur Berufsausbildung Beschäftigte hat keinen Anspruch gegen Ihr Unternehmen auf Ersatz der Fahrtkosten zur Berufsschule. Dies kann aber im Ausbildungsoder im Tarifvertrag vereinbart sein. Informieren Sie sich, ob eine vertragliche Pflicht Ihres Unternehmens zum Ersatz dieser Kosten besteht!

Ist das der Fall, sind die Fahrtkostenzuschüsse für Fahrten des Auszubildenden mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder einem Kraftfahrzeug nur dann steuerfrei, wenn die Fahrten Dienstreisen darstellen. Von einer Dienstreise dürfen Sie ausgehen, wenn der Azubi in Ihrem Unternehmen seine regelmäßige Arbeitsstätte hat, was grundsätzlich der Fall sein dürfte (auch dann, wenn der Azubi im Blockunterricht die Berufsschule mehrere Wochen hintereinander besucht).

Praxistipp: Aufschluss über die regelmäßige Arbeitsstätte erhalten Sie durch einen Blick in den Ausbildungsvertrag. Hier muss der Ort der hauptsächlichen Berufsausbildung angegeben werden.

2) Ihr Unternehmen muss die Fahrtkosten (und weitere eventuell anfallende Kosten) tragen, die dem Auszubildenden entstehen, wenn er notwendige außerbetriebliche Lehrgänge besucht. Sie können ihm allerdings anteiligeKosten für Verpflegung in dem Umfang in Rechnung stellen, in dem dieser Kosten einspart. Hierbei gehen Sie von den Sachbezugswerten für Verpflegung aus.

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